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Zusammenfassung

Autor: wolverine
« am: 13. November 2018, 21:26:16 »

Meine Frau ist 30cm kleiner als ich. Wir können nicht mit der gleichen Flinte auf Wurftauben schießen. Das ist einfach nicht erfolgreich möglich. Büchse ginge aufgelegt bedingt, freihändig nur erheblichen Einschränkungen. Und wir tragen keine starren Westen oder ähnliche Zusatzausrüstung.
Das hat also gar nichts mit irgendwelchem lauwarmen Gewimmer zu tun, für das ich auch ehrlich nicht bekannt bin. Es geht rein um die Funktionalität. Und ein variabler Schaft ist heute kein Hexenwerk und auch nicht sündhaft teuer. Es ist einfach unsinnig, heute noch etwas anderes zu beschaffen.
Es käme ja auch niemand auf die Idee, eine Einheits-Stiefelgröße zu ordern. In zu kleinen oder zu großen Schuhen kann man einfach nicht sinnvoll marschieren.
Ob das das Problem des TE ist oder hier wieder nur mangelhafter Trainings- und Ausbildungsstand kaschiert wird, kann ich natürlich nicht sagen.
Autor: InstUffzSEAKlima
« am: 13. November 2018, 20:59:40 »

Sicher ist auch die Ausrüstung und Bewaffnung einem gewissen Wandel unterworfen und wird dem Stand der Zeit, Technik und Erfordernisse angepasst, wenn auch aus bekannten Gründen mit entsprechender Verzögerung. Zum Glück wird auch nicht mehr nach den Anforderungen an den großen Vaterländischen ausgebildet und ausgerüstet, aber dennoch sind bestimmte Grundfertigkeiten und Gepflogenheiten im Gefechtsdienst üblich. Ich kenne die aktuellen Ausbildungsinhalte nicht im Detail, aber es ist noch immer eine Armee mit verpflichteten Soldaten und kein Schützenverein.

Das an Waffen und Ausrüstung heute andere Anforderungen als noch vor 15…20 Jahren gestellt werden, leuchtet ein. Aber wer körperlich bereits bei der Handhabung des fast rückstoßfreien Gasdruckladers über Schmerzen und Unbefindlichkeiten lamentiert, wird mit Sicherheit an unzähligen anderen Stellen im Rahmen der Ausbildung, die ja hier erst am Anfang steht, sowie Dienstverrichtungen im Gefechtsdienst und eventuell im Einsatz nicht wirklich brauchbar einsetzbar sein. Soldat sein ist auch körperlich fordernd und daher ist auch ein entsprechender Gesundheitszustand unabdingbar, um allen Anforderungen, auch bei hoher Belastung, klimatischen Einflüssen und gleichzeitiger Bedrohungslage gerecht zu werden.

Natürlich kommt es v.a. am Anfang der Ausbildung bei neuen und ungewohnten Tätigkeiten zu Überbeanspruchungen und Schmerzen, weil man bestimmte Belastungen, Haltungen und Bewegungen einfach nicht gewohnt ist. Aber hier ist es wichtig zu entscheiden, ob Training das Ganze verbessern hilft, was die Regel sein sollte, oder man es mit dem Soldatenberuf besser sein läßt, wenn einfachste Verrichtungen nicht möglich sind und damit wesentlich Grundfertigkeiten des Soldatenberufes fehlen.
Autor: MMG
« am: 12. November 2018, 18:04:18 »

Es gibt ja kurze Schulterstützen (nicht für alle), die müssen nur angefordert werden...ein Schreiben dazu gab es 2016. Die Schulterstütze darf dann nur von einem WaMech montiert werden.
Autor: Andi
« am: 12. November 2018, 12:33:49 »

Fakt ist: Das NeuSAK ist ausschließlich auf die kurze Schulterstütze ausgelegt, da nur diese im Zusammenspiel mit der Weste handhabungssicher ist. Das problem ist bekannt, hilft dem TE aber nhicht weiter.
Es bleibt beim Hinweis: speziell die Haltung und die involvierten Muskeln trainieren, mehr geht nicht (es sei denn es gibt irgendwann die passenden Schulterstützen für alle).

Gruß Andi
Autor: schlammtreiber
« am: 12. November 2018, 09:31:39 »

Warum sollte die Waffe vom verwundeten Kameraden übernommen werden, wenn man selber eine Waffe besitzt mit der man Schießen kann? ^^

Naja bisher hat ja immer nur einer von drei Soldaten ein Gewehr, der zweite nur ein Magazin (und übernimmt die Waffe wenn der Vordermann gefallen ist) und der dritte eine rote Fahne zum Schwenken (dabei immer kräftig "Hurrrraaaaaaa!" schreien).

Aber im Rahmen der Tendwende Personal wird sich das zum Glück ändern. Die Personalstärke wird gut verdreifacht, so dass nun 10 Soldaten auf ein Gewehr kommen.  :)
Autor: MMG
« am: 12. November 2018, 05:17:20 »

Warum sollte die Waffe vom verwundeten Kameraden übernommen werden, wenn man selber eine Waffe besitzt mit der man Schießen kann? ^^

Weltfremd ist hier gar nichts, die Forderung nach kurzen bzw. variablen Schulterstützen ist eine Erkenntnis aus den Auslandseinätzen "Learning Lessons".
Autor: aIrBoRnE
« am: 12. November 2018, 02:09:09 »

Hier kann man nur den Kopf schütteln. Das ist Zeug mit dem man in den Krieg ziehen soll. Das muss man sich mal vor Augen führen. "Schulterstütze einstellen, sonst treff ich nicht..." was macht man, wenn der Kamerad nebenan getroffen wird und man seine Waffe übernimmt -  Schiesslehrer anrufen? Das ist mittlerweile alles so weltfremd und auf "feel good" ausgerichtet
Autor: wolverine
« am: 11. November 2018, 22:44:51 »

Wo waren wir denn beim G3?
Autor: InstUffzSEAKlima
« am: 11. November 2018, 22:06:45 »

Um auf das Anfangsthema zu kommen: Es geht hier um das Schießen mit G36 und nicht mit dem G3!
Autor: Bumblebee
« am: 11. November 2018, 08:14:34 »

Schulterstütze vom Brustbein in die Schulter
Rücken ein wenig rund
schwache Hand soweit nach vorne wie möglich

Für den Einzelschützen gilt "Wirkung vor Deckung" und "sicherer Erstschusstreffer vor NSAK-Einzelpunkte"

Wenn das Gestell bei dir nicht funktioniert, muss es (in Absprache mit Deinem Schießausbilder) abgewandelt werden. Merke: Das gilt nur für den Einzelschützen, NICHT für die SchAusb-Ausbildung
Autor: wolverine
« am: 10. November 2018, 21:04:37 »

Ein Teleskopschaft sollte heute wirklich Standard sein. Und wenn den jeder hat, ist auch ein Waffentausch kein Problem. Kostenmäßig sollte das bei einem Systempreis auch vernachlässigbar sein. Für jeden zivilen Tacticool ist es ehrlich selbstverständlich.
Autor: ulli76
« am: 10. November 2018, 18:36:14 »

Ich hab ziemlich kurze Arme und es auch hinbekommen mitm G36 zu schießen.
Klar schön ist was anderes und es gibt jetzt teilweise die kurzen Schulterstützen.
Aber das Problem liegt hier wohl woanders- falsche Haltung, ,Verspannung...
Autor: MMG
« am: 10. November 2018, 17:20:24 »

Es geht ja nicht um die "Erstausrüstung", sondern Ersatzgestellung bei Ausfall usw. Wenn jeder nur mit "seiner" Waffe gut schießen kann, weil er sich z.B. die Visiereinrichtung auf seinen Zielfehler hin eingestellt hat (lassen), dann hat er ein Problem, wenn es dann etwas von der Stange gibt.
[...]

Bei Ausfall gibt es die Backup Waffe.

Ansonsten löse dich von der Theorie "[...] dem Grundsatz, das jeder mit der Ausrüsung, Waffe,…".
Die Praxis holt dich ganz schnell ein...da müssen andere Lösungen her.
Mit der variablen Schulterstütze ist das geschehen.
Autor: InstUffzSEAKlima
« am: 10. November 2018, 15:50:13 »

Es geht ja nicht um die "Erstausrüstung", sondern Ersatzgestellung bei Ausfall usw. Wenn jeder nur mit "seiner" Waffe gut schießen kann, weil er sich z.B. die Visiereinrichtung auf seinen Zielfehler hin eingestellt hat (lassen), dann hat er ein Problem, wenn es dann etwas von der Stange gibt.

Die Diskussion mit der Schuhgröße ist witzlos, denn es gibt ja verschiedene Größen. Allerdings beim Modell der Schuhe gehen die Diskussionen spätestens erneut los.
Autor: 200/3
« am: 10. November 2018, 13:55:29 »

Zitat
So eine Vorgehensweise widerspricht aber dem Grundsatz, das jeder mit der Ausrüsung, Waffe,… so klarkommen muss, wie sie vorhanden ist.
Gut, dann bitte ab sofort Einheitsschuhgröße für alle...muss halt jeder mit klar kommen...

Spaß beiseite.
Die kurzen oder auch verstellbaren Schulterstützen gibt es unter anderem genau für den geschilderten Fall. Die wurden nicht aus Jux und Dallerei in Massen beschafft, sondern weil man eben gemerkt hat, dass beim Schießen mit Schutzweste eine Menge Soldaten rein physiologisch aufgrund zu kurzer Arme an ihre Grenzen kommen.
Sollen wir jetzt eine Mindestarmlänge als Tauglichkeitskriterium einführen oder vielleicht jedem der Probleme hat halbtags einen 20l Kanister rechts und links in die Hand drücken um die Ärmchen zu strecken?

Zitat
Im Ernstfall kann auch keiner erst eine benutzerspezifisch angepasste Waffe oder eine in irgendwelchen Sondervarianten beschaffen
Doch, ganz genau das. Im Ernstfall/Einsatz hat man seine persönliche Waffe und die ist auf einen selbst abgestimmt/eingestellt. Fängt bei der Einstellung des Trageriemens an und geht weiter mit Schulterstütze lang/kurz/verstellbar und bei den aktuellen Versionen G36k A4 mit der genauen Positionierungen von Optiken, Vordergriff, LLM usw...
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