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Autor Thema: UniBw Student oder Soldat?  (Gelesen 4289 mal)

dunstig

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Antw:UniBw Student oder Soldat?
« Antwort #15 am: 17. Mai 2020, 14:46:11 »

@BSG: Darum geht es doch garnicht. Dass man bei ordentlicher Organisation beides unter den Hut bekommt, bestreitet doch niemand. So groß sind die Pflichten ja auch nicht.

Es gab aber bei uns eine nicht zu vernachlässigende Größenordnung an Studenten, die eben nicht beides unter den Hut bekommen haben, weil sie das militärische und nicht das studentische priorisiert haben. Und das in einer Art und Weise, dass das Studium erheblich darunter gelitten hat und letztendlich zum Nichtbestehen geführt hat. Damit war dann auch keinem geholfen. Und genau denen hätte es gut getan, dass Mindset ein wenig dahingehend zu ändern, dass das Studium in erster Linie das wichtigste in dem Moment ist. Das wurde aber immer abgetan mit „in erster Linie bin ich Soldat und nicht Student“.

Und da spreche ich nicht von den Grundpflichten, sondern von 20-30+ Stunden, die da jede Woche mit irgendwelchen grünen Anteilen verbracht wurden. Deswegen tue ich mich schwer damit, wenn an einem Ort wie der Universität die Grenzen zwischen militärischen und studentischen verschwimmen und Verpflichtungen hinzukommen, die über die Grundpflichten hinaus gehen. Denn so sorge ich dafür, dass bei gefährdetem Personenkreis der Fokus noch weiter abdriftet.

Und dieser Personenkreis ist meiner Erfahrung nach deutlich größer als diejenigen, die es nicht geschafft haben, IGF abzulegen.

Vielleicht ist aber auch genau das Gegenteil der Fall und ein zunehmender militärischer Anteil an den Universitäten sorgt dafür, dass diese Leute nicht noch zusätzlich in ihrer Freizeit so viel Zeit dafür aufwenden, dass unterm Strich sogar mehr Zeit fürs Studium bleibt.
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"Ich stehe vor der Bundeswehr, zu der ich seit 22 Jahren auch "meine Armee" sagen kann. Und bin froh, weil ich zu dieser Armee und zu den Menschen, die hier dienen, aus vollem Herzen sagen kann: Diese Bundeswehr ist keine Begrenzung der Freiheit, sie ist eine Stütze unserer Freiheit." Joachim Gauck

F_K

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Antw:UniBw Student oder Soldat?
« Antwort #16 am: 17. Mai 2020, 15:28:00 »

IGF / KLF:

- DSA (inzwischen ja nicht mehr gefordert): ein Vormittag - inklusive Kleiderschwimmen
- ABC - wenige Minuten
- Marsch ein Vormittag
- Schießen - ein Tag
- BFT - zwei Stunden
- EEH A - 1 Tag (je nachdem alle 2 Jahre)

Wir reden hier also von ungefähr 2 bis 3 Tagen - innerhalb EINES Jahres - da bekommen Studenten Zeitprobleme durch?

Wirklich?
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dunstig

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Antw:UniBw Student oder Soldat?
« Antwort #17 am: 17. Mai 2020, 15:43:20 »

Rede ich so schwer verständlich? Es geht mir ausschließlich um die Personengruppe, die zusätzlich zu den Pflichten IGF/KLF jede Woche 20-30+ Stunden ins „Grüne“ investiert haben, mit der Begründung, dass man zuerst Soldat sei und erst dann Student.

Und diese stellten einen erheblichen Anteil derer, die durchs Studium gefallen sind. Und denen hätte es gut getan, das militärische erst mal an zweite Stelle zu stellen.

Es geht mir nicht um diejenigen, die einfach nur IGF ablegen oder ihre Prioritäten korrekterweise so gelegt haben, dass sie das Studium bestanden haben und sich trotzdem militärisch jede Woche ausgetobt haben. Hier war aber die Priorität das Studium und alles drüber hinaus nettes Beiwerk. Und nicht andersherum.

Deswegen wäre manchen geholfen, wenn sie ihr Mindset ein wenig mehr auf das Student sein und weniger auf das Soldat sein legen würden. Damit meine ich explizit nicht alle, sondern insbesondere o.g. Gruppe.

Da aber auch von den Gruppenleitern meist mehr wert auf das soldatische gelegt wurde, wurde bei diesem Personenkreis auch nicht wirklich eingegriffen, obwohl frühzeitig und offensichtlich der Studienerfolg gefährdet war.
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KlausP

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Antw:UniBw Student oder Soldat?
« Antwort #18 am: 17. Mai 2020, 15:50:11 »

Zitat
... Rede ich so schwer verständlich? ...

Für mich nicht, aber ich treibe ja nun auch nicht jeden Thread, in dem ich mich beteilige, in eine Grundsatz (Schein-)diskussion. Dafür gibt es ja hier einen „Spezialisten“.
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StOFä (NVA) a.D., StFw a.D.
aktiver Soldat vom 01.11.71 bis 30.06.06, gedient in zwei Armeen

Bumblebee

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Antw:UniBw Student oder Soldat?
« Antwort #19 am: 17. Mai 2020, 17:08:09 »

Also momentemal.

Ich hab ja auch irgendwie so was mit Studieren gemacht.
Glückwunsch.

Zitat
Zwar nicht UniBw, keine Trimester usw,
Warum ist das dann relevant?

Zitat
ABER. Was auch immer jemand militärisch im Rahmen seines Studiums tätigt, KANN gar nicht soviel sein dass er sein Studium dabei nicht gebacken bekommt!
Steile Behauptung.
Das Studium ist als Vollzeit-Präsenzdienst ausgelegt. Dazu noch die vom Fachbereich abgedrückte quasi-Teilzeitstelle als Ausbildungsfeldwebel... ambitioniert.

Zitat
EKL-Vorbereitung - okay, bissl Sport
Diese Darstellung entspricht nicht ganz der EKV.

Zitat
Ich verstehe die Frage nicht, die Leute bekommen nen Haufen Geld in den Arsch geblasen, von dem Zivilisten nur träumen können?! Und genau wie jeder andere Soldat hat man einen Dienstposten, den man adäquat auszufüllen hat (in diesem Fall Student) und ist darüberhinaus verpflichtet, Dinge wie KLF/IGF/wasauchimmer abzuleisten. Ich hab doch auch keine Ausreden?!
Niemand bekommt "Geld in den Arsch geblasen". Die Kameraden werden Dienstgrad- und Erfahrungsbezogen besoldet.
Die wenigsten scheitern daran, ihre wesentliche Leistung (Studium) zu erfüllen und gleichzeitig ihren sonstigen militärischen Pflichten nachzukommen. Die Darstellungen hier lesen sich, als ob die meisten studOA das Studium aufgrund "kein Bock" versemmeln - dem ist nicht so!
Ein paar halten sich auf einmal für reine Studenten und ecken an, indem sie ihre sonstigen militärischen Pflichten vernachlässigen. Passiert, das abzustellen ist Job der StudFBer Leiter - der Chefs - die haben dafür geeignete Mittel.
Wesentlich mehr scheitern an ihrer wesentlichen Leistung, weil die selbstorganisierte Kommandoausbildung dann doch für nicht aufholbare Lücken gesorgt hat.
Ein Mü hat tatsächlich eine Ausrede - nämlich dass sie von ihrem Fachbereich unangemessene Zusatzaufträge ("mach doch mal NSAK Nachschulung") aufgebrummt bekommen, die DEFINITIV die akademische Leistung beeinträchtigen.


Ich sehe mich hier ein wenig zwischen den Fronten. Während des Studiums war ich auch immer der "zuerst Soldat"-Typ, habe das aber eben auch so gesehen, dass mein Primärauftrag der Abschluss des Studiums war.
Nachträglich betrachtet führt "zuerst Soldat" schnell dazu, dauernd mit Zusatzaufträgen zugeschmissen zu werden. Wer unter dem Radar fliegt und sich nur zu den allerwichtigsten militärischen Pflichtveranstaltungen sehen lässt, kommt besser durch das Studium, erfüllt seine wesentliche Leistung besser -> war im Endeffekt ein besserer Soldat?
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justice005

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Antw:UniBw Student oder Soldat?
« Antwort #20 am: 17. Mai 2020, 17:26:01 »

Zitat
die eben nicht beides unter den Hut bekommen haben, weil sie das militärische und nicht das studentische priorisiert haben. Und das in einer Art und Weise, dass das Studium erheblich darunter gelitten hat und letztendlich zum Nichtbestehen geführt hat

Zitat
jede Woche 20-30+ Stunden ins „Grüne“ investiert haben,

Das müsste mal etwas genauer erklärt werden. Wer bietet die Ausbildung denn überhaupt in dieser Größenordnung an? Das kommt mir merkwürdig vor.

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BSG1966

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Antw:UniBw Student oder Soldat?
« Antwort #21 am: 17. Mai 2020, 17:45:57 »

Wenn hier "Grüne Anteile" mit 20-30 Stunden pro Woche  (regelmäßig) absolviert werden oder man nebenbei mal eben noch Abteilungsfeldwebel machen soll, entspricht das ja wohl nicht dem, was Gang und Gebe sein sollte wenn man Student an der UniBw (oder irgendeiner anderen Uni) sein sollte. Sollte irgendjemand dies verlagen, ist es recht und billig, hier dann mit Rückendeckung von der Uni zu sagen "Ehm sorry - ich habe ein Studium zu absolvieren". Dazu sollte ein mehr oder weniger erwachsener Mensch in der Lage sein.
Es steht völlig außer Frage dass der Haupt-"Job" das Studium ist! Und es ist definitiv mit "zuerst Soldat" zu vereinbaren, wenn man das Studium priorisiert, denn DAS ist der "Grund-Auftrag", den der Dienstposten einfach mal vorsieht. Das Studium IST militärischer Auftrag!
Wenn man sich dann mit "grünen" Zusatzaufträgen vollschmeißen LÄSST (und damit ist NICHT IGF/KLF gemeint), hat man irgendwie seinen Dienstposten nicht so ganz verstanden!
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Bumblebee

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Antw:UniBw Student oder Soldat?
« Antwort #22 am: 17. Mai 2020, 18:06:13 »

jetzt d'accord.

Zitat
Sollte irgendjemand dies verlagen, ist es recht und billig, hier dann mit Rückendeckung von der Uni zu sagen "Ehm sorry - ich habe ein Studium zu absolvieren".
GENAU DIESE FÄLLE schlagen dann aber ein als "der Kamerad sieht sich wohl nur als Student und vernachlässigt seine militärischen Pflichten"
(Entspricht natürlich nicht der Wahrheit, wird aber erstmal so in den Raum gestellt - deswegen bitte vorsichtig sein, wenn man sowas aus den Unis hört ;))
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dunstig

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Antw:UniBw Student oder Soldat?
« Antwort #23 am: 17. Mai 2020, 18:11:08 »

@BSG: Von dem von Bumblebee und mir beschriebenen Personenkreis wurde niemand von der Führung vollgeschmissen mit Aufträgen und es wurde auch nicht wirklich von jemandem verlangt, das meiste wurde alles eigenständig und freiwillig organisiert, während andere gelernt haben.

@justice: Wie gesagt, das meiste war alles von den Studenten selbst in Interessengemeinschaften und AGs organisiert. Wenn ich mir anschaue wie viel Zeit zwei Kameraden von meiner Wohnenebene in den Schießausbildungszug investiert haben, ist das wirklich Irrsinn gewesen. Da gingen alleine zahlreiche Abende im Gemeinschaftsraum dafür drauf, am Beamer zu diskutieren, warum welche privat beschaffte Ausrüstung jetzt die beste für das nächste Schießen ist.

Und diese Schießen waren keine verpflichtenden IGF Schießen, sondern selbst organisierte Ausbildungsvorhaben, um sich z. B. zum Schießausbilder ausbilden zu lassen, alle möglichen Waffen durchzuprobieren oder sich „kommandomäßige“ Ausbildungen auf der Schießbahn einfallen zu lassen. Hinzu kamen dann Trockenübungen, drillmäßiges Wiederholen auf den Wohnebenenfluren, gemeinsames Studium der neuen nSAK Vorschriften, usw. Dazu die unvorteilhaften Umstände, dass die genutzte Schießbahn 1,5-2h entfernt war, die Uni selber keine Waffen hatte usw. Da kam schon einiges an Aufwand zusammen, um das in dem Umfang durchzuziehen.

Anderes Beispiel Marsch-Gruppe. Hier war ich selber Mitglied und habe mir die Vorhaben so ausgesucht, wie sie in den Studienplan gepasst haben. Mehr als 2-3 Veranstaltungen pro Jahr waren da für mich nicht drin. Wieder andere haben alles mitgenommen was ging und das schloss zu der Zeit Abwesenheiten von ca. 20 Wochenenden und manchmal auch Jetlag nach Märschen in den USA oder in Südkorea und Japan mit ein. Da hätte der ein oder andere auch besser Rücksicht auf seinen Studienplan genommen und die Wochenenden mit Lernen verbracht.
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LwPersFw

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Antw:UniBw Student oder Soldat?
« Antwort #24 am: 17. Mai 2020, 19:04:12 »

DAS fordert der Dienstherr:

"Das Studium an einer Universität der Bundeswehr (UniBw) ist regelmäßig integraler Bestandteil der Ausbildung der Offiziere des Truppendienstes. 

Die studierenden Offiziere (studOffz), studierenden Offizieranwärterinnen und Offizieranwärter (studOA) haben die Pflicht,
ihr Studium so zu gestalten, dass sie das Regelstudienziel zum frühest möglichen Zeitpunkt, d.h. in der Regelstudienzeit erreichen."


An dieser Forderung hat der studierende Soldat sein Handeln auszurichten.

Egal an welcher Uni der Soldat studiert.

Wer dieser Vorgabe gerecht wird, kann - über die regelmäßig geforderten IGF/KLF-Leistungen hinaus - soviel "rödeln" wie er will ... wer dies aber nicht tut... macht definitiv etwas falsch... spätestens wenn dadurch der erfolgreiche Abschluss des Studiums gefährdet ist.

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Ralf

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Antw:UniBw Student oder Soldat?
« Antwort #25 am: 17. Mai 2020, 19:07:53 »

Wer unter dem Radar fliegt und sich nur zu den allerwichtigsten militärischen Pflichtveranstaltungen sehen lässt, kommt besser durch das Studium, erfüllt seine wesentliche Leistung besser -> war im Endeffekt ein besserer Soldat?
Das ist doch genau des Pudels Kern und auf den Punkt gebracht. Danke dafür.
Es geht nicht um Extreme in die eine oder andere Richtung, sondern genau um diese Fälle.
Und da muss ich die Frage mit "ja" beantworten. Denn es nützt dem Arbeitgeber nicht der militärisch geschulte Soldat, sondern der Studienabsolvent. Der OA ist mit Beendigung seiner Ausbildung nicht dafür verpflichtet worden, ohne Studienabschluss dazustehen, sondern mit! Für die "ohne Studium" gibt es eine eigene Quote und die ist ja nicht ohne Grund sehr gering.
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Antw:UniBw Student oder Soldat?
« Antwort #26 am: 17. Mai 2020, 22:49:12 »


Eine abweichende Meinung ist nicht nur möglich, sondern durchaus auch legitim.

Mich würden hier mal Meinungen von Offizieren aus dem Heer, der Marine oder anderen Org-Bereichen interessieren.

Ich bin Heeresoffizier. Unverändert gilt: Schwerpunkt des studOffz/OA muss sein, sein Studium zu bestehen. Und wenn das gefährdet ist, muss man eben an anderen Stellen das Investment zurückfahren.
Im normalen Dienst muss ich ja genauso meine Aufträge priorisieren.
Wir reden hier übrigens nicht davon, deswegen IGF/KLF nicht zu erfüllen.


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LwPersFw

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Antw:UniBw Student oder Soldat?
« Antwort #27 am: 18. Mai 2020, 08:03:18 »


Wir reden hier übrigens nicht davon, deswegen IGF/KLF nicht zu erfüllen.


So ist es. Aber mehr wird vom Studenten nicht gefordert.

Bsp Heer

C2-227/0-0-5615

9 Das Studium

9.4 Verpflichtungen während des Studiums

Während des Studiums sind die KLF und Fremdsprachenkompetenz auch eigenverantwortlich zu erhalten und nach Möglichkeit zu steigern.
Dies schließt den regelmäßigen Nachweis der geforderten Leistungen in den IGF und zur KLF gemäß den Festlegungen in der AnTrA Nr. 10 ein, wie auch den Nachweis des aktuellen SLP.


Bei den Betroffenen, bei denen aber die Erfüllung der Primär-Pflicht - das Erreichen des Studienabschluss - gefährdet ist, verbieten sich Möglichkeiten wie:


...Wieder andere haben alles mitgenommen was ging und das schloss zu der Zeit Abwesenheiten von ca. 20
Wochenenden und manchmal auch Jetlag nach Märschen in den USA oder in Südkorea und Japan mit ein.


Warum ? Siehe die letzte Antwort von @Ralf.
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tank1911

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Antw:UniBw Student oder Soldat?
« Antwort #28 am: 18. Mai 2020, 08:40:44 »

Nun die erfahrenen Soldaten stellen sich das sicher einfach vor.

Aber mehr wird vom Studenten nicht gefordert.

Bsp Heer

C2-227/0-0-5615

9 Das Studium

9.4 Verpflichtungen während des Studiums

Während des Studiums sind die KLF und Fremdsprachenkompetenz auch eigenverantwortlich zu erhalten und nach Möglichkeit zu steigern.
Dies schließt den regelmäßigen Nachweis der geforderten Leistungen in den IGF und zur KLF gemäß den Festlegungen in der AnTrA Nr. 10 ein, wie auch den Nachweis des aktuellen SLP.

Das sind die Anforderungen.

IGF / KLF:

- DSA (inzwischen ja nicht mehr gefordert): ein Vormittag - inklusive Kleiderschwimmen
- ABC - wenige Minuten
- Marsch ein Vormittag
- Schießen - ein Tag
- BFT - zwei Stunden
- EEH A - 1 Tag (je nachdem alle 2 Jahre)

Wir reden hier also von ungefähr 2 bis 3 Tagen - innerhalb EINES Jahres - da bekommen Studenten Zeitprobleme durch?

Wirklich?

Das sind, wenn auch unrealistisch dargestellt, die Pflichttore.

Nur darf man nicht vergessen, dass das Ablegen der Forderungen IGF nur das Ende des Prozesses darstellt. Die StudOA, Dienstgrad Fhj, Dienstzeit 15 Monate, müssen das alles auch regelmäßig üben. Die Vorgaben zur regelmäßigen Durchführung von wöchentlichem Sport, werden an den BwUni i.d.R. nicht umgesetzt bzw. kontrolliert. Das Schießen ist nicht mehr mal eben mit Pistole aus der Hüfte 5x auf Schützenscheibe, Soldaten die nicht regelmäßig üben, nur einmal im Jahr auf die StOSA fahren, bekommen da richtige Schwierigkeiten etc pp. Und dann kommt wieder die Frage der Konsequenz auf, mit der man an die Soldatinnen und Soldaten rantritt, die die Vorgaben nicht erfüllen.
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Wüstensand

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Antw:UniBw Student oder Soldat?
« Antwort #29 am: 18. Mai 2020, 08:48:49 »

Es wird auch gerne mal verlangt bis zum 30.06 IGF komplett abgelegt zu haben. Wer das nicht geschafft hat durfte dies dann dem Chef erklären.  ::)
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