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Die Wiedereingliederung von kranken Soldaten/innen in den Dienst A-2640/36

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LwPersFw:
Bisher wurde für Soldaten auch das sog. "Hamburger Modell" für Arbeitnehmer adäquat angewendet,
wenn der Zeitpunkt der Wiedereingliederung in den Dienst erreicht war.

Da dies keine zufriedenstellende Lösung war (keine klaren Vorgaben, keine Berücksichtigung der Besonderheiten Status Soldat, etc.),
wurde eine eigene Vorschrift zum Themengebiet Wiedereingliederung erarbeitet:


A-2640/36 Strukturierte Wiedereingliederung von Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr in den Dienst


Diese ist in ZRMS verfügbar und durch die DV, als Hauptverantwortliche in diesem Prozess, umzusetzen.

"Die oder der nächste Disziplinarvorgesetzte bzw. die oder der nächste Vorgesetzte in Dienststellen mit anderer Vorgesetztenstruktur 2
(z. B. im Bundesministerium der Verteidigung (BMVg), in Ämtern oder Stäben) ist zuständig für die Initiierung, Koordination,
Erfolgskontrolle und Dokumentation der strukturierten dienstlichen Wiedereingliederung.

Haben Betroffene Vorbehalte gegen die zuständigen Vorgesetzten, so geht die Verantwortung auf Antrag der Betroffenen an die oder
den nächsthöheren zuständigen Vorgesetzten über. Der Antrag ist formlos an die oder den nächsthöheren zuständigen Vorgesetzten zu stellen."


Für die Personengruppe der Einsatzgeschädigten ist zusätzlich zu beachten:

"Für Einsatzgeschädigte sind zusätzlich die Regelungen im Regelungsnahen Dokument KRD- 10/4 „Umgang mit psychisch und/oder physisch
Einsatzgeschädigten in der Bundeswehr" und der Bereichsvorschrift C1-800/0-4015 „Die truppenärztliche Behandlung und Begutachtung
einsatzgeschädigter Soldatinnen und Soldaten" zu beachten."




Ergänzend gibt es

K1-9000/4021 Medizinische Rehabilitation


Und auf der WikiBw-Seite des KdoRegSanUstg

findet man unter "Fachinformationen allgemein" >> "Humanmedizin" >>> "Arbeitsanweisungen"

Handreichung im Umgang mit Langzeiterkrankten

(Grundlagen der truppenärztlichen Betreuung und Patientenführung bei Soldatinnen und Soldaten mit länger andauernder schwerer Erkrankung)

Achtung:

Die Handreichung geht in Pkt 5 auf die Wiedereingliederung ein.

Die Ausführungen spiegeln noch die adäquate Umsetzung des "Hamburger Modell" wieder.

Hier sind aber nun die Vorgaben der o.g. A-2640/36 umzusetzen !


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