HALLO KAMERADEN,
ICH HÄTTE MAL EINE FRAGE BEZÜGLICH VERWENDUNGSFÄHIGKEIT.
WIE KANN ES SEIN, DASS EIN SOLDAT TROTZ EINER BELEGTEN KRANKHEIT DIE LAUT ZDv 46/1 UNTER GESUNDHEITSZIFFER VI / 6 EINGESTUFT WIRD VOLL VERWENDUNGSFÄHIG GESCHRIEBEN WIRD?
DIE KRANKHEIT WURDE WÄHREND EINER OP NACH EINEM UNFALL IM ÄRZTEBERICHT VOM KRANKENHAUS AN DEN TRUPPENARZT FESTGEHALTEN, JEDOCH WURDE DER SOLDAT NIE ÜBER DIE KRANKHEIT VON SEINEM TRUPPENARZT INFORMIERT.
Und warum brüllen Sie so? >:(
Caps Lock?
Hä? Was soll der Truppenarzt dem Soldaten nicht gesagt haben? Wieso weiss der nichts über die Krankheit wenn er deswegen operiert wurde? Wieso weisst du, was in den Akten steht?
In welchem Rahmen wurde der Soldat voll verwendungsfähig geschrieben?
Ok,
Also nehmen wir mal an der Kamerad hat einen Spontanpneumothorax erlitten, welcher nach der ersten OP nur mit Drainage behandelt wurde.
Nach ca. einer Woche, wurde die Drainage entfernt und die Lunge ist wieder zusammengefallen.
Danach wurde entschieden eine atypische-resektion des Oberlappens durchzuführen und 2 neue Drainagen zu legen.
Sagen wir dass dies auch soweit alles geklappt hat.
Während der OP wurden dem Kameraden jedoch Gewebeteile entnommen die untersucht wurden.
Bei diesen Untersuchungen stellte man geringe Pleurafibrose fest, welches auch soweit im Ärztebrief vermerkt wurde.
Die operierenden Ärzte informierten den Kameraden nicht über diese Feststellung, weder hat es der behandelnde Truppenarzt getan.
ZDv 46/1 Lunge = Gesundheitsziffer 6 = Lungenfibrose jeglicher Genese
ZDv 46/1 Lunge = Gesundheitsziffer 3 = Spontanpneumothorax soweit nicht rezidiviert
ZDv 46/1 Lunge = Gesundheitsziffer 6 = rezidivierter Spontanpneumothorax
Voll verwendungsfähig im Rahmen einer Weiterverpflichtung.....
Ooops.Ok,man müsste schauen, wie das mit der Lungenfibrose genau aussieht. Als junger Mensch sollte man die ja eigentlich gar nicht haben.
Wahrscheinlich wurde das Ereignis des Pneus als ein Ereignis gewertet. Rezidiv wäre wenn das einmal komplett ausgeheilt ist und das dann später nochmal passiert.
Wie der an seine Tauglichkeit gekommen sein kann:
- Ausnahmegenehmigung. Dafür muss es auch nicht zwingend Auflagen oder Einschränkungen geben.
- Befund wurde übersehen. Dann hat der Soldat einfach Glück gehabt. Kommt ab und an mal vor.
- Befund wurde absichtlich übersehen. DAS wäre ziemlich doof- aber auch dann hätte er Glück gehabt.
Zitat von: ulli76 am 10. Februar 2013, 01:14:57
Wie der an seine Tauglichkeit gekommen sein kann:
- Ausnahmegenehmigung. Dafür muss es auch nicht zwingend Auflagen oder Einschränkungen geben.
sprich der LSO hat die Ar..Aphakarte wenn was passieren sollte
Zitat
- Befund wurde übersehen. Dann hat der Soldat einfach Glück gehabt. Kommt ab und an mal vor.
- Befund wurde absichtlich übersehen. DAS wäre ziemlich doof- aber auch dann hätte er Glück gehabt.
Der untersuchend Arzt hat die selbige wenn was passieren sollte
man bedenke - die presse und auch die dienstaufsicht zerfleischt jeden ;)
Der Kamerad hat jetzt nach 1 1/2 Jahr erfahren dass er unter Pleurafibrose leidet die ihn auch Akut beim atmen Probleme bereitet, nachdem er im San-Zentrum war und sich für seine Krankenhaustagegeldversicherung nur die Bestätigung des Krankenhauses über den Vorfall geben lassen wollte und gleich auch noch eine Kopie des Ärzteberichtes bekommen hat....
Ist schwer zu sagen. Der Kamerad sollte sich unbedingt mit dem SanBereich in Verbindung setzen und den Befund genau erklären lassen.
Es kann auch gut sein, dass die Fibrose gar nichts mit der Atemnot zu tun hat, sondern damit, dass er an der Lunge operiert wurde.
Man müsste z.B. auch eruieren, ob er vor dem Pneumothorax schon Atemprobleme hatte. Wenn nicht halte ich es für ausgeschlossen, dass es jetzt an der Fibrose liegt.
Pleurafibrose bleibt trotzdem Fakto für Gesundheitsziffer 6 oder?
Ich meine das einatmen von Pulvergasen und Nanopartikeln bei Schussabgabe mit der Dienstwaffe bleibt ja trotzdem schädlich für die Lunge.
Vorallem wenn man schon unter Pneu und Pleurafibrose leidet....
Ich hab noch nie davon gehört, dass da irgendjemand wegen Schießen mit der Lunge Probleme bekommen hätte. Selbst unsere Einsatzverwundeten mit Lungenverletzungen haben da kein spezielles Problem.
Ja, die Pleurafibrose ist per Definition eine VIer-Gradation. Da ich den genauen Befund nicht kenne, weiss ich aber nicht, warum die nicht vergeben wurde. Evtl. wegen nur minimalem Befund ohne klinische Relevanz.
Ich weiss aber grad nicht, worum es dir geht. Anscheinend bist du ja der Betroffene: Sprich mit dem Truppenarzt und lass dir den Befund genau erklären. Wenn du denkst, dass du keine Tauglichkeit hättest bekommen sollen und du aus Angst um deine Lunge nicht mehr Schießen willst/raus aus der Bw willst, dann schreib ne Meldung, dass die Tauglichkeit fehlerhaft war und nen Antrag auf Entlassung deswegen.
Interessanter wäre eher wo die Fibrose her kommt.
Edit: Der Truppenarzt kann dir dann auch sicher erklären, warum keine VI44 vergeben wurde.
Ich bin zwar nicht die betroffene Person, versuche dem Kameraden nur zu helfen weil er nicht weiss wie er handeln soll.
Aber danke für die Informationen, werde ihm diesen Rat weiterleiten
Ja, es ist immer wieder faszinierend, wie völlig unmenschlich und unprofessionell gerade Bundeswehrfachärzte in den Bundeswehrkrankenhäusern mit Diagnosen umgehen. Ich habe es selbst schon mehrfach erlebt, dass mir im Krankenhaus relevante Diagnosen nicht mitgeteilt wurden, obwohl ich nach der Diagnose und Laborauswertungen noch mit dem Arzt gesprochen habe. War dann immer ein großes Hallo in den Fällen, in denen mich der Truppenarzt dann bei der "Befunderöffnung" gefragt hat "Wie Ihnen sicherlich schon eröffnet wurde, wurde bei Ihnen XY diagnostiziert, welche Absprachen haben sie diesbezüglich denn mit dem Facharzt getroffen?" und ich dann ein etwas überraschtes Gesicht gemacht habe. Ist auch schon mehrfach passiert, dass Diagnosen aus einem BwK so untergegangen sind, weil ich davon nichts wusste und es aus dienstlichen Gründen nie zu einer "Befunderöffnung" durch den Truppenarzt gekommen ist (und je dicker die G-Akte, desto weniger genau schaut da ein Arzt auch bei einer BA 90/5 rein).
Seit dem mir das das letzte mal passiert ist bestehe ich im Krankenhaus immer darauf, dass mir vor Ort alle Befunde mitgeteilt werden, denn alles andere ist so eine Art Stille Post gepaart mir Russisch Roulette.
Gruß Andi
Ich wollte nur mal kurz los werden das ich trotz T6 voll verwendungsfähig bin.
Ich hab bis jetzt jeden 90/5 bekommen egal ob BCE, ÜLE , Auslandsdienstverwendungsfähigkeit, Tropendienstverwendungsfähifkeit usw.
Sicherlich hab ich nichts an der Lunge und das was ich hab schränkt mich eigentlich auch nicht ein, aber Fakt ist, ich bin auch T6.
Wie kann das sein?
Also langsam verwirren mich manche Sachen beim Bund.
Ja der Kamerad hat schon einiges durchgemacht mit seiner Lunge, denke dass es für die BW und für ihn besser sein wird wenn er DU wird.
@Rollo:Ne,du bist damit nicht voll verwendungsfähig,sondern verwendungsfähig mit erheblohen Einschränkungen.Auch wenn das mit keinen Auflagen verbunden ist.
@Wheretogo:Ich glaub kaum,dass du das beurteilen kannst.
Ja Ulli du hast natürlich recht. Aber wo ist der Sinn bei dem Status wenn man keine Auflagen hat.
Der TE ist T6 und somit doch auch Verwendungsfähig mit erheblichen Einschränkungen oder steht in der G Akte drin T6 und voll Verwendungsfähig ? Das kann ich mir nicht wirklich vorstellen.
Nein,der Bekannte des TE sollte evtl eine VIer Gradation haben. Das wäre T5 und nicht T6.
Ach so OK, jetzt versteh ich das. Da wurde eine Diagnose mit der falschen Gradation betitelt und somit der Status falsch vergeben. Mhhh kann jedem mal passieren wie ich finde, niemand ist unfehlbar.
Zitat von: Rollo83 am 11. Februar 2013, 13:32:36
niemand ist unfehlbar.
Doch, aber der ist gerade zurückgetreten.
Ich hab's auch grad gehört. Vielleicht wird der Papst jetzt Reservist. ;)
Zitat von: Rollo83 am 11. Februar 2013, 14:02:43
Vielleicht wird der Papst jetzt Reservist. ;)
Der extremste Elite-Resi-Sniper überhaupt: "One Shot. One Kill. Infallible."
LOL
Ob da wirklich ne falsche GZ vergeben wurde (Befund übersehen, HistoBefund noch nicht da oder absichtlich)oder ob der TrA im Rahmen eines Ermessensspielraums eine niedrigere Gradation vergeben hat,wissen wir noch nicht.
Es gibt Argumente für beide Möglichkeiten.
Also der Kamerad hat mir gesagt dass der TrA kein TrA war sondern ein Vertragsarzt der ihn direkt nach dem KH-Aufenthalt "behandelt" hat und dieser hat schon einen sehr bizarren Ruf in der Truppe...
Bezüglich der Weiterverpflichtung war er zwar im BWZK, aber ohne G-Akte weil seine SanStaffel am Tag vor Abreise geschlossen war und ihm keiner seine G-Akte aushändigen konnte.
Die Ärzte dort haben das wohl nicht so eng gesehen und er meinte dass von den 4-5 Tests nur 2 durchgeführt wurden und die im BWZK wohl auch die ganze Sache etwas lockerer gesehen haben.
Was wäre denn T5?
Achso- der ist zur Begutachtung extra zum BWK geschickt worden und die haben die Gesundheitsziffer III44 vorgeschlagen? Mei- wenn denen 2 Tests reichen um eine Entscheidung zu treffen, dann ist doch gut.
T5 bedeutet dauerhaft untauglich.
Ja aber komplett ohne Akte ??? Ist das nicht etwas fahrlässig lol
Oder bin ich zu Seriös?
Na toll- das haste uns bisher gar nicht erzählt und nur dumm rumraten lassen, wie es zu der GZ gekommen sein kann. Du hast ja sogar impliziert, dass der Truppenarzt Mist gebaut hat.
Je nach dem, wo das vorher behandelt wurde, wird das BWK die Unterlagen von dem Aufenthalt gehabt haben und je nach Fragestellung (z.B. Lungenfunktion nach der OP) braucht man auch die Akte nicht unbedingt.
Nach der OP wurde ja nie eine neue GZ vergeben. Der Kamerad wurde einfach weiter im Dienst belassen, 1 Jahr später wurde ein 90/5 gefertigt wegen Weiterverpflichtung...
Klar wurde er ins BWZK geschickt ( ohne Akte ), nein die hatten keine Unterlagen da der Kamerad in einem zivilen Krankenhaus notbehandelt wurde und das BWZK keine Unterlagen hatte....
Naja egal ich hab es ihm jetzt mal weitergeleitet und verweile auch weiteres
Ohne 90/5 wird ja auch keine GZ vergeben.
Zitatnein die hatten keine Unterlagen da der Kamerad in einem zivilen Krankenhaus notbehandelt wurde und das BWZK keine Unterlagen hatte....
Halten wir also fest - der EINZIGE, der alle Informationen hatte (der Kamerad) hat versäumt, diese weiterzumelden - noch hat er diese OP bei der Weiterverpflichtung angegeben.
Wo ist jetzt das Problem? Will er raus, oder was?
ZitatWo ist jetzt das Problem? Will er raus, oder was?
Natürlich will er raus. Und wenn man mal alle Nachrichten von @wheretogo verfolgt, dann
weiß man auch um wen es geht.