Hallo zusammen,
eines vorweg. Ich bin Zivilist, habe nie gedient und bin bei der Freiwilligen Feuerwehr. Ich habe einen guten Freund der sich sehr für die Bundeswehr als Arbeitgeber interessiert und sich noch dieses Jahr bewerben möchte. Er ist 26, hat einen schlechten Hauptschulabschluss und natürlich bis jetzt keine Ausbildung. Er hat sich informiert und möchte sich für 8 Jahre als "einfacher" Soldat verpflichten lassen.
Nun zum eigentlichen Problem....er hat eine leichte Behinderung. Ich habe ihn darauf angesprochen und er hat gesagt dass er auch nicht weiss ob er damit genommen wird. Deshalb Frage ich einfach Mal ganz offen...ist eine leichte Behinderung ein Ausschlusskriterium? Oder hat man da sogar Chancen bevorzugt zu werden, wie es teilweise im öffentlichen Dienst anderer Behörden der Fall ist?
Ich würde es ganz gern wissen um ihm da zur Seite zu stehen, vielen Dank für hilfreiche Antworten!
Ohne genau zu wissen, um was es sich bei der leichten Behinderung handelt, wird hier niemand eine ungefähre Einschätzung geben können.
Nun ja, das ist etwas prekär...es handelt sich um eine leichte geistige/psychische Sache. Eigentlich ist er ganz normal
Der Freund soll sich bewerben - dann bekommt er eine individuelle, qualifizierte, rechtssichere Auskunft von seinem Musterungsarzt.
Viel Erfolg.
Gegenfrage würden Sie jemanden der geistig nicht 100% auf der Höhe ist neben sich im Gefecht haben wollen?
Oder ihm überhaupt eine scharfe Waffe in die Hand geben wollen?
Ganz nüchtern betrachtet sehe ich da keine Möglichkeit und erst Recht keine Bevorzugung dafür ist der Beruf zu speziell in seinen Anforderungen.
Das kann ich als nicht Soldat schwer beurteilen, allerdings hätte ich ein schlechtes Gefühl jemandem eine Waffe in die Hand zu geben der sich in einem Forum"killburn" nennt...aber gut das ist Ansichtssache
Mein Freund ist eigentlich ganz normal, nur halt nicht so intelligent, und manchmal etwas verpeilt.
Nochmal: Er soll sich bewerben.
Wenn diese Behinderung zu ausgeprägt ist, kann ggf. keine Eignung vorliegen.
Da gibt es zwei Aspekte: Bei zu geringem IQ ist er aus gesundheitlichen Gründen nicht geeignet. Bei sonstiger fehlender Bildungsfähigkeit (dafür spricht ja der schlechte Hauptschulabschluss) wird er keine Eignung bekommen.
Mal davon abgesehen, wird es vermutlich nur zum Mannschafter reichen, dann ist er nach 4 bzw. 8 Jahren wieder raus und hat immer noch keine Ausbildung (ok, wenigstens hat er was ordentliches gemacht, was ganz gut bei Bewerbungen kommt. Besser als abreitslos.).
Hat er eigentlich mal überlegt, sich ne Ausbildungsstelle in den nicht soo beliebten Branchen zu suchen? Die Baubranche sucht händeringend Leute. Solange er Sicherheitsanweisungen versteht und umsetzen kann was sein Polier ihm verklickert, ist Intelligenz nicht DAS Hauptkriterium für eine Einstellung. Hauptsache er ist zuverlässig, kann anpacken und passt in´s Team.