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Autor Thema: Kramp-Karrenbauer kündigt neuen Freiwilligendienst an  (Gelesen 2483 mal)

Ralf

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Antw:Kramp-Karrenbauer kündigt neuen Freiwilligendienst an
« Antwort #30 am: 06. Juli 2020, 08:16:48 »

Das funktioniert ja nicht. Aufgaben sind mit Stellen zu hinterlegen. Freiwilligenengagement von RDL können nicht verlässlich dauerhaft ausgeplant werden. Und dann Jugendlich zu sagen: ja schön, ihr hattet eine Einplanung, die muss ich nun zurücknehmen, sie zu, was du die nächsten Monate machst, weil RDL ihre Bereitschaft zurückgezogen haben, würde alles andere als ein verlässliches Bild zeichnen.
Bei aller Bereitschaft in Ehren, oftmals sehen Reservisten das alles durch die rosarote Brille. Und warum sollte ich dann RDL bspw. dauerhaft für 10 Monate (oder länger) für dauerhaft zu stellende Fähigkeiten beschäftigen? Da könnte ich doch dann gleich entsprechende Stellen ausplanen.
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F_K

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Antw:Kramp-Karrenbauer kündigt neuen Freiwilligendienst an
« Antwort #31 am: 06. Juli 2020, 09:11:31 »

Res können und sollen schon Urlaubs-, Krankheits- oder Einsatzvertung machen - und selbst das gelingt nur im Einzelfall.
Klat gibt es "Berufsreservisten ", aber auch das sind Einzelfälle - und so eigentlich  nicht vorgesehen.

Insoweit stimme ich Ralf voll zu - gerade bei RSU Kr fehlt es an realistischer Fähigkeitseinschätzung.

(Vergl. "RSU Operator")
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LwPersFw

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Antw:Kramp-Karrenbauer kündigt neuen Freiwilligendienst an
« Antwort #32 am: 06. Juli 2020, 10:59:55 »


... Selbst wenn nicht jeder OG d.R. mit Ausbildung am G36 auf Jahrzehnte die militärischen Fähigkeiten erhöhen kann.

Die Identifikation der Gesellschaft mit der Armee ist irgendwo tatsächlich auch ein Eigenwert für sich...


Dafür wird das neue Reservistenkonzept entsprechend angepasst...

U.a. mit der sog. "Grundbeorderung"

"Grundbeorderung als neuer Standard

Ein wesentliches Element dabei ist die Grundbeorderung ausscheidender Soldatinnen und Soldaten.
Sie werden künftig – im gegenseitigen Dialog – für einen Zeitraum von sechs Jahren als Reservisten in einer Einheit eingeplant,
in der sie ihre während ihrer aktiven Dienstzeit erworbenen soldatischen Fähigkeiten am besten zur Geltung bringen können.
Im Krisenfall stehen sie der Bundeswehr damit schnell zur Verfügung, um das Land zu verteidigen.
Im Frieden bleibt die Teilnahme an Wehrübungen natürlich freiwillig.

Insgesamt müsse in der deutschen Gesellschaft das Bewusstsein für die Bedeutung der Bundeswehr und damit auch
der Reserve geschärft werden, meint Tauber. „Die Sicherheit unseres Landes funktioniert nicht nach dem
Dienstleistungsprinzip, sondern ist eine Aufgabe der ganzen Gesellschaft.“
Dazu gehöre auch, dass Unternehmen durch die Freistellung von Reservisten Verantwortung übernähmen."


Und der neu geschaffene

§ 63b SG "Wehrdienst zur temporären Verbesserung der personellen Einsatzbereitschaft"


Das Ganze muss nur durch alle Beteiligten mit Leben gefüllt werden … in den nächsten Jahren …



Dafür bedarf es aber keines neuen Freiwilligendienstes …

Hier kann man … wie bereits ausgeführt … den bestehenden FWD so flexibel und "bewerberfreundlich" ausgestalten, dass der gewünschte Effekt auch eintritt.

z.B. wird der § 58e SG geändert...

von:

"§ 58e Verpflichtung

(1)
Die Verpflichtungserklärung nach § 58b Absatz 1 Satz 1 bedarf der Schriftform.
Für eine besondere Auslandsverwendung ist eine gesonderte schriftliche Verpflichtungserklärung erforderlich.
Für eine Festsetzung der Dienstzeit auf zwölf oder mehr Monate ist die Abgabe der Verpflichtungserklärung nach Satz 2 erforderlich."

in:

"§ 58e Verpflichtung

(1)
Die Verpflichtungserklärung nach § 58b Absatz 1 Satz 1 bedarf der Schriftform.
Für eine besondere Auslandsverwendung ist eine gesonderte schriftliche Verpflichtungserklärung erforderlich.
Für eine Festsetzung der Dienstzeit auf mehr als zwölf oder mehr Monaten ist die Abgabe der Verpflichtungserklärung nach Satz 2 erforderlich."


Und dann sicher ich dem Bewerber noch die heimatnahe Verwendung nach der GA zu … Wenn er/sie bereit ist, die Verwendung auszuüben, die die Bw festlegt.

Folge:

+ Nach der GA heimatnahe Verwendung ( ggf. sogar GA am selben Standort möglich )
+ keine Verpflichtung zum Auslandseinsatz
+ Gültigkeit Arbeitsplatzschutzgesetz
+ volle Bezahlung nach dem WSG für 12 Monate - also 1500 - 1650 Brutto / Grundvergütung
+ freie Unterkunft
+ Familienheimfahrten
+ Heilfürsorge im Rahmen utV
+ Übernahme Beiträge zu allen Sozialversicherungen ( ab FWD 12 ggf. sogar Anspruch auf Arbeitslosengeld 1 nach dem SGB III )
+ etc.

Wenn ich damit nicht mehr Bewerber "hinter dem Ofen hervorlocke" … dann bestimmt auch nicht mit einem neuen Freiwilligendienst...

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Unproomn

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Antw:Kramp-Karrenbauer kündigt neuen Freiwilligendienst an
« Antwort #33 am: 06. Juli 2020, 22:35:38 »

Zitat
Wenn ich damit nicht mehr Bewerber "hinter dem Ofen hervorlocke" … dann bestimmt auch nicht mit einem neuen Freiwilligendienst...

Viel wichtiger als 100€ mehr oder weniger sind halt die Stellung der Bundeswehr in der Gesellschaft, der Stellenwert von militärischen und sicherheitspolitischen Themen, der durchschnittliche Patriotismus in der Gesellschaft und der Rückhalt durch ein möglichst breites Parteienspektrum. Danach kommen Themen wie der wirtschaftliche Wohlstand in einem Land und die Chancen, welche das Militär im Vergleich dazu bietet.

Aber das ist ein ganz, ganz weites Feld...
« Letzte Änderung: 06. Juli 2020, 22:37:10 von Unproomn »
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LwPersFw

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Antw:Kramp-Karrenbauer kündigt neuen Freiwilligendienst an
« Antwort #34 am: 07. Juli 2020, 10:50:02 »

Zitat
Wenn ich damit nicht mehr Bewerber "hinter dem Ofen hervorlocke" … dann bestimmt auch nicht mit einem neuen Freiwilligendienst...

Viel wichtiger als 100€ mehr oder weniger sind halt die Stellung der Bundeswehr in der Gesellschaft, der Stellenwert von militärischen und sicherheitspolitischen Themen, der durchschnittliche Patriotismus in der Gesellschaft und der Rückhalt durch ein möglichst breites Parteienspektrum. Danach kommen Themen wie der wirtschaftliche Wohlstand in einem Land und die Chancen, welche das Militär im Vergleich dazu bietet.

Aber das ist ein ganz, ganz weites Feld...

Unterschreibe ich sofort …

Aber zu glauben das DIES die Beweggründe der Zielgruppe wären, sich für einen Dienst zu entscheiden … würde Realitäten ausblenden.

Da zählen zu 95 % die von mir genannten Kriterien.



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SanStffEins

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Antw:Kramp-Karrenbauer kündigt neuen Freiwilligendienst an
« Antwort #35 am: 07. Juli 2020, 11:20:06 »

Dass der StFw LKW fahren muss weil es sonst niemanden gibt?

Das wird sich in einer  SanStff z.B. auch nicht ändern, auch wenn man mir zwölfunddreißig junge, motivierte Mannschaften schickt.
Der MKF eines RettTrp hat nun mal sein EinsSan zu sein.

Sollten die ersten 6 Monate dieses "Jahres für Deutschland" natürlich aus
-3 Monate AGA inkl. DA Abbau und SanSdt ATN
-BCE Lehrgang
-EinsSan Lehrgang

bestehen, hätte ich Verwendung. Wenn danach 6 Monate Vollzeit in der Staffel erfolgen. Alles andere kann ich nicht gebrauchen.

Wir sind mittlerweile eine hochspezialisierte Bundeswehr. Man darf mich gerne eines besseren belehren aber für anderes als "Helferlein des MatBew" oder "Poststelle" oder "Hallenwart"
sehe ich keine adäquate Verwendung für diese Jährlinge.



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F_K

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Antw:Kramp-Karrenbauer kündigt neuen Freiwilligendienst an
« Antwort #36 am: 07. Juli 2020, 15:12:43 »

Wenn ein Fachminister, hier AKK, einen Fachbegriff verwendet, dann müssen wir wohl davon ausgehen, dass AKK diesen Begriff fachgerecht verwendet.

Im "neuen" Freiwilligendienst soll in 6 Monaten GA "gemacht" werden, dies beinhaltet per Definition keine weitergehende Ausbildung.

Selbst wenn (gegen die Aussage der Ministerin) die GA in 3 Monaten abgewickelt wird, bleibt nach Urlaub noch ca. 8 Wochen "Zeit" - da darf schon aus Gründen der Wirtschaftlichkeit/ Restnutzungszeit kein Lehrgang stattfinden.
RDL sind freiwillig - damit kann die BW also weder "rechnen" noch planen.
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Unproomn

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Antw:Kramp-Karrenbauer kündigt neuen Freiwilligendienst an
« Antwort #37 am: 07. Juli 2020, 16:22:32 »


Unterschreibe ich sofort …

Aber zu glauben das DIES die Beweggründe der Zielgruppe wären, sich für einen Dienst zu entscheiden … würde Realitäten ausblenden.

Da zählen zu 95 % die von mir genannten Kriterien.

Eine der Faktoren, die man aus den von mir genannten Punkten herausdestillieren könnte, wäre das Thema Prestige der Tätigkeit. Machen mir Menschen im Zug den Platz frei und lächeln mich Mädchen an, wenn ich Uniform trage? Bin ich im Dorf dann der Held, wenn ich am Freitag Nachmittag dort ankomme? Wollen die Bekannten wissen, was ich da mache? Wird es von künftigen Arbeitgebern anerkannt?  Trage ich "Ruhm" mit der Uniform mit?

Zusammen denke ich schon, dass diese Faktoren mitunter ebenso ausschlaggebend wie der Sold selbst sein können. Es hängt hier sicherlich auch vom Charakter ab.  Aber die sind ja eh verschieden, sonst hätten wir nicht gleichzeitig welche, die Krankenpfleger und die Manager werden wollen.
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