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Zusammenfassung

Autor: Kestrel
« am: 27. Dezember 2019, 14:15:53 »

Ein Faktor hierbei ist sicherlich, dass der Druck, sich in Afrika stärker zu engagieren, vornehmlich aus Frankreich (statt aus den USA) kommt. Das kann man in der öffentlichen Diskussion eben nicht mit einem kurzen "das ist doch nur der blöde Trump" abtun.
Das mag durchaus so ein, aber für alles scheint es auch Grenzen zu geben:

Zitat
Bundesregierung verweigert Frankreich militärische Unterstützung
Gleich zweimal bat Frankreich Deutschland um militärische Hilfe in der Sahel-Zone – und bekam zwei Absagen. Die FDP wirft der Regierung Strategielosigkeit vor – und der Verteidigungsministerin „Ankündigungspolitik“.
Welt

Diese Entscheidung passt recht gut zu den Ergebnissen einer Umfrage, die HIER recht gut beschrieben und diskutiert wurde. Fazit: Einsätze? Ja, gerne. Aber bitte nur ohne jede Gewalt.
Autor: schlammtreiber
« am: 22. November 2019, 14:48:02 »

Soldaten können und werden nie die URSACHEN für diese Problematiken beseitigen können ... und damit zur Lösung des Problems führen.

Dass Soldaten (oder Militär) alleine keine umfassende Lösung aller Probleme herbeiführen können, sollte unbestritten sein. Natürlich gilt das auch für praktisch alle anderen Mittel oder Organisationen. Weder Wirtschaftshilfe, noch NGOs, noch Gebete oder Gottes großer Plan haben jemals alleine alle Probleme einer Region gelöst.

Was Militär kann, ist zur Lösung von Problemen beitragen, und zwar (praktisch ausschließlich) auf dem Sektor Sicherheit. Wenn dies gelingt, schafft dies Räume, in denen andere Faktoren, Organisationen oder Mittel wirken können. Wenn sie denn wirken. Es gibt viele Punkte, an denen solch ein Projekt scheitern kann. Militär allein reicht nicht, aber in den meisten der Problemregionen geht es eben auch nicht ohne Militär.

Um ein halb totgerittenes Bonmot zu missbrauchen: man kann ja streiten, ob Sicherheit bei Counterinsurgency et al nun 10% oder 90%  ausmacht, aber ohne Frage sind es die ersten 10-90%  ;)
Autor: LwPersFw
« am: 22. November 2019, 12:21:50 »

Zitat
Tod bei "Tongo Tongo"

In der Wüste Westafrikas breiten sich Islamisten aus. Malis Regierung gibt in der Folge einen ganzen Landstrich zum benachbarten Niger auf. Kommen nun deutsche Spezialkräfte?
Spiegel

Da unten kommt etwas in Bewegung - und auch die deutschen Medien schalten da langsam auf. Letzte Woche stand schon etwas in der Welt, nun also im Spiegel (s.o.).

In zwei Ländern stehen der Sahelzone stehen bereits deutsche Soldaten, darunter auch schon Spezialkräfte im Niger. Und bei der diesjährigen Entwicklung in Burkina Faso könnte sich der eine oder andere in Berlin vielleicht auch dort eine Unterstützungsmission vorstellen...

Bislang bleiben jegliche Zusagen aus Berlin sehr vage, aber der internationale Druck bzgl. einer Ausdehnung des deutschen Engagements düfte stetig weiter wachsen. Und in der Zwischenzeit geht die Lage in Mali, in Burkina Faso und ansatzweise auch im Niger sukzessive den Bach runter - ganz langsam, aber beständig.


Soldaten können und werden nie die URSACHEN für diese Problematiken beseitigen können ... und damit zur Lösung des Problems führen.

Das sollte man aus den Fiaskos Somalia, Afghanistan, Irak, Syrien, Lybien, , etc. gelernt haben...  (Ich weiß ... offiziell sind das natürlich keine Fiaskos...es lief nur nicht alles so ganz wie gedacht...)
Autor: schlammtreiber
« am: 22. November 2019, 07:48:02 »

Ein Faktor hierbei ist sicherlich, dass der Druck, sich in Afrika stärker zu engagieren, vornehmlich aus Frankreich (statt aus den USA) kommt. Das kann man in der öffentlichen Diskussion eben nicht mit einem kurzen "das ist doch nur der blöde Trump" abtun.
Autor: Kestrel
« am: 21. November 2019, 18:43:29 »

Zitat
Tod bei "Tongo Tongo"

In der Wüste Westafrikas breiten sich Islamisten aus. Malis Regierung gibt in der Folge einen ganzen Landstrich zum benachbarten Niger auf. Kommen nun deutsche Spezialkräfte?
Spiegel

Da unten kommt etwas in Bewegung - und auch die deutschen Medien schalten da langsam auf. Letzte Woche stand schon etwas in der Welt, nun also im Spiegel (s.o.).

In zwei Ländern stehen der Sahelzone stehen bereits deutsche Soldaten, darunter auch schon Spezialkräfte im Niger. Und bei der diesjährigen Entwicklung in Burkina Faso könnte sich der eine oder andere in Berlin vielleicht auch dort eine Unterstützungsmission vorstellen...

Bislang bleiben jegliche Zusagen aus Berlin sehr vage, aber der internationale Druck bzgl. einer Ausdehnung des deutschen Engagements düfte stetig weiter wachsen. Und in der Zwischenzeit geht die Lage in Mali, in Burkina Faso und ansatzweise auch im Niger sukzessive den Bach runter - ganz langsam, aber beständig.
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