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Zusammenfassung

Autor: F_K
« am: 08. August 2020, 16:11:02 »

Ergänzung:
Wohl ein "ex" Kdo - aber wohl 20 Jahre dabei - jetzt wohl bei LwSichTr dabei.

Andere Kdos, die ich kennenlernen durfte, habe ich eher als stille Profis wahrgenommen, allerdings gab es da keinen Brief als Gesprächsthema.
Autor: F_K
« am: 08. August 2020, 16:00:32 »

Nur zur Info:

Sind andere Verbände / Einheiten bekannt, in denen Munition / Sprengstoff "verloren" wurde (da kenne ich welche), und der "Verlust" später im Garten eines aktiven Soldaten des Verbandes gefunden worden ist (plus offensichtlich eine weitere illegale Waffe)?

Ich kenne da nur das KSK.

Nach meiner Bewertung ein einmaliger Vorgang - dem Soldaten sind damit Straftaten nachgewiesen (ok, Urteil steht noch aus) - und es bleibt die Frage "was wollte er mit dem Zeug machen"?
Autor: FoxtrotUniform
« am: 08. August 2020, 15:52:45 »

Zu der Auflösung der 2. Kompanie, die ich als begrüßenswert erachte, stellt sich mir die Frage, weshalb ein Kommandeur Kommando Spezialkräfte nicht zuvor konsequent handelt. Brauchte es dafür wirklich einer Arbeitsgruppe mit Vorsitz des GI?!

In den Aussagen des Präsidenten des BAMAD sehe ich auch keinen Widerspruch zu den Äußerungen des Verfassers, noch zu meinen. Im Zusammenhang mit nicht verfassungskonformem Gedankengut und nicht allzulang zurückliegenden Ereignissen möchte ich mir aber mal den Aspekt einwerfen: Wer überwacht eigentlich den MAD?!

Ich weiß ja nicht mit was für einem Kdo (=aktiver Kommandosoldat?) du dich unterhalten hast, aber derartige Aüßerungen sind natürlich Nonsense. Nicht ganz unrichtig ist aber auch, dass man von außen nur schwerlich mitreden kann. Ich zum Beispiel habe verwandtschaftliche Zweige in das Kommando, habe in dem ein oder anderen Einsatz / Übung mit Angehörigen des Verbandes zutun gehabt und im Rahmen von Erprobungen mit dem Personal zu tun. Will heißen: Ich kann keine erste Hand Informationen liefern, nur vermeintlich gefilterte. Aus vermeintlichen Vorfällen in meinem unmittelbaren Dunstkreis leite ich aber ab, dass durch Medien, Behörden und das BMVg aber einiges höher gepustet wurde, als es war.

Ich bin gespannt wie es weitergehen wird.
Autor: F_K
« am: 08. August 2020, 13:25:31 »

@ LwPersFw:

Dazu kommt das Mindset, versacht durch Elitedenken und die eigene Echokammer.

Gestern beim Abendgespräch sagte der Kdo, entweder man sei "Krieger / Kdo" oder eben nicht - und wer nicht im Gefecht gestanden hätte, der hätte kein Recht "mitzureden" - und überhaupt, bei teilweise über 1000 Tagen in Afg, da kann ja mal Zeug verloren gehen ...
Autor: LwPersFw
« am: 08. August 2020, 13:10:51 »

Die "guten" Angehörigen des KSK ... von deren deutlicher Mehrheit auch ich überzeugt bin (!!) hatten über viele Jahre ihre Chance, selbst "reinigend" zu wirken.

Der Verfasser des Schreibens formuliert ja selbst, dass entsprechendes Fehlverhalten intern erkannt wurde.

Dies ist aber nicht erfolgt.
Denn bei Straftaten - und darüber reden wir hier (z.B. zeigen des Hitlergruß) - ist jeder Soldat zur sofortigen Meldung verpflichtet.

Jetzt, wo das Ganze so "hochgekocht" ist und auf politischer Ebene behandelt wird, die erfolgten Maßnahmen zu kritisieren ... kann man machen ... ist aber unglaubwürdig.

ALLE "Guten" hatten ihre Chance... über gut 20 (!!!) Jahre...

Sie haben diese nicht genutzt ... eine Folge ist die zum 01.08.20 erfolgte Auflösung der 2./ .


Und zum Punkt der "Einzeltäter" ... glaube ich mehr den Ausführungen des BAMAD-Präsidenten:

"Auch  ein  überhöhter  Patriotismus ohne das  klare Bekenntnis  zum  Grundgesetz,  zum Staat  des  Grundgesetzes  und  zur  offenen  Gesellschaft  wird  in  der  Bundeswehr  nicht geduldet. 

Erst  recht  gilt  das  für  angebliche  Patrioten,  die  sich  unter  diesem  Deckmantel in  Wahrheit  gegen  das  Grundgesetz  und  seine  zentralen Wertgrundlagen  stellen.  Solche  falschen  Patrioten  haben  bei uns definitiv  nichts verloren.

Einen  Schwerpunkt  bei  der  Extremismusabwehr  bildet  dabei  nach  wie  vor  das  KSK, wo  wir  weiterhin  rund  20  Personen  bearbeiten. 

Hier  ist  es  uns  gelungen,  Schritt  für Schritt  durch  stille  Operationen  mehr  Licht  ins  Dunkel  zu  bringen.  Auch  wenn  wir  mit unserer  Arbeit  noch  nicht  am  Ende  sind,  wurden  in  zahlreichen  Fällen  personelle  und disziplinare  Maßnahmen  ergriffen,  die  von  der  Versetzung  aus  dem  KSK  bis  zur  Entlassung aus  der Bundeswehr reichen.

Spektakulär  war  der  Munitionsund  Waffenfund  bei  einem  KSKAngehörigen  vor  einigen  Wochen.  Auch  wenn  jetzt  die  Strafverfolgungsbehörden  am  Zuge  sind,  ist  unsere Operation  nicht  abgeschlossen.  Vor  allem  interessiert  uns  natürlich  die  Frage,  ob  es Mitwisser oder gar Mittäter gab.

Die  neue  Dimension  des  Rechtsextremismus  begründet  sich  in  der Bundeswehr  aber auch  daraus,  dass  wir  gerade  im  KSK  nicht  nur  von  Einzelfällen  ausgehen  können.

Eine  Untergrundarmee  haben  wir  bislang  zwar  nach  wie  vor  nicht  entdeckt,  aber  Beziehungsgeflechte - oder  wenn  sie  so  wollen  Netzwerke  bzw.  Strukturen -  mit unterschiedlicher Qualität  finden  wir  sehr wohl."
Autor: F_K
« am: 08. August 2020, 13:05:45 »

Die zweite Kompanie hat durch falsch verstandene Kameradschaft Ermittlungen verhindert - und dadurch die Erziehung einzelner Angehöriger verhindert - und damit eine Situation geschaffen, die die Auflösung herbeigeführt hat.
Self-inflicted damage.

"Buchhaltungsfehler" in der Grössenordnung ist kein Ausbildungsmangel Einzelner, sondern ein Ausbildungsmangel von vielen, plus ein Organisationsversagen, eben auch der Führung - und dies über Jahrzehnte.

Dann zu sagen, aber "es hätte woanders auch passieren können" ist an Dreistigkeit kaum zu überbieten.

Wenn z. B. im LKdo ein Eintrag in Urkunden nur an der falschen Stelle ist, wird es rot markiert, der Fehler angesprochen und der Ausbildungsmangel beseitigt .. und das ist unabhängig davon ob 1 oder 100.000 Patronen verschossen werden.
Autor: FoxtrotUniform
« am: 08. August 2020, 12:55:46 »

Hinsichtlich der Aussage bezüglich rechter Netzwerke stimme ich dir zu; Das gilt aber in beide Richtungen. Ungeachtet dessen, Bedarf es einer lückenlosen Aufklärung.

Mit Blick auf die Historie halte ich persönlich das Relativieren in vielen Punkten aber für nachvollziehbar.
Im Übrigen habe ich recht deckungsgleiche Äußerungen bereits von anderer Stelle im persönlichen Gespräch vernommen.

Unbestritten ist, dass das Kind in den Brunnen gefallen ist, der Kommandeur seinen Kopf aus der Schlinge ziehen konnte und es liegt jetzt an dem Inspekteur, dem Generalinspekteur sowie der Ministerin, die mühsam erkämpfte, anerkannte Stellung des KSK innerhalb des internationalen Spezialkräfte Familie nicht zu zertreten.
Autor: F_K
« am: 08. August 2020, 12:18:39 »

Nein, FU, nur weil ein (angeblich) einzelner Soldat sagt, es gäbe keine rechten Netzwerke im Kdo - ist es nicht richtig.

Negativaussagen sind kaum beweisbar - er kann "höchstens" aussagen, ihm lägen keine Hinweise auf ein Netzwerk vor.

Zusätzlich relativiert der Schreiber vieles unangemessen.
Autor: FoxtrotUniform
« am: 08. August 2020, 11:54:27 »

Nun, ich denke - in einigen Punkten bin ich mir absolut sicher - dass das Geschriebene zutreffend dargelegt wird. Vor allem gefällt mir, dass kein Angriff, wohl aber Kritik, vorgebracht wird.

Auf der einen Seite ist es verständlich, dass der Verfasser anonym bleiben möchte (die Repressalien wären enorm), auf der anderen Seite kostet es natürlich Glaubwürdigkeit.

Inwieweit bist du denn anderer Auffassung FK?

Bemerkenswert ist im Übrigen, - (siehe auch Arbeitsgruppe) - dass an der Integration des KSK im Heer festgehalten wird, statt alle SOF der Bundeswehr in einem Kommando, analog zu dem in Tampa beheimateten US-Vorbild, zu vereinen. Auch dies wird in dem Brief kritisiert. Lediglich im EinsFüKdoBw gibt es eine solche Zelle, begrenzt auf die Einsätze.
Autor: F_K
« am: 07. August 2020, 18:17:56 »

Der angebliche Kommando mag ja glauben was er schreibt, richtig ist es deswegen nicht.
Autor: FoxtrotUniform
« am: 07. August 2020, 18:14:20 »

Sehr lesenswert und aus meiner Sicht deutlich authentischer, als gewisse andere Schreiben:

https://augengeradeaus.net/2020/08/ksk-kommandofeldwebel-wehrt-sich-in-anonymem-brief-wir-sind-die-anstaendigen/
Autor: LwPersFw
« am: 23. Juli 2020, 18:10:28 »

AKK: Ansprache zum Feierlichen Gelöbnis im BendlerblockVeröffentlichungsdatum 21.07.2020

https://www.bmvg.de/de/aktuelles/akk-ansprache-feierliches-geloebniss-bendlerblock-548942

Auszug:

"Meine sehr geehrten Damen und Herren,

was aber, wenn das Gewissen als Instanz versagt, weil Soldatinnen und Soldaten die Werte, die dafür unabdingbar sind, nicht ausreichend verinnerlicht haben?

In den vergangenen Wochen haben wir wieder erfahren, dass nicht alle, die sich Kameradinnen und Kameraden nennen, die Grundlagen ihres Dienens und den Zweck ihres Dienstes verstanden haben.

Rechtsradikale in der Bundeswehr glauben, dass sie sich auf die soldatischen Tugenden aus der Zeit des Nationalsozialismus berufen können.

Sie sind stolz auf das, was sie für militärische „Leistungen“ der Wehrmacht oder einiger ihrer Heerführer halten.

Ich möchte das sehr deutlich sagen:

Im Weltbild der Bundeswehr gibt es keine Trennung zwischen dem handwerklichen Können des Soldaten und der grundsätzlichen Einstellung, die ihn in seinem Tun antreibt.

Es mag der einfache Wehrmachtssoldat tapfer gekämpft haben. Wenn seine Tapferkeit im Dienste einer Eroberungs-, Besetzungs- und Vernichtungsideologie stand, dann war sie vergebens.

Wir erkennen sehr wohl auch die individuelle Tragik, die in dieser Wahrheit liegt.

Doch Vorbild für die Bundeswehr kann aus dieser Zeit nur sein, wer zur Umkehr in der Lage war – wie die Verschwörer des 20. Juli.

Extremisten in der Bundeswehr, die sich auf falsche Vorbilder stützen, die den Nationalsozialismus verharmlosen oder sogar glorifizieren, verraten gerade das, was sie zu ehren vorgeben. Begriffe wie Soldatentum, Kameradschaft, Ehre, Treue, Pflicht und Vaterland sind positiv. Diese Begriffe gehören uns. Soldatentum heißt tapfer zu kämpfen für die offene Gesellschaft, selbst wenn diese dem Soldatentum in Teilen bisweilen skeptisch gegenübersteht.

Kameradschaft heißt, durch Vertrauen und offenes Gespräch das menschliche Miteinander in der militärischen Gemeinschaft zu gestalten. In der Bundeswehr liegt die Ehre in der Verteidigung der Freiheit und der Demokratie. Treue bedeutet: Verfassungstreue.

Pflicht ist eben auch die Pflicht zur Wachsamkeit, damit das Gift des

Unfreiheitlichen,

des Völkischen,

des Militaristischen,

des Extremismus aller Schattierungen

und des Gewaltverherrlichenden

unsere Bundeswehr nicht angreift."


Autor: Holgi33
« am: 22. Juli 2020, 11:14:45 »

Heute ist mir zugetragen worden, dass es eine Sammelinformation gab, also ohne persönliche Anrede, an den jeweiligen Reservisten, dass die Reservisten beim KSK ausgeplant werden. Der S1-Fw wurde bereits vor über 2 Wochen in eine andere Abteilung versetzt. Die Art und Weise wie man gewisse Dinge behandelt hat sich aber durch den Nachfolger nicht geändert.
Autor: Unproomn
« am: 20. Juli 2020, 14:46:37 »

Ich denke, man muss halt auch ein wenig einordnen, aus welcher politischen Richtung welche Stellungnahme zur Bundeswehr kommt.

Aus der Reihe der Rechten kommt da ziemlich viel scheinbar sehr tiefe Ehrenbezeugung für die Bundeswehr, aber man ist sich bei einigen nicht sicher, ob sie nicht eigentlich etwas ganz anderes wollen, wenn sie sich mit der Bundeswehr solidarisieren. Die wollen vermutlich von solchen Entgleisungen gar nichts wissen.

Bei den linken Parteien hingegen dürfte das Lager derer, welche die Bundeswehr kritisch bis hin zu potentiellen Feindbildern sehen, nicht ganz gering sein. Für die kann es natürlich gar nicht genügend Untersuchungsausschüsse, öffentliche Problematisierungen und lustige Extra 3-Satiresendungen geben. Je mehr die Bundeswehr aus der Gesellschaft herausgehalten und irgendwie "unappetitlich" dargestellt wird, desto besser.

Also da liegen ziemlich viele Stöckchen herum, über die man springen kann.
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