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Autor Thema: UniBw Student oder Soldat?  (Gelesen 4290 mal)

justice005

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UniBw Student oder Soldat?
« am: 18. April 2020, 09:32:30 »

Edit by Ralf: Thema abgetrennt und hier neu aufgemacht

Ok, wenn die Frage von einem echten Zivilisten kam, dann hat sich der Thread erledigt.

Trotzdem möchte ich zu einem Beitrag etwas anmerken:

Zitat
Naja vielen würde es an der Uni gut tun, wenn sie sich darauf besinnen würden, dass es ihre Aufgabe ist, dass Studium zu schaffen. Also das ganze militärische erstmal hinten anstellen und zunächst einmal Student sind.

Das sehe ich komplett anders. Auch im Studium ist man in allererster Linie Soldat! Und das sollten die Studenten nicht vergessen. Es gibt genug Studenten, die meinen, für sie würden militärische Regeln nicht mehr gelten und sie könnten sich vor militärischen Ausbildungen drücken.

Es gab da mal einen Studenten, der fand sich wegen Gehorsamsverweigerung vor dem Truppendienstgericht wieder, weil er sich mit allen möglichen Tricks, Ausreden und Weigerungen vor der militärischen Ausbildung gedrückt hat (San-Ausbildung, IGF, Schießen und vieles mehr). Seine Einlassung, "das sei ja alles nicht so wichtig für einen Studenten" kam dabei gar nicht gut an. Im Urteil fanden sich deutliche Worte. Es gab ein saftiges Beförderungsverbot, und das tut einem Leutnant ziemlich weh. Damit kann man nicht nur höchstwahrscheinlich den Hauptmann innerhalb der Regelverpflichtungszeit vergessen, sondern auch jegliche BS-Ambitionen. Und das ist auch richtig so.   

« Letzte Änderung: 17. Mai 2020, 06:38:39 von Ralf »
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quynkivn

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Antw:UniBw Student oder Soldat?
« Antwort #1 am: 18. April 2020, 10:59:56 »

Tut mir leid, nächstes Mal bin ich präziser :)

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Niederbayer

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Antw:UniBw Student oder Soldat?
« Antwort #2 am: 16. Mai 2020, 16:19:49 »

Hauptauftrag des studOffz/OA ist das Bestehen des Studiums in definitiv allererster und indiskutabler Priorität. Da gibt es einfach keine zwei Meinungen.
Dass, wie bei jedem anderen Soldaten auch, IGF/KLF erfüllt werden müssen und man fähig sein soll, weiterhin einen korrekten Anzug ohne Aufsicht herzustellen, versteht sich von selbst.

Was in meinen Augen nicht geht: "Ich war aber zeitlich nicht in der Lage, für die Prüfung zu lernen, weil ich mich auf den EKL/Französisch-Guayana/Moniteur/was auch immer vorbereiten musste".
Das Absolvieren solcher Lehrgänge in allen Ehren. Wenn der Kamerad aber denkt, das wäre wichtiger als sein Hauptauftrag, den der Steuerzahler fürstlich entlohnt und möglich macht, dann läuft gehörig etwas falsch.

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dunstig

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Antw:UniBw Student oder Soldat?
« Antwort #3 am: 16. Mai 2020, 16:48:56 »

Sehe ich ganz genauso. Alleine in meinem Studiengang und Jahrgang gab es ca. 15-20 Leute, die allein nach dem ersten Jahr durchs Studium gefallen sind, weil solche Prioritäten wie Schießausbildungszug, Marsch-Gruppe, Einzelkämpfer-Vorbereitung, etc. scheinbar wichtiger waren. Denen hätte es wirklich gut getan, wenn sie das Studium über alles gestellt hätten und nicht nur als Nebensächlichkeit oder notwendiges Übel abgetan hätten, um sich im Grünen austoben zu können. Als Konsequenz wurde zeitweise eingeführt, dass grüne Ausbildung (über IGF hinaus) nur noch bei entsprechend guten Studienleistungen erlaubt wurden.

Die Fälle, die hingegen so auffällig wurden, dass Konsequenzen drohten, weil sie ihre soldatischen Pflichten vernachlässigt haben, kann man über alle Jahrgänge hinweg an einer Hand abzählen. Klar gab es immer mal wieder Fälle, die sich selbst vor IGF drücken wollten, aber das lies sich relativ einfach steuern (im Gegensatz zu schleifenden Studienleistungen).

Deswegen sehe ich die Entwicklung der letzten Jahre eher kritisch, dass an den Bundeswehruniversitäten die klare Trennung zwischen militärischem und akademischen Bereich immer mehr zu verschwimmen scheint. Ein noch klarerer Fokus auf das Studium würde meiner Meinung nach eher helfen, die teils katastrophalen Bestehensquoten mancher Studiengänge in den Griff zu kriegen. Auf diese Trennung hatte der vorherige Präsident der HSU auch immer penibel Wert gelegt.
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"Ich stehe vor der Bundeswehr, zu der ich seit 22 Jahren auch "meine Armee" sagen kann. Und bin froh, weil ich zu dieser Armee und zu den Menschen, die hier dienen, aus vollem Herzen sagen kann: Diese Bundeswehr ist keine Begrenzung der Freiheit, sie ist eine Stütze unserer Freiheit." Joachim Gauck

justice005

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Antw:UniBw Student oder Soldat?
« Antwort #4 am: 16. Mai 2020, 22:12:31 »

Da bin ich diametral anderer Meinung. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass die hier vertretene "Luftwaffenmeinung" auch nicht repräsentativ für die Bundeswehr ist.

Zitat
Alleine in meinem Studiengang und Jahrgang gab es ca. 15-20 Leute, die allein nach dem ersten Jahr durchs Studium gefallen sind, weil solche Prioritäten wie Schießausbildungszug, Marsch-Gruppe, Einzelkämpfer-Vorbereitung, etc. scheinbar wichtiger waren.

Es ist nicht wichtiger, es ist aber ebenso wichtig. Und wer sein Studium nur deshalb nicht besteht, weil er mal (!) militärische Ausbildung wahrgenommen hat, ist schlichtweg nicht geeignet.

Zitat
Deswegen sehe ich die Entwicklung der letzten Jahre eher kritisch, dass an den Bundeswehruniversitäten die klare Trennung zwischen militärischem und akademischen Bereich immer mehr zu verschwimmen scheint.

Ein Soldat ist ein Soldat ist ein Soldat. Das gilt auch für einen Soldaten, der studiert.

Zitat
Da gibt es einfach keine zwei Meinungen.

Eine abweichende Meinung ist nicht nur möglich, sondern durchaus auch legitim.

Mich würden hier mal Meinungen von Offizieren aus dem Heer, der Marine oder anderen Org-Bereichen interessieren.
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dunstig

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Antw:UniBw Student oder Soldat?
« Antwort #5 am: 16. Mai 2020, 23:03:24 »

Diejenigen, die dies Mal getan haben, waren auch nicht das Problem und da spricht ja auch nichts dagegen. Solange es eben vereinbar mit dem Studium ist. Und diese Trennung haben die meisten auch gut hinbekommen, weil sie eben wussten, dass das Studium an erster Stelle steht. Und soldatische Pflichten wie IGF stehen auch garnicht zur Debatte. Diese waren wie gesagt auch nie das Problem.

Bei einem technischen Studium in Trimestern und einer Bestehensquote von 38 aus 105 muss aber jedem klar sein, dass der primäre Fokus nur das Bestehen des Studiums sein kann. Ist das gefährdet, kann ich nicht auch noch unter dem Deckmantel „Ich bin in erster Linie Soldat“ in der Zeit, die zum Lernen gedacht ist, jede Woche 20+ Stunden Schießvorhaben planen und nachbereiten oder mich über Wochen zum Schießausbilder ausbilden lassen.

Und genau dies ist dem besagten Personenkreis widerfahren. Denn für sie war es „wichtiger“. Und genau die hätten gut daran getan, ihre soldatischen Aktivitäten auf das beschriebene „Mal“ zu beschränken und sich klar zu machen, dass eben das Studium ihr soldatischer Auftrag ist und an erster Stelle stehen muss. Und um den Personenkreis geht es mir. Eine nicht zu vernachlässigende Gruppe, die gut daran täte, dass sie in dem Moment vor allem Student sind. Intellektuell hätten die meisten von ihnen das Studium packen können, da bin ich mir sicher. Und dann hätte die Bundeswehr heute gut ein Dutzend technischer Mangeldienstposten mehr besetzt. Von dem ganzen Aufwand, der in jeden einzelnen Abbrecher gesteckt werden musste, mal ganz abgesehen. Rechnet man das auf 7 Jahre Nutzungszeit nach dem Studium hoch, kämen alleine 100 zusätzliche technische Offiziere nur aus dem Maschinenbaustudium dazu. Meine Personalprobleme im Projekt hätten sich auf einen Schlag erledigt ;D

Diejenigen, deren studentischen Leistungen in Ordnung sind, können gerne so vielen soldatischen Aktivitäten nachgehen, wie sie möchten. Haben ja auch viele geschafft und sich richtig ausgelebt. Aber die Priorisierung muss stimmen. Und da kommt meiner Meinung nach das Studium vor solchen zusätzlichen Aktivitäten.

Mag sein, dass diese Sicht sehr geprägt ist von meinen Luftwaffenansichten und den Durchfallerquoten in technischen Studiengängen. Dass das jemand vom Heer oder den geisteswissenschaftlichen Studiengängen mit geringer Abbrecherquote ganz anders sieht, will ich garnicht infrage stellen und kann ich gewissermaßen auch verstehen. Ich empfand diese relativ klare Trennung zu meiner Zeit jedoch immer als großen Vorteil verglichen zu dem anderen Extrem a la Westpoint.
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"Ich stehe vor der Bundeswehr, zu der ich seit 22 Jahren auch "meine Armee" sagen kann. Und bin froh, weil ich zu dieser Armee und zu den Menschen, die hier dienen, aus vollem Herzen sagen kann: Diese Bundeswehr ist keine Begrenzung der Freiheit, sie ist eine Stütze unserer Freiheit." Joachim Gauck

OvWa

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Antw:UniBw Student oder Soldat?
« Antwort #6 am: 17. Mai 2020, 01:15:22 »

Mich würden hier mal Meinungen von Offizieren aus dem Heer, der Marine oder anderen Org-Bereichen interessieren.

Ein Soldat ist ein Soldat und ein studOffz/OA in erster Linie Offz/OA und in zweiter Linie stud.

An der Uni wird propagiert, dass das Studium ein militärischer Auftrag (der Hauptauftrag) ist.
Wenn das Studium ein Auftrag ist, ist es logischerweise dem militärischen untergeordnet (wie könnte es sonst ein militärischer Auftrag sein?)

Dieses eleden Gejammer über die militärische Belastung hat mich schon am ersten Tag an der Uni genervt. Ich hatte selbst einen der anspruchsvolleren naturwissenschaftlich/technischen Studiengänge (univ.) in München. Was wird dort verlangt? 1x pro Jahr IGF/KLF und vielleicht noch ein paar Vorträge. Das sin vielleicht ein bis zwei Mitttwoch-Nachmittag pro Monat, wenn überhaupt. Mal ehrlich, die die EKV, MilNK und sonst was machen, das sind doch Einzelfälle. Wenn  jemand wirklich jeden Morgen von früh um 0700 bis spät um 1630 auf Stube/in der Bib sitzt und lernt und dann eine Klausur nicht besteht, weil er zu wenig Zeit hatte, würde ich es verstehen, wenn er sich aufregt. Aber Hand aufs Herz, wer macht das? Ich habe jedenfalls in meinem ganzen Studium niemanden gesehen. Da wird gesoffen, gezockt und was weiß-ich-nicht-was gemacht. Ein Großteil von den Abbrechern, die ich gesehen habe, ist nicht am Studium gescheitert. Die sind an sich selbst gescheitert. Ein wenig Zug und Disziplin hätte denen gut getan.

Ich sehe die Uni als einen massiven Verstoß zur Fürsorgepflicht. Wenn die Leute Haufenweise die IGF nicht bestehen, muss es Ausibldung geben und nicht diese "Ist-doch-uns-egal-sind-sind-Student-und-kein-Soldat-Mentalität"

Seit es den neuen Ausbidlungsgang im Heer gibt fehlt an den Unis einfach was. Da kommen vorwiegend Kinder hin, die über 2000.-€ im Monat kassieren, was will man da erwarten?
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Ralf

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Antw:UniBw Student oder Soldat?
« Antwort #7 am: 17. Mai 2020, 06:35:15 »

Wenn man sich die Bestrebungen der UniBw anschaut, den "militärischen Nachmittag" auch zu streichen, weiß man, in welche Richtung es geht.

Ob ich das nun persönlich gut finde, steht ja leider nicht zur Debatte.
Und "in erster Linie ist man Soldat" nützt mir auch nichts, wenn derjenige durch Studium fällt, denn dann wars das i.d.R. mit dem Soldat sein. Da hilft es mir auch nicht zu sagen, "dass ist er schlichtweg nicht geeignet", denn an dieser Stelle zitiere ich Adenauer "Nehmen Sie die Menschen wie sie sind, andere gibt's nicht." Die Gesellschaft ändert sich, die Einstellung der Menschen/ Jugendlichen und auch der Wissensstand. Die Betroffenen haben da nur wenig Schuld dran, sie sind das Produkt der Erziehung und der Bildungssysteme unserer Generation.

Klar wäre es schon, wenn ich jemanden habe, der während seiner Ausbildung Studium und Soldat vereinen kann. Schafft aber nicht jeder. Als auch hier: Schwerpunkt bilden: erst Studium und dann hat er noch genügend Zeit sich das Militärische anzueignen.

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tank1911

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Antw:UniBw Student oder Soldat?
« Antwort #8 am: 17. Mai 2020, 06:52:34 »

Ob das Studium ein militärischer oder nicht militärischer Auftrag ist, spielt doch keine Rolle. Es ist ein Auftrag. Der Student hat das Studium in der Regelstudienzeit zu bestehen. Dafür wird er in diesen vier Jahren bezahlt. Nach Auswertung des Auftrages sollten Schwerpunkt und wesentliche Leistung eindeutig sein. Der Rest ist eigene Disziplin. Aber...

Ich habe in HH MB studiert. Das war an sich schon ein dickes Brett. Ich kenne vllt. 2 Sdt in meinem Jahrgang, denen es einfach viel, dass waren aber auch die Wasserköpfe. Der Rest musste büffelnohne Ende. Ich habe parallel (noch als einer der letzten nach alter Art ausgebildet bzw. als Lt Studium begonnen) auch einen Schießausbildungszug aufgestellt, EKV geleitet etc., aber das war gute Abwechslung. Worauf es an der BwUni ankommt und das war meiner Meinung nach sehr heterogen verteilt, sind die StudFBerGrpLtr. Das sind regional attraktive DP. Leider werden diese nur bis A12 dotiert und oft mit ausscheidenden SaZ besetzt. Auf diesen DP kann man viel zu tun haben, mit einer Horde StudOA, aber genau auf diese Vorgesetzten kommt es an. Das Studium findet in militärischer Hierarchie statt, ob man das wahrhaben will oder nicht. Mein GrpLtr damals hat jeden nach jedem Trimester rangeholt. Da wurde eine Zielstandsanalyse gemacht und dann hat der GrpLtr dem ein oder anderen gesagt, Ende mit AG XY usw. Gerade mit den jungen StudOA findet an der BwUni noch Erziehung statt, theoretisch zumindest bzw. muss stattdinfen. Genau das ist das Problem, es wird nicht durchgezogen.
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Bumblebee

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Antw:UniBw Student oder Soldat?
« Antwort #9 am: 17. Mai 2020, 07:06:52 »

Zitat
Mich würden hier mal Meinungen von Offizieren aus dem Heer ... interessieren

Gerne, lieber Justice.

In meinen Augen sind die Positionen von Dir und dunstig gar nicht so weit voneiander entfernt - jedoch ist die Aussage "priär Student" definitiv falsch.

Was richtig wäre: Im aktuellen Friednesbetrieb ist der Hauptauftrag das Studieren - und dann kommt lange nichts. (Wenn man da nicht viel reininterpretiert, ist das fast so ähnlich, wie "primär Student")

Wenn man jedoch anfängt zu interpretieren, steckt hinter dieser Unterscheidung eine ganze Menge - nämlich die Tatsache, dass man nur einen Befehl vom Dienst an irgendeiner Front entfernt ist.

Wo ich Dunstig definitiv Recht gebe, ist, dass es deutlich mehr Fälle gibt, die aufgrund grüner Ausbildung ihre wesentliche Leistung nicht erfüllen, als dass Kameraden ihre sonstigen militärischen Pflichten zugunsten des Studiums verletzen. Die zuerst genannten Soldaten deswegen noch in den Himmel zu loben "ist halt eher Soldat als Student..." ist falsch - diese haben ihre wesentliche Leistung ALS SOLDAT verkackt!

Wobei auch hier wieder ein gewisses Maß an Abwägung zu erfolgen hat - ein gewisser Studentenfachbereich in München würde die Schießausbildung ohne Kameraden, die da freiwillig echt viel Zeit rein stecken, nicht gestemmt bekommen.
Da ändern auch so Bumblebees, die ein mal im Monat schießen gehen und einmal jährlich ungefähr leiten nix - die Hauptlast liegt definitiv auf wenigen, die dann eben auch gerne ein paar Extrarunden im Studium drehen. Das ist blöd - aber was willste machen? Dem Chef sagen, "nö, ich bereite das Schießen nicht vor, muss lernen"? Dann wirst Du ganz schnell vom vorbildlich dienenden Soldaten zu dem, der sich hinter dem Stuidum vor militärischen Pflichten versteckt...
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tank1911

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Antw:UniBw Student oder Soldat?
« Antwort #10 am: 17. Mai 2020, 07:44:38 »

Zitat
Studentenfachbereich in München würde die Schießausbildung ohne Kameraden, die da freiwillig echt viel Zeit rein stecken, nicht gestemmt bekommen.

Tja, da würde es schon helfen, wenn man je UniBw einen Ausbildungszug mit entsprechenden DP generieren würde, die nichts anderes machen, als den StudOA IGF abzunehmen und ansonsten für Org zur Verfügung stehen. Ich kenne da ein paar OA/UA/FABtl, die haben bald nix mehr zu tun, hörte ich...
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Ceedich

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Antw:UniBw Student oder Soldat?
« Antwort #11 am: 17. Mai 2020, 09:54:51 »

Der Soldat ist an der Uni zum Studieren, was auch sein Hauptauftrag ist. Wenn er darauf keine Lust hat, frag ich mich was er da zu suchen hat. Militärische Ausbildung, die nicht IGF/KLF relevant ist, kann und wird er in im Laufe der Ausbildung oder in der Einheit schon bekommen.

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OvWa

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Antw:UniBw Student oder Soldat?
« Antwort #12 am: 17. Mai 2020, 13:50:36 »

Wenn er darauf keine Lust hat, frag ich mich was er da zu suchen hat.

Diese Frage haben Sie doch selbst beantwortet. Er erfüllt dort seinen Auftrag. Das hat in meinem Sprachgebrauch nichts mit Lust zu tun, würde es danach gehen wäre ich bereist im Mathe-Vorkurs wieder abgereist. Mein Studium war eine dumme Wahl, ich habe ab der dritten Woche ungefähr überhaupt nichts mehr von dem, was die Professoren erzählt haben, verstanden. Es hat mich jeden einzelnen Tag angekotzt und es gab bis auf wenige Ausnahmen nichts, was mir daran Spaß gemacht hat. Was solls? Man soll ein Masterstudium machn und kein Weltwunder bauen. Da reißt man sich halt etwas zusammen, lernt wie man sich das Zeug selbst irgendwie beibringt und macht alle drei Monate seine fünf Prüfungen. Die vier Jahre gehen auch rum.
Was ich im Studium gelernt habe? Das man auch mal über Jahre etwas erfolgreich durchziehen kann, das einem gewaltig gegen den Strich geht.

Was die militärische Ausbildung angeht: Mich stören diese Extreme. Etwas militärische Ausbidlung zu fordern heißt nicht, dass jeder an der Uni wöchentlich schießen, in fünf AG's und jeden Sommer auf Lehrgang gehen soll. Das wäre ja auch Schwachsinn, denn der Soldat an der Uni erfolgreich studieren. Das schließt aber nicht alles andere endgültig und absolut aus. Es ist in meinen Augen aber auch genauso schwachsinnig 70 Leute an einem Tag für ein IGF-Schießen mit 2 D-Ständen über die Bahn zu Prügeln. Der Munitionsansatz ist dabei so knapp, dass noch nicht mal jeder seine 3 Versuche hat (hätte auch zeitlich nie hingehauen). Von WarmUp-Schießen oder sowas mal ganz zu schweigen. Das ist dann übrigens das einzige Schießen für die meisten dieser 70 Leute im dem Jahr, denn die Plätze sind ja rar. So waren alle vier Schießen, die ich an der Uni gesehen habe. Das wird dann als Schießausbildung bezeichnet. Sorry, das ist keine Ausbildung, das ist lächerlich. Es hat nichts mit Kompetenzerhalt zu tun, wenn man nach genügend Versuchen mal zufällig 6 aus 10 trifft.
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BSG1966

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Antw:UniBw Student oder Soldat?
« Antwort #13 am: 17. Mai 2020, 14:25:56 »

Also momentemal.

Ich hab ja auch irgendwie so was mit Studieren gemacht. Zwar nicht UniBw, keine Trimester usw, ABER. Was auch immer jemand militärisch im Rahmen seines Studiums tätigt, KANN gar nicht soviel sein dass er sein Studium dabei nicht gebacken bekommt! EKL-Vorbereitung - okay, bissl Sport - und was hindert einen jetzt daran, sich danach an den Schreibtisch zu setzen? Schießen, IGF, KLF, Wasauchimmer. Das nimmt doch nicht wirklich relevant Zeit in Anspruch!

Ich verstehe die Frage nicht, die Leute bekommen nen Haufen Geld in den Arsch geblasen, von dem Zivilisten nur träumen können?! Und genau wie jeder andere Soldat hat man einen Dienstposten, den man adäquat auszufüllen hat (in diesem Fall Student) und ist darüberhinaus verpflichtet, Dinge wie KLF/IGF/wasauchimmer abzuleisten. Ich hab doch auch keine Ausreden?!

Die Antwort ist doch ganz einfach: BEIDES! Soldat (sowieso) UND Student! Und damit BEIDE Verpflichtungen! Wer damit ein Problem hat, der soll sein Studium halt auf herkömmlichem Wege bestreiten, aber gefälligst auch auf eigene Kosten!
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F_K

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Antw:UniBw Student oder Soldat?
« Antwort #14 am: 17. Mai 2020, 14:42:03 »

2 Anmerkungen:

- eine IGF Abnahme ist keine Ausbildung  sondern ein Test
- es soll sogar Reservisten geben, die legen IGF parallel zu einer Vollzeitstelle "nebenbei" ab ... neben anderen Hobbies ..
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