Hier ein echt guter Artikel im Spiegel...
kann die Probleme verstehen und frage mich, was ihr dazu denkt?
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bundeswehrreform-kaserne-in-luetjenburg-macht-zu-a-846360.html
Was soll man dazu denken? HFla ist schon seit längerem tot und Lütjenburg Kleinstandort und am AdW. Und das S-H als das Bundesland mit der höchsten pro Kopf Anzahl an Soldaten in Deutschland massiv Dienstposten verliert war doch auch klar.
ja wie die soldaten es an sich empfinden? ist es bei euch auch so? sind einige auch davon hier im forum betroffen?
meine alte Einheit wird auch komplett aufgelöst und viele Familien werden darunter leiden. Die Stadt nun nicht, da einfach ein wechsel hier passiert" anstatt Fallschirmjäger dann eine Panzerdivision" , aber dennoch sind die Soldaten ja betroffen.
Seit 20 Jahren werden hier Dienststellen/Verbände aufgelöst. Ist mittlerweile nix neues mehr.
Hab selber meinen Job durch die Auflösung eines US Standortes verloren. Hab mich umorientiert, neuen Job gefunden, Fazit: Irgendwie geht es immer weiter, auch ohne sicheren und gut bezahlten Militär-Job. Man muss eben was dafür tun und flexibel sein. Da Soldaten eh dafür unterschreiben bundesweit einsetzbar zu sein, kann ich die Probleme die da manche zu haben scheinen nicht wirklich verstehen. Man hat sich wohl darauf eingerichtet, gut zu verdienen, einen sichern Job zu haben, aber die Belastungen die damit kommen eben vernachlässigt.
Zitat von: Dink125 am 08. August 2012, 22:29:42
Die Stadt nun nicht, da einfach ein wechsel hier passiert" anstatt Fallschirmjäger dann eine Panzerdivision" , aber dennoch sind die Soldaten ja betroffen.
Da mutmaßlich Oldenburg gemeint ist sei erwähnt, dass Oldenburg zukünftig für die Fallschirmjäger der Nabel der Welt sein wird, da das neue Ausbildungszentrum dort entsteht. ;)
ja sicher unterschreiben wir alle dafür, aber dennoch muss es ja nicht immer so laufen. Die Bundeswehr will für viele attraktiver werden und wenn man als Soldat auch mal ein Haus bauen will oder die Kinder zur Schule gehen, sind solche Sätze wie" ja ihr habt ja dafür unterschrieben" sehr oberflächlich und nervig. Fakt ist:
Richtig wir haben unterschrieben, aber wieso sind Stellen so geplant, dass ein Offizier zum Beispiel um Karriere machen zu wollen, sich regelmäßig versetzen lassen muss? Und wegen den Standortschließung ist es auch so ne Sache... wenn die jetztige Bundesregierung nicht wäre, wäre es vllt auch ganz anders gekommen... es ist ein Spiel mit den Karten und man muss das bessere Blatt am Ende haben.
Ich persönlich weiß erst Anfang 2014 wo meine geplante Dienststell sein wird, solange planen meine Lebensgefährtin und ich halt nur für 2 Jahre, zum Glück haben wir noch keine Kinder, aber die werden kommen und dann möchte auch ein Soldat gerne Sesshaft werden dürfen. Lehrgänge sind was anderes, aber die Option wäre einfach schön.... Es ist ja auch kein Wunder, dass die Scheidungsrate bei der Bundeswehr enorm hoch ist, okay in anderen Jobs vllt auch, aber man muss und sollte auch gegen solche Dinge arbeiten.
Ich hoffe, dass sich durch die Reform doch noch einiges bessern wird, wenn nicht muss man als Soldat damit leben, aber wir müssen nicht alles gut heißen und dürfen und sollten auch mal meckern...:( oder?
@ andi... Ja aber die LLBrig 33 wird hier weg gehen und dafür kommt der Stab der 1. Panzerdivison. Und soviel ich weiß, soll nur ein Teil von Altenstadt hier her verlagert werden... Somit jein.
Zitat von: Dink125 am 09. August 2012, 11:48:29
Und wegen den Standortschließung ist es auch so ne Sache... wenn die jetztige Bundesregierung nicht wäre, wäre es vllt auch ganz anders gekommen...
Und warum wurde ich dann in 90ern unter anderer Bundesregierung in 12 Jahren fünf Mal versetzt und fast immer wegen Standortauflösungen? Und warum ging das danach zivil auch weiter ... auch unabhängig von den Bundesregierungen?
ich habe nirgends geschrieben, dass eine Reform nicht gekommen wäre... aber ne andere Regierung hätte vllt andere ansetze gemacht. Und in den 90gern war ein riesen Problem... unsere Armee war damals noch krass als nun falsch ausgerichtet, der Kalte Krieg war vorbei und somit viele viele Dinge unütz und somit überflüssig...
ich weiß, dass diese Reform nichts neues ist, aber dennoch ist es die erste seit über 10 Jahren. oder? Verbessert mich bitte, wenn ich mich irre.
Zitat@ andi... Ja aber die LLBrig 33 wird hier weg gehen und dafür kommt der Stab der 1. Panzerdivison. Und soviel ich weiß, soll nur ein Teil von Altenstadt hier her verlagert werden... Somit jein.
33? Erkläre mir bitte die Welt!
Teil von Altentstadt? Ja, schon, aber Altenstadt wird aufgelöst und der Ausbildungsteil "Fläche" ist nunmal der Größere.
Fassen wir zusammen: Der TE ist nicht wirklich in der Materie.
verstehe deine antwort nicht... nun mal habe gerade wie bekloppt google durch gesucht und leider nur finden können, dass " nun mal" die luftlandeschule hier her kommt, was ich nicht verstehen kann, da die sprungtürme in Oldenburg im arsch sind und die " hiba" wenn man sie so nennen kann, erstmal enstehen muss... na ja nun auch laxx... dann bleiben zumindest ja doch noch paar fallschirmjäger hier, aber die LLBrig 33 geht wohl komplet nac Seedorf und wird Oldenburg verlassen, so habe ich es zumindest verstanden.
back zum thema:
Die Bundeswehr strukturiert dauern um und das seit ihrem Bestehen und unter fast allen Bundesregierungen. Allein IV offizielle Bundeswehrstrukturen gab es bereits vor der Wiedervereinigung. Danach ging es zugegeben schneller (V, Vn, Neues Heer für neue Aufgaben und dann die Transformation). Und damit gehört das in der Tat zum Berufsbild.
@ Dink125:
... es ist schlimmer als befürchtet - Du erkennst Deine Fehler selbst nach Hinweis nicht.
Also neuer Versuch auf nochmals abgesenkten Niveau:
- Eine LLBrig 33 existiert derzeit nicht.
- Die LLBrig 31 ist mit ihrem Stab in Oldenburg stationiert, die unterstellten Einheiten sind mit Masse in Seedorf (schon jetzt).
- Die LLBrig 31 wird AUFGELÖST, nicht verlegt.
- Die Sprungtürme in Oldenburg funktionieren soweit (zumindest haben die mich letztes Jahr noch ausgehalten ...)
- In Oldenburg ist immerhin die Infrastruktur für ein LLUstBtl (insbesondere Trockentürme), dies war sicher einer der Aufhänger der Entscheidung (andere Infrastruktur wäre aufzubauen).
- Eine Ausbildungseinrichtung für den Automatensprung benötigt keine HiBa.
Zurück zum Thema: Ein schlecht recherchierter Artikel (ein Major, der 10 Jahre (!) an einem Standort ist und sich jetzt "beschwert" - wie lächerlich ist das denn ....
Es gibt keine Luftlandebrigade 33, Dink125, und es gab auch nie eine solche!
"Damals (TM)" gab es die sog. Luftlandedivision, die neunte Division der Bundeswehr, die aus den LLBrig 25 (Schwarzwaldbrigade in Calw), 26 (Saarlandbrigade in Saarlouis, vorher Zweibrücken) und 27 (Lippstadt) bestand! Aus der LLBrig 27 und der PzGrenBrig 31 entstand dann 1993 die LLBrig 31 in Oldenburg, die "F_K" oben beschreibt!
Die Brigade 32 war eine PzGrenBrig mit Sitz in Schwanewede bei Bremen, wurde aber 1997 aufgelöst, und die Brigade 33 war eine Panzerbrigade der 11. PzDiv in Oldenburg und hiess richtig PzBrig 31 "Celle". Dort war sie auch stationiert (Schwerpunkt), zumindest bis sie im Jahre 1994 aufgelöst wurde!
Ein Offizier der Bundeswehr konnte und kann immer sesshaft" werden, wie Sie hier anmahnen. Er muss dann halt bei jeder Versetzung im Rahmen seines Verwendungsaufbaus entscheiden, ob er an den neuen Standort (oder dessen Umgebung) umzieht oder nicht. Da das ausschließlich im Bereich seiner privaten Lebensplanung liegt, mischt sich der Dienstherr in diese Frage nicht ein. Ich bin zum Beispiel auch seit mehr als 20 Jahren im Frankenland "sesshaft", aber meine Standorte waren nie näher als 200 km von meinem Heimatort gelegen, so dass ich seitdem nur im urlaib und an den Wochenenden dort zu Hause bin. Aber wie gesagt, es ist meine und meiner Frau freie Entscheidung gewesen, über die ich mich weder ernsthaft beschweren will, noch kann.
Und insofern ist das Herumgejammere des angeblichen Herrn Major auch nicht wirklich ernst zu nehmen. Und falls er sich tatsächlich ernst nehmen sollte, tut es mir nur leid für ihn - dass er sich zum Gespött anderer macht!
Zitat von: Dink125 am 09. August 2012, 12:45:00
was ich nicht verstehen kann, da die sprungtürme in Oldenburg im arsch sind und die " hiba" wenn man sie so nennen kann, erstmal enstehen muss...
Was auch immer du damit sagen willst.
Das beste was einer Schule passieren kann ist ein Umzug und ein infrastruktureller Neuaufbau (siehe SFJg/StDstBW), denn dann gibt es das neuste vom neusten und alles ist in einem top Zustand.
Zitat von: Dink125 am 09. August 2012, 12:45:00na ja nun auch laxx... dann bleiben zumindest ja doch noch paar fallschirmjäger hier
Ne, es werden einige hundert mehr in Oldenburg stationiert sein...
Oder meinst du wenn der
Stab der 1. PzDiv in Oldenburg auftaucht bringt der auch die ganze Division mit?
Gruß Andi
@ Andi:
Der TE hat wirklich keine Ahnung - Tatsächlich "geht" ja ein Brig Stab und ein Div Stab kommt -> erheblicher Personalaufwuchs (tatsächlich sieht das Vorkommando erheblichen Bedarf an Infrastruktur).
Im übrigen sind in einem LLBrig Stab ja "soviele" Fschjg nicht - die zukünftige Außenstelle der Schule in Oldenburg hat da sicherlich mehr.
(Es scheint mir so, als ob der TE "weint", nun von Oldenburg nach Seedorf zu m müssen - obwohl dass ja alles beieinander liegt ...)
erstmal möchte ich micht für meine falschen aussagen" gegenüber meiner alten Brigade " entschuldigen... autsch und Kopf liegt aufer der Tastatur:D
in Oldenburg sind im Moment der Stab der 272 und die 1./272 und die 2./272 sowie die Stabskompanie stationiert. Hinzu kommt eine kleine Sanstaffel und die Fahrschule... sind im schnitt ca 1400 Soldaten die unter den Fallschirmjäger Barett laufen. Wenn die 272 weg fällt und der Stab der LLBrig 31, dann muss platz geschaffen werden für ca 400 Soldaten" aus Hannover".
Ich weiß nun nicht wieviele zur Luftlandeschule aus Altenstadt dann hier her kommen, werden aber doch wohl weniger sein, als die im Moment stationierten oder?
na ja wie auch immer... zum Thema nochmals.
sicher ist es jeden Soldaten selber überlassen, aber es wäre doch schöner, wenn man sich sicher sein könnte für seine Dienstzeit an ein und den selben Standort bleiben zu können. Ich selber wusste worauf ich mich einlasse und lebe auch mit dieser Entscheidung " muss ja auch damit leben", dennoch kann man doch auch Kritik äußern und nicht immer alles nur so hin nehmen und für Gut befinden. oder täusche ich mich da gewaltig?
Es geht ja auch darum, dass es bei vielen Standorten nach reiner wilkür aussieht, dass sie geschlossen oder verkleinert werden.
PS: Wurmt es die aktiven Soldaten garnicht, dass ihr nicht genau wisst, was in den nächsten 2 -3 Jahren mit euch geschieht? Es gibt zwar immer unterschiede, aber versteht ihr nicht meinen Gedanken dahinter?
Sicher übertreibt der Major ein klein wenig, aber er sollte auch mal Mensch sein dürfen und seine Zukunft realistisch betrachten.
Zitat von: Dink125 am 09. August 2012, 14:42:21Sicher übertreibt der Major ein klein wenig, aber er sollte auch mal Mensch sein dürfen und seine Zukunft realistisch betrachten.
Ach, komm! Der gute Mann war 10 Jahre (!!!) am gleichen Standort während andere Kameraden in dieser Zeit mehrmals umziehen mussten. Dass er jetzt versetzt wird, macht ihn nur zu einem weiteren bedauerlichen Einzelschicksal, das leider nicht berücksichtigt werden kann (und wird). Nachdem er zum Zeitpunkt seiner Unterschrift genau wußte, das auf ihn zu kommt, hält sich mein Mitleid mit ihm sehr in Grenzen!
Zitatsind im schnitt ca 1400 Soldaten die unter den Fallschirmjäger Barett laufen.
1.) Angehörige der LLUstBtl sind KEINE Fallschirmjäger, sondern eben Luftlandeunterstützer (anderes Fähigkeitsprofil, andere Litze, andere Ausbildung ...)
2.) Der Umstand, dass in der DSO alle Angehörigen das gleiche Barett tragen, ist nur geschichtlich zu erklären - macht aber nicht alle zu Fallschirmjägern (auch die meisten Angehörigen des Stabes der LLBrig 31 nicht).
3.) Meines Wissens nach sind INSGESAMT in der von Treskow Kaserne ca. 1000 Soldaten (inklusive Fahrschule, SanGruppe, Zahnarzt, usw.).
ZitatEs geht ja auch darum, dass es bei vielen Standorten nach reiner wilkür aussieht, dass sie geschlossen oder verkleinert werden.
Wo ist den da die Willkür? Der Standort im Artikel war ein STandort der Heeresflugabwehr, die Auflösung dessen liegt mit der Auflösung der Truppe doch auf der Hand -
- macht man aus einer Brig ein Regiment, und liegt die Masse der Truppe bereits in Seedorf und der BrigStab wird sowieso AUFGELÖST (nicht umgliedert, weil eben ein Btl Stab zum RgtStab wird), ist doch klar, dass der BrigStab seinen Standort "aufgibt".
Dies zeigt doch DEUTLICH, dass viele Standortentscheidungen sehr wohl einfach nur logisch und folgerichtig sind.
Zitat von: Tommie am 09. August 2012, 14:49:21
Zitat von: Dink125 am 09. August 2012, 14:42:21Sicher übertreibt der Major ein klein wenig, aber er sollte auch mal Mensch sein dürfen und seine Zukunft realistisch betrachten.
Ach, komm! Der gute Mann war 10 Jahre (!!!) am gleichen Standort während andere Kameraden in dieser Zeit mehrmals umziehen mussten. Dass er jetzt versetzt wird, macht ihn nur zu einem weiteren bedauerlichen Einzelschicksal, das leider nicht berücksichtigt werden kann (und wird). Nachdem er zum Zeitpunkt seiner Unterschrift genau wußte, das auf ihn zu kommt, hält sich mein Mitleid mit ihm sehr in Grenzen!
Was ist daran so verwerflich, wenn jemand nach so langer Zeit mit einem Standort verbunden ist, dort sesshaft geworden ist und sein soziales Umfeld hat. Was ist an der Situation besser, wenn man ständig dem Dienstort hinterher ziehen muss, dabei viel Zeit und Geld auf der Strecke bleibt oder die Woche über nur "aus dere Tasche lebt", d.h. eine dienstliche Unterkunft hat oder irgendwo ein möbliertes Zimmer, da man ja die "richtige" Wohnung mit Familie und allem drumherum "auch" noch hat?
Der Soldat unterschreibt zwar, dass er bundesweit einsetzbar ist, aber er ist und bleibt immer noch ein Mensch, der auch neben seinem Dienstposten ein Leben mit Familie und anderen sozialen Kontakten hat. Dass sowas regelmäßig bei ständigen Wohnortwechseln leidet bzw. die Anwesenheit nur an Wochenenden (oder seltener) gegeben ist, mag zum Soldatsein gehören, wie die Flöhe zum Hund, aber zielführend wird sowas längerfristig sicher nicht.
ZitatWas ist daran so verwerflich, wenn jemand nach so langer Zeit mit einem Standort verbunden ist, dort sesshaft geworden ist und sein soziales Umfeld hat.
Nichts! Und?
Ein Soldat muss z. B. Uniform tragen, ggf. sein Leben riskieren, whatever - Umzug gehört zum "Geschäft", wenn es passiert bringt "Wehklagen" nichts, ist eben so.
Ich habe dafür nicht mal Bedauern über.
okay wie hier einige schreiben, finden sie es persönlich ober hammer geil und das beste der welt, dass man andauernd ein neues leben aufbauen muss oder halt nur am wochenede leben darf... mit einer solchen einstellung, stehen hoffentliche diese soldaten mehr oder weniger alleine da. ich danke dir @InstUffzSEAKlima, dass du es genau so siehst wie ich.
es ist doch einfach nur " mir fällt kein genaues wort ein" dämlich so stuhr und mega hart zu schreiben.." tja ich bin soldat und somit muss ich alles geil finden und darf mir keine eigene meinung bilden" bla bla gelaber... ahh ich bekomm dabei plack. schön das diese soldaten damit so leben wollen" ich schreibe bewusst nicht können" aber nichts desto trotz ist es einfach der größte Punkt, wieso der Bundeswehr gutes Personal fehlt und die meisten jungen Menschen lieber in der Privsten Marktwirtschaft bleiben... da ist das ganze problem!!! BUNDESWEHR MUSS EINFACH FAMILIENFREUNDLICHER WERDEN!!!!!!!!!!!!!!!!
PS: ich wiederhole... ich lebe auch mit dieser entscheidung, aber eine änderung würde ich persönlich begrüßen, jeder der was anderes schreibt oder sagt, halte ich für menschlich abgestumpft und hat irgendwo was im leben falsch erlebt....
Zitat von: Dink125 am 09. August 2012, 15:28:48
aber nichts desto trotz ist es einfach der größte Punkt, wieso der Bundeswehr gutes Personal fehlt und die meisten jungen Menschen lieber in der Privsten Marktwirtschaft bleiben...
Klar, da sieht das ganz anders aus. Da wird man eingestellt, bleibt sein Leben lang am gleichen Ort im gleichen Betrieb und wird regelmäßig befördert mit einigen Gehaltserhöhungen zwischendurch. Schon mit dem Ausbildungsvertrag wird einem ein Immobilienkaufvertrag vom Notar nebst sicherer Rentenauszahlung überreicht.
@ Dink125:
Wie lange bist Du den schon Soldat?
Ich behaupte mal, ich habe mehr Tage als Res geleistet, als Du derzeit aktiv hast - dies ist der Fall bei vielen Diskussionsteilnehmern hier.
Ich bin übrigens auch für Weltfrieden ...
Na ja, er war wohl mal FWDL23 und ist jetzt Wiedereinsteller als SaZ!
Und damit habe ich alleine mehr Tage in Einsätzen verbracht als er Dienst-Tage hatte ... bis jetzt ;) !
Wieso fehlt der Bundeswehr eigentlich gutes Personal?
Nach meiner Info sind wir recht gut besetzt wenn wir mal die Mannschaftslaufbahn weg lassen. Die anderen Laufbahnen scheinen doch ziemlich "ausgebucht" zu sein. Hat sich da in den letzten Wochen etwas geändert?
Ich weiss übrigends auch nicht was die nächsten Jahre kommt. Werd ich OffzMilFd oder BUO, werde ich mit einem Laufbahnwechsel versetzt oder nicht, schreib ich einen Versetzungsantrag und werde versetzt oder werde nicht versetzt weil er abgelehnt wird oder bleib ich einfach an meinem Standort. Aber ich habs mir ja freiwillig ausgesucht. Würd ich nicht etwas an meiner Karriere basteln wäre ich die nächsten Jahre als Oberfeldwebel in meiner Einheit bis DZE und werde wohl ehr nicht versetzt. So könnte ich schon Jahre planen. Aber dann kann man ja sagen, was kommt nach DZE. Bekomm ich einen Job, wenn ja wo? Umziehn oder nicht usw. Das zieht sich doch irgendwo durchs ganze Leben. Aber auch als nicht Soldat kann man relativ schnell seinen Job verlieren, findet am Wohnort keinen neuen Job. Ok dann könnte man hartzen wenn man nicht um ziehn will, aber das bevorzugen nur Leute im Ruhrgebiet ;).
Ich würde für einen vernünftigen Job ÜBERALL hin ziehn.
Fakt ist aber auch das ich den TE trotzdem verstehn kann. Mir wär es auch recht wenn meine Dienststelle 3km um die Ecke wäre und ich jeden Tag mit dem Fahrrad nach Hause fahren könnte, zudem noch Gleitzeit hätte und jeden Tag die Sonne scheint bei schönen 25 Grad im Schatten. Was will man machen wir sind hier nicht bei Wünsch dir was.
Wenn man nicht mehr damit klar kommt schreibt man einen Antrag auf Dienstzeitverkürzung und hofft das dieser positiv entschieden wird. Im Moment sicher nicht der schlechtestes Zeitpunkt. Dann kann man sich neu orientieren.
Zitat von: Rollo83 am 09. August 2012, 16:02:51
Wieso fehlt der Bundeswehr eigentlich gutes Personal?
Ich möchte jetzt nicht persönlich werden aber wenn schon Du da einen Job bekommen hast ...?! :D
Na, rosa Pony und so ..
Lieber Dink125:
.. ich bin schon ein Freigeist und sage auch als Soldat gerne und oft meine Meinung.
Wenn man mir BEFIEHLT, Nachts mit dem Helm auf dem Kopf durch den Wald zu laufen, aber kein "Feind" auf mich schießen wird, mache ich eine GEGENDARSTELLUNG und argumentiere - wenn das Ergebnis dann ist, dass ich den Helm in der Kampftragetasche "mitschleppen" darf, obwohl es immer noch keinen "Feind" gibt, halte ich das für eine supoptimale Lösung, schreibe das in den Erfahrungsbericht, ggf. in eine Beschwerde / Meldung, whatever - aber ich setze den BEFEHL bestmöglichst um -
- und "weine" nicht hinterher über meinen Auftrag (... wie sagt meine Frau immer so schön, wenn ich mal etwas "wehklage" (mit der Zielsetzung Trost und Schonung) "Du machst das freiwillig ....")
Und das ist der Punkt: Willst Du nicht mit dem Helm durch den Wald laufen, werde halt kein Soldat.
Wenn Dir als Soldat etwas nicht gefällt, mach eine Gegendarstellung, schreib eine Beschwerde, whatever - aber weine nicht in einem Forum rum.
@ Fragensteller:
JEDER Beruf bringt Belastungen mit sich. So wie es beim Installateur beim Austausch von Abwasseranlagen oft gewaltig stinkt, wird ein Gärtner, Maurer oder Schornsteinfeger reglmäßig ziemlich schmutzig - und ein Straßenbauarbeiter bekommt im Sommer Sonnenbrand. Ein Bäcker weiß, dass er genauso wie ein Radiomoderator der Frühsendung jeden Werktag um 3 Uhr aufstehen muss und ab 4 uhr volle Leistungsfähigkeit zeigen muss. Es gibt Mitarbeiter in zivilen Unternehmen, die als Spezialisten neben ihrer Tagesarbeit in X-Projektgruppen mitarbeiten müssen und vor einem Burn Out stehen etc.
Das alles wissen die Angehörigen dieser Berufe genauso wie (Zeit und Berufs) Soldaten wissen, dass sie bundesweit versetzt werden können, in mehrmonatige Einsätze oder wochenlange Lehrgänge geschickt werden können. Und so wie Beschäftigte in zivilen Unternehmen ihren Arbeitsplatz wechseln können, konnen Soldaten Versetzungen widersprechen, Dienstzeitverkürzung oder Auflösung des ienstverhältnisses beantragen, wenn sie meinen, dass der Arbeitgeber "Bundeswehr" nichts mehr für sie ist.
Insofern halte ich eine Diskussion, die Sie hier anzetteln wollen, für wenig sinnvoll, weil eben jeder Beruf Schattenseiten hat - und die Lebenserfahrung sagt, dass es einen diesbezüglich nachteilsfreien Beruf wohl nicht gibt.
erstens, wieso werden wir hier nun persönlich?
ich vertrete nur eine bestimmte meinung.. muss nicht mal zwangsläufig meine sein.
Ich finde diese Unterhaltung und dieses Thema einfach sehr interessant und die aussagen einiger hier sind ja auch richtig.
Ich bin mit der Einstellung und dem wissen zur Bundeswehr gegangen, dass ich einen guten Job machen will und kann und dass wenn es eng wird halt so ist. Wenn der Dienstherr mir sagt, Du gehst nun nach Övelgönne bei Brake, dann gehe ich da hin. Nur muss man als Soldat diesen Standpunkt der Bundeswehr doch nicht 100% mit tragen oder? Man könnte denken, dass die Unterhaltung daraus schließen lässt, dass ihr gerne versetzt werdet. Nur darum geht es mir... Diese Belastung zusätzlich zum täglichen Dienst müssen ja nicht unbedingt sein. Nur darum ging es mir.
Dass man in diesen Forum nun beleidigent oder persönlich wird, weil man eure Meinung nicht vertritt halte ich für " naja" falsch.
Vllt finden sich ja noch mehr Soldaten, die meine Meinung vertreten und die Unterhaltung kann wieder in einen Normalen Maß weiter geführt werden.
Zitat von: Dink125 am 09. August 2012, 18:48:39Dass man in diesen Forum nun beleidigent oder persönlich wird, ...
Das ist in diesem Fred allerdings noch nicht vorgekommen, denn sonst hätte das rosa Pony schon Plaque auf den Zähnen bekommen ;) ! Wir waren alle noch (für unsere Verhältnisse!) lieb und nett gewesen! Du willst nicht wirklich miterleben, was abgeht, wenn wir mal richtig abgehn ... :D !
das man sowas von erwachsene Männern/Frauen die im Dienste des Staates arbeiten sowas erwarten muss... finde ich im moment schade... aber okay, das www schützt halt einfach zu viel und man ist soweit möglich noch anonym:)
Das ist bei uns hier wie im "richtigen Leben" ;) : Lebe damit oder ... stirb langsam :D !
Ich weiß ohnehin nicht, was Du Dich da so echauvierst! Der Kamerad hat zehn Jahre lang am gleichen Standort gelebt und hatte damit bedeutend mehr Glück als die meisten seiner Kameraden. Also, was heult der Vogel jetzt rum ;) ?
Und wenn Dir das nicht passt mit den Versetzungen, Kommandierungen, Lehrgängen, Einsätzen, etc. ... dann bewirb Dich bei der Stadtverwaltung, die geht wahrscheinlich nicht aus dem Städtle raus.
... wo ist denn die Auseinandersetzung bitte persönlich geworden? Diskussionen haben es an sich, dass verschiedene Meinungen, Fakten und Informationen zusammenkommen und ausgetragen werden. Das muss man genauso ertragen können wie Hinweise darauf, dass man falsch liegt.
Um als Offizier ge- und irgendwann befördert werden zu können, muss man in der Regel versetzt werden, da es die Vielschichtigkeit der Dienstposten nur an einzelnen Standorten gibt. Wenn Sie darüber diskutieren wollen, wie und ob das den Betroffenen gefällt, hätten Sie Ihre Frage anders stellen müssen.
Und dass ständiges Versetztwerden in Bezug auf Heimat und Famile keinen "Spaß" macht ist doch selbstverständlich. Warum sollte man das hier noch mal betonen?
Nur ist eben genau diese Mobilität und Flexibilität elementare Anforderung an einen Soldaten auf Zeit oder Berufssoldaten und deswegen erschließt sich mir nicht, warum darüber "diskutiert" werden sollte.
Augen auf bei der Berufswahl! Bundesweite Versetzbarkeit haut einem schon der Wehrdienstberater um die Ohren.
Gruß Andi
Wer hat sich eigentlich bei den anderen ...zig Standortschließungen seit 1990 "aufgeregt" und die "armen" Soldaten bemitleidet? Jetzt wird plötzlich medial auf die Tränendrüse gedrückt, dabei stehen die Schließungspläne doch schon lange genug fest. Scheint wohl nix Anderes im Sommerloch zu geben.
Nur mal ein paar Beispiele aus meiner "näheren" Umgebung:
- Lübeck
- Wentorf bei Hamburg
- Hamburg-Fischbek
- Hamburg-Rahlstedt
- Bad Segeberg
- Neumünster
- Schwerin (Stern-Buchholz)
- Dabel
- Karow
- Demen
Und bei den 4 Standorten in Westmecklenburg meine ich ausdrücklich nur die Bundeswehr- und nicht die NVA-Standorte!
So ist es halt das Soldatenleben. ;) Wenn ich mal meine bisherige Laufbahn zurückblicke, dann gibt es von allen Einheiten in denen ich mal war noch exakt drei. Darunter meine Truppenschule, die mittlerweile umgezogen ist und die Uni. Und Nummer drei - die letzte Einheit in der ich war - zieht demnächst auch um und fusioniert mit einer anderen.
Ich persönlich kann mich über zu viele Versetzungen mit Wechsel des Standortes wahrlich nicht beklagen, ich kenne aber genügend Soldaten, die nicht so viel Dusel hatten wie ich.
Und was die Standortschließungen angeht: viele (Lokal)Politiker entdecken doch ihre "Herz" für die Bundeswehr erst dann, wenn die Kaserne in ihrem Wahlkreis personell ausgedünnt oder geschlossen werden soll. Vorher haben die sich einen Sch*** darum gekümmert. Die Medien sind da nicht anders, die springen auf den Zug doch auch nur auf, wenn es nichts anderes aus der Gegend zu "berichten" gibt. Wie nannte man das mal? "Freundliches Desinteresse"? ... Pfffffttttt .... Gelächter.
Also ich habe nur Rollo beleidigt und der hat es auch verdient.
ZitatZitat von: Rollo83 am Heute um 16:02:51
Wieso fehlt der Bundeswehr eigentlich gutes Personal?
Ich möchte jetzt nicht persönlich werden aber wenn schon Du da einen Job bekommen hast ...?! :D
Bei mir wars ehr Mitleid. ;)
endlich mal sinnvolle beiträge.. diese sichtweise stimmt.
Die Medien greifen dieses Thema auch nur auf, da unser Herr von und zu Guttenberg den Kram angezettelt hatte und wusste, wie er die Medien drauf heiß machen konnte, nun muss de Maizier den Kram zuende tüddeln.Hinzu kommt, dass die Kommunalpolitiker nun aufeinmal ihre Steuereinnahmen weg ziehen sehen... auch dieses ist leider erbärmlich, aber leider ist es so...:(
Und Klaus, genau diese Aussage unterstreich ich, sehe ich genau so. dennoch vllt sollten wir nun drauf hoffen, dass die Bundeswehr nun fort an mehr Aufmerksamkeit bekommt und das nicht nur negativ und im zusammenhang mit ISAF. Hoffen wir drauf.
PS: wenn man diese Unterhaltung mal verfolgt, könnte man auch stellen weise den Eindruck gewinnen, dass viele Argumente gegen den Major auf Neid sich beziehen lassen,... wenn man so zwischen den Zeilen liest...:-)
Ich gebe zu, ich bin neidisch auf Soldaten, die das Glück haben... wieso auch nicht. Muss man ehrlich sein, dennoch werde ich meiner Arbeit ob in Flensburg oder München nach gehen, aber es sollte sich dennoch etwas ändern. Hat nun auch nichts mit geheule zutun, sondern mit einer vollen normalen menschlichen Einstellung.
Man kann von zu Guttenberg ja halten was man möchte aber wenn er maßgeblich dieses Strukturpaket zu verantworten hätte, warum hatte dann schon Struck den Zeitpunkt der Veröffentlichung vorgegeben?
Ich bedauere den Herrn Major aufrichtig. ::) 10 Jahre an ein und demselben Standort und jetzt soll er da "plötzlich und für uns alle unerwartet" weg! Kann ich locker toppen: ich war von 1981 bis zu meiner Zurruhesetzung Mitte 2006 am gleichen Standort. 8)
da wollt ja sonst auch keiner hin ;D ;D ;D
Dafür ist Dir ein ganzer Staat und eine ganze Armee weggebrochen, Klaus. ;D Ich bin ja wirklich ein Sargnagel: Wo ich jemals war wird früher oder später aufgelöst. Aber so etwas habe nicht einmal ich geschafft! ;D
Zitat von: Ralf am 09. August 2012, 20:23:50
da wollt ja sonst auch keiner hin ;D ;D ;D
Nee, ich ursprünglich auch nicht. :D
Der Major wird sicherlich nur in den nächstliegenden Standort versetzt der sich 35km weiter östlich befindet.
Dann kann man natürlich nicht mehr so schön mit dem Fahrrad zur Dienststelle fahren ;)
Dann soll er sich so'n elektrisches Fahrrad zulegen. ;D
Naja Major A13 Armutsgrenze, kennste doch. ;)
35 km ist ja wohl ein Witz bzw. eigentlich keiner Erwähnung wert. Auf dem zivilen Arbeitsmarkt werden mittlerweile Entfernungen von bis zu 150 km einfach als normal und selbstverständlich vorausgesetzt. Das ist dann die geforderte Mobilität/Flexibilität.
Allerdings kann man als ziviler AN sich ja eine andere Stelle irgendwo suchen, die die gewünschte Entfernung hat. Als Soldat, besonders in Regionen mit geringer Standortdichte, sind solche Versetzungswünsche nicht realisierbar. In Bayern z.B. war es bis vor einiger Zeit ja so, dass man selten weiter als 50 km fahren brauchte, um die nächste Kaserne/Dienststelle zu erreichen (ungeachtet der möglichen Dienstposten). Bis vor einigen Jahren war es auch kein Problem, dienstliche Unterkünfte zu nutzen, da diese vielerorts noch ausreichend vorhanden waren und mancherorts von allen DG-Gruppen genutzt wurden (eig. Erfahrung). Sowas ist heute kaum bzw. fast nirgends mehr möglich, daher bedarf es an dieser Stelle auch geänderter Sichtweisen. Es ist ein Unterschied, ob ich bei einer Versetzung lediglich eine dienstliche Unterkuft genutzt habe oder aber eine komplette Wohnung bzw. ein vergleichbares Quartier.
Naja, wenn man versetzt wird hat man ja meist Anspruch auf Trennungsgeld und dann wird dafür gesorgt das man irgendwo wohnen kann.
Natürlich nur bei den Kameraden die Anspruch drauf haben.
Aber das mit den 35km war nur ein Scherz meinerseits, keine Ahnung wohin der Kamerad versetzt wird.
Übrigends über 150km einfach wäre ich sowas von Glücklich.
Ich war auch nie näher als 300 km vom Wohnort stationiert. Mir war persönlich war auch die Heimatnähe nicht da Wichtigste, sondern meine Verwendung und Tätigkeiten im Standort. Mit einem DP in einem StO, der mit zwar tägliche Heimfahrt ermöglicht hätte, aber nicht meinen Fachgebieten entsprochen hätte, wäre ich nicht zufrieden gewesen. Als SaZ plan(t)e ich aber auch für das "Hinterher", also die Zeit des BFD bzw. danach.
Also ich muss auch nicht jeden Tag zu Hause sein deswegen wären z.B. 150 -200km für mich absolut ohne Probleme zu ertragen.
Die 400km die ich vor allem durch Frankfurt oder Köln muss sind vom fahren her eigentlich nicht erträglich aber was willste machen ne. Der Umzug wird auch nicht mehr lange dauern wenn ich nächstes Jahr weiss was Sache ist. Deswegen will ich auch gar nich rum heulen.
genau so sehe ich es ja auch... und da muss der soldat beim kopfe gepackt werden. Diese ständige versetzerei, will de Maizier ja auch abschaffen, aber das wird wohl" wunschdenken" bleiben.
Wir wissen ja worauf wir uns eingelassen haben, jammert hilft zwar nicht direkt, aber manchmal mal luft lassen hilft für einen gewissen moment oder?
PS: ich muss 420km fahren..... und sitz auf einer Wolkestelle" springerstelle".
Du tust ja so, als ob die Bundeswehr ihre Soldaten aus reiner Boshaftigkeit oder Selbstzweck quer durch die Republik versetzt.
Die Versetzungen haben ja schon nen Hintergrund- sei es, dass es zum passenden Zeitpunkt keinen förderlichen Dienstposten am Standort gibt, sei es dass der Standort umstrukturiert oder aufgelöst wird, sei es, dass es am Ausbildungsablauf liegt.
Schön ist das nicht und eine Belastung ist es auch- aber die Bundeswehr wird zumidnest seit ich bei dem Verein bin, ständig umstrukturiert. Wünschenswert wäre, dass da endlich mal Ruhe rein kommt.
Man kann sich das ja am Beispiel eines SanOAs anschauen: Grundausbildung am Standort 1, an diesem Standort kann man aber nicht sein Studium absolvieren-also nach der AGA Versetzung an den Studienort. Folgeverwendung ist an einem BWK- davon gibt es aber nur 4- also werden die meisten nach dem Studium wieder versetzt. Manche haben Glück und können in der Gegend bleiben, manche müssen weiter weg. Evtl. hat man sich zu dem Zeitpunkt auch nen Fachgebiet ausgesucht, in dem es aber in der Nähe des bisherigen Standort gar keine oder keine freien Stellen gibt.
So- nach ca 2 1/2 Jahren geht es wieder weiter. Jetzt kommt nämlich die Truppenarztphase- da müssen aber Stellen bundesweit und nicht nur in der Nähe der BWKs besetzt werden. Je nach dem kann man dort mit etwas Glück bis DZE bleiben- oder der Dienstposten fällt im Rahmen einer Umstrukturierung weg oder man will Karriere machen und braucht eine Führungsverwendung. Jetzt kann sein, dass der Dienstposten als Staffelchef frisch besetzt ist, man also keine Chancen hat, da in absehbarer Zeit dran zu kommen. Also wird man nen neuen Standort suchen müssen
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In anderen Verwendungen kann das ähnlich aussehen.
Zitat von: ulli76 am 10. August 2012, 19:16:07
die Bundeswehr wird zumidnest seit ich bei dem Verein bin, ständig umstrukturiert. Wünschenswert wäre, dass da endlich mal Ruhe rein kommt.
Zu Zeiten der früheren Heeresstukturen, welche zwar in sich abgeschlossen werden sollten, gab es keine "Ruhephasen", da bevor die Zielstuktur eingenommen wurde, bereits die nächste Strukur anstand. Mit der Transformation wurde ja gewissermaßen eine dauerhafte Anpassung, Umgliederung, und -stukturierung ausgerufen und umgesetzt.
Wer schnell Karriere machen möchte, muss schon seine Opfer bringen. Kameraden mit einer "Allerwelts-ATN" hingegen, die ihren Enddienstgrad und /oder Verwendungsdauer erreicht haben, sehen das i.d.R. anders.