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Autor Thema: Alles was Corona betrifft  (Gelesen 23810 mal)

Al Terego

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Antw:alles was Corona betrifft
« Antwort #375 am: 26. März 2020, 15:11:22 »

... und Corona zu einer besonders schweren Unglücksfall/Naturkatastrophe erklären?
Oder bedroht Corona die FDGO?
Ersteres trifft ja schon zu. Das zweite wird ja wohl hoffentlich ausbleiben.
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Eisensoldat

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Antw:alles was Corona betrifft
« Antwort #376 am: 26. März 2020, 15:38:03 »

... und Corona zu einer besonders schweren Unglücksfall/Naturkatastrophe erklären?
Oder bedroht Corona die FDGO?
Ersteres trifft ja schon zu. Das zweite wird ja wohl hoffentlich ausbleiben.

Das mit der schwere der "Naturkatastrophe" ist jetzt deine Einschätzung....
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LwPersFw

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Antw:alles was Corona betrifft
« Antwort #377 am: 26. März 2020, 16:07:16 »

"Die Soldatinnen und Soldaten des Heeres bleiben einsatzfähig, wirken international stabilisierend und stehen bereit, das Land bei Bedarf auch nach innen zu schützen und Amtshilfe zu leisten. Um diese Aufgaben zu erfüllen, müssen die Verbände in der Coronakrise dafür sorgen, dass  die Zahl der infizierten Armeeangehörigen so gering wie möglich gehalten wird.

Das Heer steht in der Coronakrise mit seinen Fahrzeugen bereit, um im Fall der Amtshilfe lebenswichtiges Material zu transportieren.

Bereits vor zwei Wochen hat das Deutsche Heer zum Schutz der Soldatinnen, Soldaten und Zivilbeschäftigten begonnen, seine Aktivitäten auf allen Ebenen herunterzufahren. Mit der Absicht, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, wurden nationale und internationale Übungen der Streitkräfte, an denen auch deutsche Soldaten beteiligt waren oder wären, verkürzt beziehungsweise ausgesetzt. Dazu zählen: DEFENDER Europe 20 quer durch Deutschland und Länder Osteuropas, European Challenge in Deutschland, Red Flag in den USAUnited States of Americaund Cold Response in Norwegen.

Für Heeressoldaten in den Auslandseinsätzen wurden besondere Schutzmaßnahmen ergriffen. Vor dem Einsatz in Ländern wie Afghanistan oder Litauen müssen Soldaten nun 14 Tage in Quarantäne entweder in Deutschland oder im Einsatzland. So soll verhindert werden, dass sie das Virus in ihr Gastland einschleppen. Dadurch verschieben sich die regelmäßigen Kontingentwechsel um diese Zeit. Der Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Alfons Mais, versichert: „Das Heer erfüllt in unverändert hoher Qualität und Professionalität alle Verpflichtungen in Einsätzen und anerkannten Missionen.“

Schichtweiser Personalwechsel

Zum Schutz vor dem Coronavirus ist die Zahl der Pendelfahrten von Soldaten – hier noch vor der Coronakrise – deutlich minimiert worden.

Um die Soldaten grundsätzlich zu schützen und im Ernstfall mit gesunden Kräften bereitzustehen, wurden im Heer mit Beginn der Pandemie Ausbildungen ausgesetzt, Dienstreisen stark reduziert und der Grundbetrieb in den Stäben an allen Standorten auf block- und schichtweisen Personalwechsel umgestellt. Die Präsenz der Soldaten wurde auf ein Mindestmaß eingeschränkt und da wo möglich auf mobiles Arbeiten von Zuhause aus umgestellt. Dadurch werden Pendlerfahrten mit Bahn und Bus reduziert und damit den Ausgeh- und Kontaktverboten, die für die gesamte Bevölkerung gelten, entsprochen. Trotz des eingeschränkten Grundbetriebes ist die permanente Führungs- und Arbeitsfähigkeit bis hinunter zu den Bataillonen gegeben.

Amtshilfe leisten

Divisionen und Brigaden des Heeres haben während der Coronakrise Lagezentren eingerichtet, so auch im Kommando Heer in Strausberg. Dort werden Informationen für die Heeresführung gesammelt.

Im Kommando Heer, den Divisionen und Brigaden des Heeres wurden Lagezentren gebildet, die ein stets aktuelles Lagebild im Verantwortungsbereich halten, die Stabsarbeit aufrechterhalten und Bitten um Amtshilfe aus dem zivilen Bereich nach Artikel 35 des Grundgesetzes bearbeiten. Die Verbände sorgen dafür, dass Kräfte für Amtshilfe bereitstehen und dass sie auch während der Hilfeleistung nicht ausfallen. Auch hier greift das Rotationsprinzip.

Dieses disziplinierte Handeln bewirkt zudem, dass den eigenen sanitätsdienstlichen Kräften der Rücken freigehalten wird, damit sie bei Bedarf Aufgaben für alle Bürger wahrnehmen können.

Dass das Heer weiterhin einsatzbereit ist, zeigt sich auch daran, dass an der Grundausbildung zum Diensteintrittstermin 1. April 2020 festgehalten wird. Die jungen Rekrutinnen und Rekruten wurden angewiesen, vor der Grundausbildung in häuslicher Isolation von mindestens 14 Tagen am Wohnort zu verbleiben.

Zudem werden Notfallpläne erstellt und sogenannte Fähigkeitspakete geschnürt. Es wird geprüft, ob und wie viele Kräfte im Notfall bereitstehen für die Aufgaben Sicherung, Unterbringung, Objektschutz, Ordnungsdienst, Lagerung, Transport und Verteilung.

Mit diesen Maßnahmen ist das Heer stets bereit und in der Lage auch in dieser schwierigen Situation alle Aufträge zu erfüllen."


von PIZ Heer , Heute
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LwPersFw

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Antw:alles was Corona betrifft
« Antwort #378 am: 26. März 2020, 17:03:47 »

Finde ich gut und sachlich verfasst. Das versteht auch der normale Bürger.

Anders als manche überzogene Angst- und Panikmache.



"Entscheidungen  über  die  Zuteilung  von  Ressourcen  in  der  Notfall und  der  Intensivmedizin  im  Kontext  der  COVID

Klinischethische  Empfehlungen

der Deutschen  Interdisziplinären  Vereinigung  für Intensiv Pandemie und  Notfallmedizin  (DIVI),
der Deutschen  Ge sellschaft  für Interdisziplinäre Notfallund  Akutmedizin  (DGINA),
der Deutschen  Gesellschaft  für Anästhesiologie  und  Intensivmedizin  (DGAI),
der Deutsche  Gesellschaft  für Internistische  Intensivmedizin  und  Notfallmedizin  (DGIIN),
der  Deutsche  Gesellschaft für Pneumologie  und  Beatmungsmedizin  (DGP),
der Deutschen  Gesellschaft  für Palliativmedizin  (DGP) und 
der Akademie  für  Ethik in  der Medizin  (AEM)* 1

Von  den  Fachgesellschaften  verabschiedete Fassung vom  25.03.2020

1 Der  Vorstand  der Akademie für  Ethik  in  der  Medizin  unterstützt mit  einem  Mehrheitsvotum die  genannten  Empfehlungen"



Quelle:
https://www.divi.de/aktuelle-meldungen-intensivmedizin/covid-19-klinisch-ethische-empfehlungen-zur-entscheidung-ueber-die-zuteilung-von-ressourcen-veroeffentlicht
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Antw:alles was Corona betrifft
« Antwort #379 am: 27. März 2020, 10:26:21 »


Es bleibt nur zu Hoffen, dass die Eindämmung schnell wirkt.


Und dieser Zeitraum hat erst am 21.03. effektiv begonnen.

Denn auf Grund der Inkubationszeit von 14 Tagen kann frühestens ab dem 04./05.04. beginnend abgeschätzt werden, ob die ergriffenen Maßnahmen greifen.



Deshalb ermahne ich ALLE hier letztmalig :

Hört auf mit Euren fiktiven Denkspielen über Tote... Worst-Case Szenarien.

Dies verbreitet unnötig Angst.

Aber genau dies gilt es durch ruhige Sachlichkeit zu vermeiden.

Gerade von den aktiven und ehemaligen Soldaten hier erwarte ich dies !



Ab jetzt werde ich solche Beiträge ohne Vorwarnung löschen !


... und wer es unbedingt braucht ... tauscht sich per PN aus ...
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F_K

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Antw:alles was Corona betrifft
« Antwort #380 am: 27. März 2020, 10:45:09 »

@ LwPersFw:

Die Lagebeurteilung ist ein wichtiger Schritt in der Lösung von Problemen, inklusive (bei internationalem Vorgehen) von "most likely" und "most dangerous".

Sachlich, aber realistisch.

Ist dies hier nicht mehr gewollt?

(wie von Dir dargestellt, werden die Gedankenspiel zwei bis drei Wochen später "Geschichte" sein.)

Darf man es dann wenigstens so sagen, wie der Minister Spahn: "Es ist die Ruhe vor dem Sturm".
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LwPersFw

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Antw:alles was Corona betrifft
« Antwort #381 am: 27. März 2020, 10:58:45 »

Hier ist nicht gewollt : Angst machen. Punkt.

Und Äußerungen von Ihnen wie : "assistierter Selbstmord" machen Angst.

Ärzte die in diese Situation kommen sollten, haben es schwer genug.

Ebenso sind Ihre tollen Hochrechnungen zu möglichen Todesraten nicht hilfreich.

Wir sind hier nicht in einem Lagezentrum Regierung, Polizei, oder Bw.

DORT muss man sich über alle Szenarien Gedanken machen, aber nicht in einem öffentlichen Forum.

Und mehr gibt es dazu nicht zu sagen.


Davon ab ... ich habe ja die Alternative benannt ...

wenn es hier Gleichgesinnte gibt, die sich mit Ihnen über Ihre Todes-Statistik austauschen möchten ...

Jederzeit ... aber per PN
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PzPiKp360

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« Antwort #382 am: 27. März 2020, 12:01:35 »

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/corona-krise-bundeswehr-mobilisiert-15-000-soldaten-a-fb7668c0-a47f-4ca5-b83b-3a2ddd3b68a1

Zitat
Coronakrise
Bundeswehr mobilisiert 15.000 Soldaten

Die Bundeswehr bereitet sich wegen der Corona-Pandemie auf einen Großeinsatz vor. Spätestens ab dem 3. April sollen Tausende Soldaten bereitstehen, um die zivilen Behörden im Notfall zu unterstützen.
Von Matthias Gebauer und Konstantin von Hammerstein
27.03.2020, 11:15 Uhr

Der Plan ist militärisch knapp gehalten, drei Seiten mit vielen Grafiken, und er ist vertraulich. Seite eins: "Raumordnung und Kräfteansatz", Seite zwei: "Führungsstruktur", Seite drei: "Kräftekategorien und mögliche Aufgaben". Kürzer geht es nicht. Und doch ist es ein Einsatzplan, den es so in der Geschichte der Republik noch nicht gegeben hat. ...
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Antw:alles was Corona betrifft
« Antwort #383 am: 27. März 2020, 12:49:43 »

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/corona-krise-bundeswehr-mobilisiert-15-000-soldaten-a-fb7668c0-a47f-4ca5-b83b-3a2ddd3b68a1

Zitat
Coronakrise
Bundeswehr mobilisiert 15.000 Soldaten

Die Bundeswehr bereitet sich wegen der Corona-Pandemie auf einen Großeinsatz vor. Spätestens ab dem 3. April sollen Tausende Soldaten bereitstehen, um die zivilen Behörden im Notfall zu unterstützen.
Von Matthias Gebauer und Konstantin von Hammerstein
27.03.2020, 11:15 Uhr

Der Plan ist militärisch knapp gehalten, drei Seiten mit vielen Grafiken, und er ist vertraulich. Seite eins: "Raumordnung und Kräfteansatz", Seite zwei: "Führungsstruktur", Seite drei: "Kräftekategorien und mögliche Aufgaben". Kürzer geht es nicht. Und doch ist es ein Einsatzplan, den es so in der Geschichte der Republik noch nicht gegeben hat. ...


Unabhängig davon was die Redakteure schreiben, dass hat immer eine "Einfärbung", ist dies keine Angst-Mache, wie F_K mir gegenüber anmerkte, sondern genau dies was Lagezentren aller Behörden derzeit leisten müssen.

Bis Ostern wird sich zeigen, ob die Maßnahmen zur Eindämmung erste Erfolge zeigen.

Dies sollten wir alle abwarten. Ohne Hamsterkäufe, etc.
Uns alle an die Vorgaben zur Eindämmung halten.


Da aber niemand zu 100 % sagen kann, ob es so sein wird, müssen
die Verantwortlichen aller Ebenen natürlich Vorsorge betreiben.

Vorbereitet zu sein ist das A und O in Krisen.
Zumal in einer Situation wie dieser, die es in der BRD bisher nicht gab.

Und das wird getan ... nicht mehr ... nicht weniger.

Dazu zählt auch... das die Bw ihre "Truppen sammelt", um bei einem ggf. möglichen höheren Bedarf an Amtshilfe schnell helfen zu können.
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F_K

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Antw:alles was Corona betrifft
« Antwort #384 am: 27. März 2020, 14:23:18 »

Mal sehen, ob es sachlich genug ist:

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/111029/Ueberlastung-deutscher-Krankenhaeuser-durch-COVID-19-laut-Experten-unwahrscheinlich

Dort ist die Herausforderung dargestellt - letzte Zahlen gehen eher von 10 bis 20 Tage Beatmungszeit aus.

Derzeit sind wir noch deutlich unter den genannten Zahlen an Neuinfektionen, so dass die Behandlung aller Infizierten sichergestellt werden kann.

Der AdHoc Bericht der Ethikkommision betrachtet sogar den Mal der Extubation um einen weiteren Patienten zu retten.
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LwPersFw

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« Antwort #385 am: 27. März 2020, 14:42:46 »

Den Sarkasmus, bzw. den beleidigten Unterton können Sie sich sparen.

Halten Sie sich an das Gesagte ... mindestens bis Ostern.

Sollte sich danach ... was wir alle nicht hoffen wollen ... die Situation schwerwiegend verschlechtern ... können Sie immer noch Ihre Worst-Case Szenerien posten...

Und denken Sie nicht, nur weil Sie sich auf andere Quellen berufen, dass ich das nicht löschen werde... Angst ist Angst ... und die soll zumindest in unserem Forum nicht noch angefeuert werden.
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« Antwort #386 am: 27. März 2020, 15:24:15 »

Da F_K ja den Ehtikrat erwähnt hat...

Hier die Pressemitteilung dazu:

"Solidarität und Verantwortung in der Corona-Krise

Die gegenwärtige Pandemie fordert unsere Gesellschaft in beispielloser Form heraus und führt zu schwerwiegenden ethischen Konflikten.

Der Deutsche Ethikrat befürwortet die aktuell zur Eindämmung der Infektionen ergriffenen Maßnahmen, auch wenn sie allen Menschen in diesem Land große Opfer abverlangen.

Freiheitsbeschränkungen müssen jedoch kontinuierlich mit Blick auf die vielfältigen sozialen und ökonomischen Folgelasten geprüft und möglichst bald schrittweise gelockert werden.

Für diesen schwierigen Abwägungsprozess will der Ethikrat mit seiner heute veröffentlichten Ad-hoc-Empfehlung "Solidarität und Verantwortung in der Corona-Krise" ebenso ethische Orientierungshilfe leisten wie für die im Gesundheitssystem drohenden dramatischen Handlungs- und Entscheidungssituationen."



Und Solidarität und Verantwortung spiegelt sich nicht darin wieder,
die bestehenden Ängste der Menschen anzufeuern und noch zu
verstärken... Das in der Empfehlung auch auf den Fall der - hoffentlich
nicht eintretenden - Verschlimmerung eingegangen wird, ist doch richtig,
da Vorbereitung in der Krise...
Der Ethikrat betreibt aber keine fiktive Zahlenspielerei... etc.,
bezogen auf die Entwicklung in Deutschland.


Gesamte Empfehlungen hier im Anhang

oder hier

https://www.ethikrat.org/mitteilungen/2020/solidaritaet-und-verantwortung-in-der-corona-krise/
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Verteidiger

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« Antwort #387 am: 27. März 2020, 16:03:36 »

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/corona-krise-bundeswehr-mobilisiert-15-000-soldaten-a-fb7668c0-a47f-4ca5-b83b-3a2ddd3b68a1

Zitat
Coronakrise
Bundeswehr mobilisiert 15.000 Soldaten

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27.03.2020, 11:15 Uhr

Der Plan ist militärisch knapp gehalten, drei Seiten mit vielen Grafiken, und er ist vertraulich. Seite eins: "Raumordnung und Kräfteansatz", Seite zwei: "Führungsstruktur", Seite drei: "Kräftekategorien und mögliche Aufgaben". Kürzer geht es nicht. Und doch ist es ein Einsatzplan, den es so in der Geschichte der Republik noch nicht gegeben hat. ...

Mal gucken, was das am Ende wirklich bedeutet.
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LwPersFw

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« Antwort #388 am: 27. März 2020, 16:35:16 »

Thema Einberufung/Grundausbildung

"Aufgrund der COVID-19-Pandemie wird der Ablauf der Grundausbildung bei der Bundeswehr angepasst. Dazu wurden im Bundesministerium der Verteidigung (BMVgBundesministerium der Verteidigung) Leitlinien erarbeitet, an denen sich die ausbildenden Teilstreitkräfte und militärischen Organisationsbereiche orientieren. Betroffen sind zunächst alle Rekrutinnen und Rekruten mit den Diensteintrittsterminen April, Mai und Juni 2020.

In der zugrundeliegenden Weisung des BMVgBundesministerium der Verteidigung wird die Bedeutung der Grundausbildung für die personelle Einsatzbereitschaft der Bundeswehr betont. Die Grundausbildung findet also statt. Um eine stärkere Verbreitung des Coronavirus in der Truppe nach Möglichkeit zu vermeiden, wird aber zunächst der „körperliche“ Dienstantritt der Soldatinnen und Soldaten am 1. April 2020 verschoben. Darüber wurden die Betroffenen von ihren jeweiligen Ausbildungseinheiten individuell in Kenntnis gesetzt und Ansprechpartner bei der Truppe benannt.

14 Tage Absonderung

In einem Anschreiben durch die künftigen Disziplinarvorgesetzen wird das weitere Vorgehen detailliert erläutert. Zentrales Element der Vorsorgemaßnahmen ist eine mindestens 14-tägige häusliche Absonderung für die Rekrutinnen und Rekruten. Die Absonderung erfolgt am Wohnort und ist mit der strikten Auflage zur Gesunderhaltung verbunden.

Lernstoff fürs Selbststudium

Während dieser Phase werden für die Rekrutinnen und Rekruten online Informationspakete mit Lernstoff abrufbar sein. Sie dienen dem vorbereitenden Selbststudium und umfassen Themengebiete wie die Dienstgradstruktur, Auftrag und Aufgaben der Bundeswehr und im speziellen des jeweiligen militärischen Organisationsbereichs. Ferner werden diverse Rechtsunterrichte etwa zur Wehrbeschwerdeordnung, Inneren Führung und Wehrdisziplinarordnung angeboten.

Meldung am Dienstort zum 27. April

Insofern weder Symptome von COVID-19 noch Kontakte mit Infizierten vorliegen, melden sich die Betroffenen nach Abschluss der häuslichen Quarantäne am 27. April 2020 bei ihren Dienststellen. Gegebenenfalls wird je nach Lageentwicklung und sanitätsdienstlicher Beratung am Dienstort noch eine Absonderungsphase durchlaufen.

Gestraffte Grundausbildung

Die Grundausbildung wird nach den Maßgaben der Teilstreitkräfte und Organisationsbereiche inhaltlich und zeitlich gestrafft. Sie soll nach Möglichkeit binnen sechs Wochen abzuschließen sein. Dafür sollen auch Wochenenden intensiv zum Dienst genutzt werden. Wesentliche Ausbildungsinhalte, die in der verkürzten Grundausbildungszeit nicht vermittelt werden können, sind später nachzuholen. Auf feierliche Gelöbnisse in der Öffentlichkeit wird leider zunächst verzichtet werden müssen.

Leben in der Lage

Die Pandemie-Lage ist nach wie vor unübersichtlich und unberechenbar. Alle getroffenen Maßnahmen entsprechen dem Stand 27. März 2020. Die zuständigen Stäbe beobachten die Situation genau und passen die Maßnahmen der aktuellen Entwicklung an. Betroffene Rekrutinnen und Rekruten können sich an die benannten Ansprechpartner in ihren Ausbildungseinheiten wenden, müssen sich aber auch darauf einstellen, dass sich die Dinge gegebenenfalls noch einmal ändern – insofern ist Flexibilität gefragt."


Quelle:  bundeswehr.de , Heute
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Antw:alles was Corona betrifft
« Antwort #389 am: 27. März 2020, 16:46:44 »

"In den Sicherheitslaboren des Bundeswehrzentralkrankenhauses (BwZKrhsBundeswehrzentralkrankenhaus) Koblenz werden täglich Proben von Corona-Verdachtspatientinnen und -patienten auf das hochinfektiöse Virus getestet. Das Koblenzer Militärkrankenhaus rüstet derzeit massiv auf und leistet damit einen wertvollen Beitrag im Kampf gegen die Corona-Pandemie.


Oberstleutnant Dr. Carsten Balczun ist Molekularbiologe in der mikrobiologischen Abteilung des BwZKrhsBundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz. Mit seinen Kolleginnen und Kollegen untersucht er täglich rund 30 Corona-Verdachtsproben in aufwendigen Labortests. Die Proben stammen von zivilen und militärischen Patientinnen und Patienten des Krankenhauses und der Sanitätsversorgungszentren der Bundeswehr, die mit dem SARSSchweres Akutes Respiratorisches Syndrom-CoV-2 Virus infiziert sind, aber auch von Kontaktpersonen oder Verdachtsfällen. Die Bundeswehrkrankenhäuser bereiten sich derzeit intensiv darauf vor, eine noch höhere Anzahl an Testverfahren durchführen zu können.

Analysetechnologie verspricht hohe Testkapazitäten

Die Bundeswehrlabore in Koblenz verfügen über eine hochwertige Analyseausstattung. Die Anzahl der täglichen Corona-Tests können damit bei hohem Bedarf auf etwa 200 gesteigert werden, lautet die Prognose des Naturwissenschaftlers. Das Gerät ist technisch in der Lage, knapp 100 Proben in eineinhalb Stunden aufzubereiten. Dabei müssen sämtliche Proben vorher unter Sicherheitsmaßnahmen durch das Laborpersonal in Handarbeit vorbereitet werden. Im Anschluss erfolgt dann die eigentliche Analyse.

Rote Kurve markiert die Infizierten

Auf dem Monitor eines weiteren Analysegerätes zeigen rote Kurvenparameter an, dass das Corona-Virus nachgewiesen wurde. Grüne Kurven zeigen unauffällige Testergebnisse. „Wir arbeiten grundsätzlich mit einem zweifachen Testverfahren“, erklärt Dr. Balczun. Auf ein Screening-Verfahren folgt ein Bestätigungstest. Bei nachgewiesenen Erregern wird der zuständige Arzt noch aus dem Labor telefonisch vorab informiert, das schriftliche Testergebnis der Analyse folgt unmittelbar.

Unter Einhaltung standardisierter Sicherheitsmaßnahmen werden alle Proben für die Analyseverfahren vorbereitet. Der Molekularbiologe arbeitet dabei geschützt hinter einem Sicherheitsglas. Laborhandschuhe, Mundschutz und Laborkittel sind Pflicht. Dieser Hi-Tech Arbeitsplatz wird durch einen Luftstrom nach außen abgeschirmt und ist mit einem Filtersystem versehen. Sollten trotz aller Vorsichtsmaßnahmen Erreger entweichen, nimmt der Luftstrom sie auf, führt sie einem Spezialfilter zu und macht sie so unschädlich.

Vorbereitung auf eine Krisenverschärfung

In Erwartung einer zunehmenden Anzahl an Proben von Patienten, sowie Verdachtsproben, werden Vorbereitungen zum Mehrschichtbetrieb getroffen. Dafür sei mehr Fachpersonal erforderlich. Dieses solle durch interne Maßnahmen gewonnen werden. Auch Verstärkung aus anderen Dienststellen wie den Zentralen Instituten des Sanitätsdienstes,  mit ihren Abteilungen für Veterinärmedizin und Pharmazie/Lebensmittelchemie, sei vereinzelt möglich. Die Einberufung von Reservisten werde im Einzelfall geprüft, erklärt der Koblenzer Laborleiter, Oberfeldarzt Privat-Dozent Dr. Ralf Hagen.

An Lösungsansätzen bei zu erwartenden Versorgungsengpässen mit Verbrauchsmaterial für die Tests werde gearbeitet, ergänzt der Klinische Direktor der Abteilung Mikrobiologie und Krankenhaushygiene im BwZKrhsBundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz.

Corona-Tests an mehreren Bundeswehrstandorten

Die Bundeswehrkrankenhäuser in Ulm und Berlin werden bei ihren Corona-Probenanalysen durch die Zentralen Institute des Sanitätsdienstes mit Sitz in München und Kiel unterstützt. Hierfür werden Fachpersonal, Laborverbrauchsmaterialien und sogenannte Extraktionsautomaten bereitgestellt. Das Institut in Kiel etabliert derzeit eine von externen Lieferanten unabhängige Nachweismethode für das Bundeswehrkrankenhaus Berlin. Das Münchner Institut kooperiert zudem mit dem Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr, um die diagnostischen Kapazitäten im Bundeswehrkrankenhaus Ulm weiter auszubauen."


Quelle: bundeswehr.de , Heute

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