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Politik und Zeitgeschehen => Aus Presse und Medien => Thema gestartet von: FoxtrotUniform am 13. Mai 2020, 20:22:07

Titel: KSK Kommandeur stellt "Ultimatum" an alle rechtsextremen Kameraden
Beitrag von: FoxtrotUniform am 13. Mai 2020, 20:22:07
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/bundeswehr-ermittler-finden-ak-47-und-sprengstoff-bei-ksk-elitesoldaten-a-975b48bc-4ebd-4311-a7c7-d3686a1b93c0?sara_ecid=soci_upd_KsBF0AFjflf0DZCxpPYDCQgO1dEMphÜ


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Titel: Antw:Waffen- und Sprengstofffund bei einem KSK Soldaten
Beitrag von: F_K am 13. Mai 2020, 20:58:09
Unglaublich.

(Einen AK 47 Klon kann man ja noch ggf. legal besitzen, aber "Plastiksprengstoff" ist wohl nicht legal zu haben ... )
Titel: Antw:Waffen- und Sprengstofffund bei einem KSK Soldaten
Beitrag von: HubschrauBär am 14. Mai 2020, 06:27:08
Ich glaube auch nicht, dass die Absichten dahinter legal waren ;-)

Bleibt zu hoffen, dass das BAMAD das Netzwerk "zeitnah" restlos aushebt.
Schwierige Aufgabe natürlich, aber die Hoffnung stirbt zuletzt.

Es wäre schön, wenn um den Verband langsam Ruhe einkehrt.

Titel: Antw:Waffen- und Sprengstofffund bei einem KSK Soldaten
Beitrag von: LwPersFw am 14. Mai 2020, 09:53:07
Ich glaube auch nicht, dass die Absichten dahinter legal waren ;-)

Bleibt zu hoffen, dass das BAMAD das Netzwerk "zeitnah" restlos aushebt.
Schwierige Aufgabe natürlich, aber die Hoffnung stirbt zuletzt.

Es wäre schön, wenn um den Verband langsam Ruhe einkehrt.


Alte Prägungen/Geisteshaltungen wirken bei Einigen zum Teil länger...und werden über Generationen weitergegeben...

"Ex-KSK-Chef lobt NS-Spezialeinheit als Vorbild

Ein Buch mit dem Titel "Geheime Krieger", das gleich zwei deutsche Eliteeinheiten in Verruf bringt, alarmiert Berliner Verteidigungspolitiker. Darin loben der ehemalige KSK-Chef Günzel und der legendäre GSG-9-Gründer Wegener eine berüchtigte NS-Spezialtruppe als Vorbild.

Hamburg - In dem Werk stellt der ehemalige Brigadegeneral Reinhard Günzel das Kommando Spezialkräfte (KSK) und seine Elite-Soldaten in die Tradition der Wehrmachts-Spezialdivision "Brandenburg". "Die Kommandosoldaten wissen genau, wo ihre Wurzeln liegen", schreibt Günzel, der bis Ende 2003 Kommandeur des KSK war, das auch in Afghanistan zum Einsatz kam. Die Einsätze der Division "Brandenburg" gälten "in der Truppe als geradezu legendär".

Den selben Ton schlägt als Mitverfasser der Generalmajor a. D. Ulrich Wegener an, Gründer und langjähriger Kommandeur der GSG 9, der Antiterroreinheit der Bundespolizei. Wegener, der 1977 die Erstürmung der entführten Lufthansa- Maschine "Landshut" befehligte und zum "Helden von Mogadischu" wurde, schreibt, Kameradschaft und Korpsgeist ließen sich "vor allem bei den Brandenburgern studieren".

Wie die dubiosen Vorbilder operierten, berichtet der dritte Autor, Wilhelm Walther, Ex-"Brandenburger" und zeitweiliger Stabschef des SS-Obersturmbannführers Otto Skorzeny: Die Kampfweise der Einheit sei von "List und Tücke geprägt" und die meisten Einsätze "nicht von dem damaligen Kriegsvölkerrecht gedeckt" gewesen."

(Quelle: Spiegel.de, 2007)

Titel: Antw:Waffen- und Sprengstofffund bei einem KSK Soldaten
Beitrag von: Tommie am 15. Mai 2020, 10:04:03
Gemäß als seriös einzustufender Quellen wurde der betreffende Soldat inzwischen in Haft genommen! Es wird dann vermutlich auf eine Nachversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung für ihn hinaus laufen, wenn man ihn denn aufgrund der Strafe aus der Bundeswehr "ausgesondert" hat! "If you take the Risk, you should be able to deal with it" …

Mein Mitleid mit dem "Kameraden" hält sich sehr in Grenzen!
Titel: Antw:Waffen- und Sprengstofffund bei einem KSK Soldaten
Beitrag von: F_K am 15. Mai 2020, 10:30:26
Nur zur Einordnung meines Kommentars:

Meldungen in der Presse sind bezüglich Waffen / Sprengstoff / Recht oft sehr ungenau - und deshalb schwer zu beurteilen.

So wird man z. B. bei einer Hausdurchsuchung bei einem Legalwaffenbesitzer (Jäger, Sportschütze, Sammler, Berufswaffenträger, ..) IMMER Waffen und die dazugehörige Munition finden - wenn die Aufbewahrung "stimmig" gewesen ist, liegt dann aber nicht mal eine OWi vor, geschweige denn eine Straftat.

Insoweit benötigt man weitere Informationen zur Einordnung einer solchen Meldung.

In diesem Fall scheinen es aber illegale Waffen / Stoffe gewesen zu sein - und dies sind dann immer erhebliche Straftaten, die natürlich entsprechend gewürdigt werden müssen und auch werden.
Titel: Antw:Waffen- und Sprengstofffund bei einem KSK Soldaten
Beitrag von: FoxtrotUniform am 15. Mai 2020, 21:35:16


Mein Mitleid mit dem "Kameraden" hält sich sehr in Grenzen!

Zumal er als Kommandosoldat selbst mit Vorstrafe eine lukrative Tätigkeit finden wird.

Das Thema wird natürlich hochgekocht, doch um so einen "Job" für die BRD zu machen, Bedarf es schon eines ausgesprochen ausgeprägten Patriotismus. Das in Kombination mit altem Geist bei Einzelnen (siehe Beitrag LwPersFw) und dem präzisem Detailwissen, aus welcher Ecke der Welt das personifizierte Böse (zum Beispiel der IS) strömt, mag der Stolz auf die Heimat im Einzelfall(!) auch mal zu weit nach rechts rutschen.

Ich denke aber - den von mir verlinkten Fall mal außen vor - es wird der anerkennend Vergleich zu dem taktischen Vermögen von Spezialeinheiten der Weltkriege oft mit einer Indentifikation mit deren Gesinnung gleichgesetzt.

In jedem Fall sollte m.E. bei Ermittlungen gegen Angehörige des Calwer Verbandes die Öffentlichkeit außen vor bleiben.

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Titel: Antw:Waffen- und Sprengstofffund bei einem KSK Soldaten
Beitrag von: LwPersFw am 16. Mai 2020, 11:24:02

In jedem Fall sollte m.E. bei Ermittlungen gegen Angehörige des Calwer Verbandes die Öffentlichkeit außen vor bleiben.


Die Bundeswehr ist eine demokratische Parlamentsarmee.
Und das schließt das KSK und jede andere Eliteeinheit der Bw, z.B. unsere Kampfschwimmer, ausnahmslos ein.

Das bedeutet nicht, dass Geheimes nicht geheim bleibt. Im Gegenteil.

Und ich habe auch hohen Respekt und hohe Anerkennung vor/für unsere/n Kameraden bei unseren SpezKr, durfte selbst einige kennenlernen...

... wenn sich Einige von ihnen aber außerhalb des demokratischen Rahmens bewegen, egal ob ehemaliger Kdr, oder Uffz m.P. ,
... oder sogar Straftaten begehen ... ist dies nach rechtsstaatlichen Grundsätzen zu verfolgen, wie bei jedem anderen Bürger auch ...

... und im Rahmen des Datenschutzes... darf dann sehr wohl auch darüber öffentlich berichtet werden ... auch wie bei jedem anderen Bürger ...

Das nennt sich Demokratie... auf deren Verteidung wir alle ... auch die SpezKr ... einen Eid geleistet haben.

Wem das nicht gefällt ... soll halt kündigen und zu Silvercorp oder Wagner gehen...
Wie ja richtig erwähnt ... die nehmen ihn bestimmt sofort.
Titel: Antw:Waffen- und Sprengstofffund bei einem KSK Soldaten
Beitrag von: F_K am 16. Mai 2020, 12:05:49
Nunja, Handhabung von Waffen in DEU wird wohl nicht mehr möglich sein - auch keine Arbeit im Sicherheitsbereich in DEU - im Ausland mag das Anders gesehen werden.

Über die "Forderung" von FU bin ich sehr verwundert - Disziplinarverfahren sind nicht öffentlich,  Strafverfahren aus guten Gründen sehr wohl - da geht es auch um den Schutz der Angeklagten.
Titel: Antw:Waffen- und Sprengstofffund bei einem KSK Soldaten
Beitrag von: FoxtrotUniform am 16. Mai 2020, 14:05:33


Über die "Forderung" von FU bin ich sehr verwundert - Disziplinarverfahren sind nicht öffentlich,  Strafverfahren aus guten Gründen sehr wohl - da geht es auch um den Schutz der Angeklagten.

Ich rede zunächst nur von den (strafrechtlichen) Ermittlungen. Es ist gut, wichtig und richtig gegen Menschen in einer Parlamentsarmee juristisch  vorzugehen, wenn diese ein Problem mit der FDGO haben oder strafrechtlich derart in Erscheinung treten.
Ebenso ist es klar, dass solche Verfahren per se öffentlich sind. Dem Identitätsschutz - auch dem der unbeteiligten Kameraden - sollte jedoch hohe Aufmerksamkeit zu Teil werden.





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Titel: Antw:Waffen- und Sprengstofffund bei einem KSK Soldaten
Beitrag von: HubschrauBär am 16. Mai 2020, 15:12:09
Grundsätzlich halte ich es für zweckmäßig, die Ermittlungen und Verfahren an sich natürlich öffentlich zu begleiten.
Im stillen Kämmerlein stellt sich sicher kein abschreckender Effekt für andere ein.

Gesichter und Klarnamen müssen selbstverständlich vor einer rechtskräftigen Verurteilung geschützt bleiben. Das schließt eine Verhandlung von Publikum wohl aus.
Titel: Antw:Waffen- und Sprengstofffund bei einem KSK Soldaten
Beitrag von: HubschrauBär am 16. Mai 2020, 15:13:00
vor Publikum
Titel: Antw:Waffen- und Sprengstofffund bei einem KSK Soldaten
Beitrag von: wolverine am 16. Mai 2020, 16:07:26
Das kann von der Kammer  ausgeschlossen werden. Mit Begründung.
Titel: Antw:Waffen- und Sprengstofffund bei einem KSK Soldaten
Beitrag von: F_K am 16. Mai 2020, 17:37:59
Grundsätzlich wird öffentlich Anklage erhoben - öffentlich!
Titel: Antw:Waffen- und Sprengstofffund bei einem KSK Soldaten
Beitrag von: wolverine am 16. Mai 2020, 19:52:04
Von dem Grundsatz gibt es Ausnahmen.
Titel: Antw:Waffen- und Sprengstofffund bei einem KSK Soldaten
Beitrag von: F_K am 16. Mai 2020, 19:59:01
Selbstverständlich - so sind z. B. Jugendsachen grundsätzlich nicht öffentlich - der hier in Haft genommene ist für diese Ausnahme der Regel etwas zuvalt.
Titel: Antw:Waffen- und Sprengstofffund bei einem KSK Soldaten
Beitrag von: wolverine am 16. Mai 2020, 20:01:59
Aber auch Staats- und Geheimschutzsachen können nicht öffentlich verhandelt werden oder müssen dies sogar. Und genau hierum ging es FU wohl.
Titel: Antw:Waffen- und Sprengstofffund bei einem KSK Soldaten
Beitrag von: F_K am 17. Mai 2020, 09:36:45
Schiess- und Sprengvorhaben der BW unterliegen keinem besonderen Schutzbedürfnis - und Straftaten am Wohnort eines Soldaten ebenfalls nicht.

Nur weil viele Dinge dieses besonderen Verbandes schutzbedürftig sind kann ich hier keinen Grund des Ausschlusses der Öffentlichkeit erkennen.

(Staatsanwaltschaft und Richter im konkreten Verfahren scheinen das ähnlich zu sehen ... )
Titel: Antw:Waffen- und Sprengstofffund bei einem KSK Soldaten
Beitrag von: 2Cent am 17. Mai 2020, 11:45:23
Naja Schieß und Sprengvorhaben in geheimen Einsätzen unterliegen jedoch der Geheimhaltung.
Wenn er erzählt wo er was abgezwackt hat könnte es durchaus Geheimnisvoll werden.

Aber grundsätzlich sehe ich ansonsten auch keine Grund ihn anders zu behandeln wie jeden anderen auch.
Titel: Antw:Waffen- und Sprengstofffund bei einem KSK Soldaten
Beitrag von: F_K am 17. Mai 2020, 12:04:31
Ja.

Wahrscheinlich wurde die Munition / Sprengstoff im Rahmen der Ausbildung entwendet - z. B. bei einer "scharfen" Zugangssprengung zu wenig Sprengstoff zu verwenden ist wirklich gefährlich und gefährdet den Erfolg des Einsatzes - halte ich für wenig wahrscheinlich (plus Probleme Transport aus Einsatzland zurück ...)
Titel: Antw:Waffen- und Sprengstofffund bei einem KSK Soldaten
Beitrag von: F_K am 17. Mai 2020, 12:07:31
Natürlich kann das Gericht im Einzelfall dann auch zeitweise die Öffentlichkeit ausschließen.
Titel: Antw:Waffen- und Sprengstofffund bei einem KSK Soldaten
Beitrag von: LwPersFw am 17. Mai 2020, 12:46:41
Zerbrecht Euch doch nicht den Kopf über Sachverhalte, die klar geregelt sind.

Denn zu einem rechtsstaatlichen Verfahren gehört natürlich auch, dass alle Beteiligten die Vorgaben beachten, wenn es um Sachverhalte geht, die dem Geheimschutz unterliegen.

Bsp aus dem Beamtenrecht

Auch  in  einem  gerichtlichen  Verfahren,  gleichgültig  welcher  Art  (z.  B.  Zivil- oder  Verwaltungsrechtsstreit,  Strafverfahren oder  Disziplinarverfahren)  und  unabhängig von  der  Beteiligung  (Partei,  Zeugin  oder  Zeuge,  Sachverständige  oder  Sachverständiger,  Beschuldigte  oder  Beschuldigter),  darf  die Beamtin  oder  der  Beamte ohne Genehmigung  ihrer  oder  seiner Dienstbehörde  über  Vorgänge,  die  unter  die  Amtsverschwiegenheit  fallen,  keine  Aussagen  machen  oder  Erklärungen abgeben;  dasselbe  gilt  im  außergerichtlichen Verfahren  (Verschwiegenheitspflicht  besteht  also  ebenso  gegenüber Rechtsbeiständen  oder  Prozessvertretungen)  - vgl. §  37  Absatz  3  Satz  1  BeamtStG.



Bsp aus der Bw

Bereichsdienstvorschrift C-1463/ 2
"Verfahren der Sachverhaltsermittlungen bei Betroffenen mit Geheimhaltungs-/Verschwiegenheitsverpflichtung"

Zweck der Regelung: Verfahrenshinweise bei der Ermittlung von schädigenden Ereignissen, die der Geheimhaltungs-/Verschwiegenheitsverpflichtung unterliegen


Alles was diesen Vorgaben unterliegt ... bleibt geheim.

Alles was diesen Vorgaben nicht unterliegt ... kann, darf und soll zugänglich sein...

... im Rahmen der sonstigen Vorgaben ... z.B. Datenschutz
Titel: Antw:Waffen- und Sprengstofffund bei einem KSK Soldaten
Beitrag von: LwPersFw am 18. Mai 2020, 15:15:21
Kurz … knapp … und mehr gibt es dazu im Moment ja auch nicht zu sagen...

Statement der Ministerin zur polizeilichen Durchsuchung bei einem KSK-Soldaten

https://www.bmvg.de/de/mediathek/akk-durchsuchung-ksk-257230 (https://www.bmvg.de/de/mediathek/akk-durchsuchung-ksk-257230)



passt zu https://www.bundeswehrforum.de/forum/index.php/topic,67854.0.html
Titel: KSK Kommandeur stellt "Ultimatum" an alle rechtsextremen Kameraden
Beitrag von: Janoo am 27. Mai 2020, 18:08:42
Ich hoffe nur die allgemeinheit bekommt sowas mit, das Bild der Bundeswehr ist nicht gerade ein gutes bei diesem Thema...
Ob jemand wirklich freiwillig geht? Ich bezweifle es, aber es kann schon sein das im Kommando so einiges ins Rollen kommt von dem wir nichts mitkriegen werden

https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/rechtsextremismus-beim-ksk-ein-kommandeur-sieht-rot-16787433.html
Titel: Antw:KSK Kommandeur stellt "Ultimatum" an alle rechtsextremen Kameraden
Beitrag von: LwPersFw am 27. Mai 2020, 19:53:35
Ich hoffe nur die allgemeinheit bekommt sowas mit, das Bild der Bundeswehr ist nicht gerade ein gutes bei diesem Thema...
Ob jemand wirklich freiwillig geht? Ich bezweifle es, aber es kann schon sein das im Kommando so einiges ins Rollen kommt von dem wir nichts mitkriegen werden

https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/rechtsextremismus-beim-ksk-ein-kommandeur-sieht-rot-16787433.html

Offener Brief des Kdr KSK ... nachzulesen hier

https://augengeradeaus.net/2020/05/brandbrief-des-ksk-kommandeurs-gegen-rechtsextremisten-sie-gehoeren-nicht-zu-uns-neufassung/comment-page-1/

https://augengeradeaus.net/wp-content/uploads/2020/05/20200518_KSK-Brief_Kreitmayr-1.pdf

Auszug:

"Wir müssen uns dieser Realität stellen, denn unser aller Ruf, die Reputation unseres Verbands und das Ansehen der Bundeswehr stehen auf dem Spiel. Gerade an uns, als dem Kern der Spezialkräfte der Bundeswehr, müssen die höchsten Ansprüche an Haltung, Pflichterfüllung und treues Dienen gestellt werden. Ein tadelloser Charakter, eine gereifte und stabile Persönlichkeit sowie ein unerschütterliches Wertefundament, basierend auf den Werten unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung, müssen der Anspruch an uns selbst, also an jede und jeden in unserem Team, sein. Denn die Werte unseres Grundgesetztes verleihen unserem Dienen erst Sinn, Wirkung und damit Wert. (…)
Wir haben geschworen, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen. Das heißt, Verfassungstreue ist unsere Pflicht und Mäßigungsgebot sowie Wohlverhaltenspflicht gehören untrennbar dazu. So haben wir unsere Verfassung nicht nur anzuerkennen, sondern müssen aus innerer Überzeugung und Pflichtbewusstsein innerhalb und außerhalb des Dienstes, ob in oder ohne Uniform, aktiv für sie eintreten und sie verteidigen. Der Präsident des BAMAD [Bundesamt für den Militärischen Abschirmdienst] bringt es in seinem Vorwort zum MAD-Report 2019 auf den Punkt:
„Verfassungspatriotismus ist unser Beruf“

Damit rufe ich all diejenigen, die sich möglicherweise noch in unseren Reihen befinden und genau wissen, dass sie diesen verbindlichen Ansprüchen und Anforderungen nicht gerecht werden oder gar mit dem rechten Spektrum sympathisieren, klar, unmissverständlich und entschlossen zu:

Sie verdienen unsere Kameradschaft nicht!           
Sie gehören nicht zu uns!
Sie sollten aus eigenem Antrieb unseren Verband und die Bundeswehr verlassen!


Tun Sie es nicht, werden Sie feststellen, dass wir Sie finden und entfernen werden!"
Titel: Antw:KSK Kommandeur stellt "Ultimatum" an alle rechtsextremen Kameraden
Beitrag von: Angemon84 am 27. Mai 2020, 21:39:47
Frage: Wenn man den Austritt aus der Bundeswehr auf diesen Wege vollziehen möchte, recht da ein formloser Antrag an das BAPersBw mit Verweis auf die mangelnde Verfassungstreue?
Titel: Antw:KSK Kommandeur stellt "Ultimatum" an alle rechtsextremen Kameraden
Beitrag von: Ralf am 28. Mai 2020, 05:11:38
Die Entlassungs- und Dienstzeitverkürzungsmöglichkeiten regelt das Soldatengesetz.
Titel: Antw:KSK Kommandeur stellt "Ultimatum" an alle rechtsextremen Kameraden
Beitrag von: BSG1966 am 31. Mai 2020, 09:26:16
Wenn ich ganz ehrlich bin halte ich - bei allem Respekt - den offenen Brief des Kdr für ne ziemliche Luftnummer. Ich glaube persönlich nicht wirklich daran, dass "Kameraden" mit entsprechendem Gedankengut konsequent aus dem KSK genommen werden.
Titel: Antw:KSK Kommandeur stellt "Ultimatum" an alle rechtsextremen Kameraden
Beitrag von: SolSim am 31. Mai 2020, 16:03:25
Wenn ich ganz ehrlich bin halte ich - bei allem Respekt - den offenen Brief des Kdr für ne ziemliche Luftnummer. Ich glaube persönlich nicht wirklich daran, dass "Kameraden" mit entsprechendem Gedankengut konsequent aus dem KSK genommen werden.

 „Kameraden“ mit mangelnder Verfassungstreue werden konsequent aus dem Verband herausgenommen, sofern sie erkannt werden. Dies handhabt der Verband schon länger so.
Titel: Antw:KSK Kommandeur stellt "Ultimatum" an alle rechtsextremen Kameraden
Beitrag von: Holgi33 am 31. Mai 2020, 16:31:11
Wenn ich ganz ehrlich bin halte ich - bei allem Respekt - den offenen Brief des Kdr für ne ziemliche Luftnummer. Ich glaube persönlich nicht wirklich daran, dass "Kameraden" mit entsprechendem Gedankengut konsequent aus dem KSK genommen werden.
Oh doch, das werden sie ganz sicher.
Titel: Antw:KSK Kommandeur stellt "Ultimatum" an alle rechtsextremen Kameraden
Beitrag von: LwPersFw am 12. Juni 2020, 11:41:57
Deutscher Bundestag

Drucksache  19/19779

Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage


Rechtsextreme Vorfälle in der Bundeswehr 2019

Titel: Antw:KSK Kommandeur stellt "Ultimatum" an alle rechtsextremen Kameraden
Beitrag von: wolverine am 12. Juni 2020, 16:41:29
Es geht aber weiter (https://www.spiegel.de/politik/deutschland/bundeswehr-kommando-spezialkraefte-hauptmann-schickt-hilferuf-an-kramp-karrenbauer-a-17a4b656-bedb-4539-a948-e179708027b9)
Titel: Antw:KSK Kommandeur stellt "Ultimatum" an alle rechtsextremen Kameraden
Beitrag von: justice005 am 12. Juni 2020, 17:54:19
Tja, die spannende Frage ist halt wirklich, ob es Einzelfälle sind, oder ob es doch ein Gesamtproblem gibt. Ich weiß es nicht.
Ich kenne nur einen einzigen "Kämpfer" persönlich und der steht definitiv auf dem Boden des Grundgesetzes. Die Frage ist nur, ist der der Einzelfall oder die anderen?

Und wenn sich tatsächlich herausstellen sollte, dass es ein Gesamtproblem gibt? Das KSK kann nicht von jetzt auf gleich ausgetauscht werden. Was könnte man tun?
Ich habe wirklich keine Idee....

 
Titel: Antw:KSK Kommandeur stellt "Ultimatum" an alle rechtsextremen Kameraden
Beitrag von: LwPersFw am 12. Juni 2020, 19:32:42

Ich habe wirklich keine Idee....


Aussage der BR in der o.g. Drucksache:

"Durch  Mitteilung  der  gewonnenen Erkenntnisse  an  die  personalbearbeitenden  Dienststellen 
versetzt  der  MAD  diese  in  die  Lage,  entsprechende  dienstrechtliche Maßnahmen  zu  ergreifen."


Und was kann das BAPersBw dann in einem 1. Schritt tun ?

Den Betroffenen als Präventivmaßnahme erst mal aus dem KSK ... und den gesamten SpezKr ... entfernen:

Soldatinnen und Soldaten haben grundsätzlich keinen Anspruch auf eine bestimmte fachliche 
oder örtliche Verwendung oder auf Verwendung auf einem bestimmten Dienstposten. 

Ein dahingehender Anspruch lässt sich auch nicht aus der Fürsorgepflicht ableiten. 

Vielmehr entscheiden die zuständigen Vorgesetzten beziehungsweise die Personal
bearbeitende Dienststelle über deren Verwendung nach pflichtgemäßem Ermessen.


Das tut bzgl. der Dienstpostenbesetzung dem KSK weh ... unausweichlich.
Aber es wäre ein Zeichen ... unterhalb der disziplinarrechtlichen Ebene ...


Titel: Antw:KSK Kommandeur stellt "Ultimatum" an alle rechtsextremen Kameraden
Beitrag von: LwPersFw am 15. Juni 2020, 18:26:38
Der wohl aktuellste Stand ...

https://augengeradeaus.net/2020/06/rechtsextremismus-ksk-und-bundeswehr-sammler-dokumentation/
Titel: Antw:KSK Kommandeur stellt "Ultimatum" an alle rechtsextremen Kameraden
Beitrag von: MMG am 16. Juni 2020, 16:16:51
ob es Einzelfälle sind, oder ob es doch ein Gesamtproblem gibt. Ich weiß es nicht.

Weder sind es Einzelfälle noch ist ein Gesamtproblem, und es betrifft auch nicht nur das KSK.

Viele von diesen Soldaten sind jahrelang unter dem Radar geflogen - trauen sich jetzt nun öfters,
durch den Rechtsdruck in der Öffentlichkeit, nach außen.

Da gibt's noch einiges aufzuräumen!
Titel: Entscheidung über das KSK nächsten Dienstag - Auflösung nicht ausgeschlossen
Beitrag von: JarryLarry am 25. Juni 2020, 17:06:03
Das muss man sich mal vorstellen, die Auflösung (und Neuaufstellung) wäre ja schon ein riesen Knall.
Ich glaube aber das es eher zu einer sehr gründlichen Durchleuchtung kommt bei der viele entlassen werden.


https://www.faz.net/2.1652/rechtsextremismus-verdacht-entscheidung-ueber-ksk-am-dienstag-16829727.html
Titel: Antw:KSK Kommandeur stellt "Ultimatum" an alle rechtsextremen Kameraden
Beitrag von: MMG am 30. Juni 2020, 15:37:54
Geht doch! :)

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/bundeswehr-verhaengt-wegen-rechtsextremer-hetzvideos-dienstverbot-fuer-reservisten-a-14aa4b7b-7ac9-4b47-badd-3e0ae87c7365
Titel: Antw:KSK Kommandeur stellt "Ultimatum" an alle rechtsextremen Kameraden
Beitrag von: wolverine am 30. Juni 2020, 15:53:46
Und hier ist die Entscheidung (https://www.tagesschau.de/inland/ksk-teilaufloesung-101.html?fbclid=IwAR2IlRBjjC42mFwTXm5m2RKL9LawQfINXa4YVyYl08IJBkPr0xquiJKNq2s)
Titel: Antw:KSK Kommandeur stellt "Ultimatum" an alle rechtsextremen Kameraden
Beitrag von: Andi8111 am 30. Juni 2020, 15:58:47
Was macht man dann mit den Angehörigen der aufzulösenden Einheiten?
Titel: Antw:KSK Kommandeur stellt "Ultimatum" an alle rechtsextremen Kameraden
Beitrag von: F_K am 30. Juni 2020, 16:08:31
@ Andi:

Genau EINE Kp wird aufgelöst - es verbleiben 3 Kp.

Damit steigt der Stellenbesetzungsgrad, es fallen ein paar Führungsstellen weg.

Politisch haben wir eine "Auflösung".

Hoffen wir, dass die Probleme damit gelöst sind.
Titel: Antw:KSK Kommandeur stellt "Ultimatum" an alle rechtsextremen Kameraden
Beitrag von: Ralf am 30. Juni 2020, 16:09:43
Hier noch weitere HiGrus: https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/rechtsextreme-in-der-truppe-das-ksk-wird-teilweise-aufgeloest-16839731.html
Titel: Antw:KSK Kommandeur stellt "Ultimatum" an alle rechtsextremen Kameraden
Beitrag von: LwPersFw am 30. Juni 2020, 18:15:28
Nochmal kompakt von augengeradeaus.net :

"Nach bekanntgewordenen rechtsextremistischen Vorfällen beim Kommando Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr hat Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer weitgehende Umstrukturierungen bei dem Eliteverband angeordnet. Bis Ende Oktober soll das Ergebnis bewertet und entschieden werden, ob das KSK in seiner jetzigen Form am bisherigen Standort erhalten bleiben kann.

Das Kommando mit Sitz in Calw im Schwarzwald steht seit einigen Jahren unter besonderer Beobachtung des Militärischen Abschirmdienstes (MAD), im vergangenen Jahr wurden etliche seiner Soldaten wegen Verbindungen zum Rechtsextremismus aus dem KSK oder ganz aus der Bundeswehr entfernt. Nach dem Fund von Waffen, Munition und Sprengstoff auf dem Privatgelände eines Oberstabsfeldwebels des Kommandos Mitte Mai hatte die Ministerin eine hochrangige Arbeitsgruppe eingesetzt, deren Bericht die Grundlage für die jetzt getroffenen Entscheidungen war.

Nach den Angaben, die das Ministerium am (heutigen) Dienstag den Obleuten der Fraktionen des Verteidigungsausschusses übersandte, sind vor allem folgende Maßnahmen geplant:

• Nach einer Entscheidung der Ministerin und des Generalinspekteurs Eberhard Zorn werden Übungstätigkeit und internationale Kooperationen des KSK bis auf Weiteres eingestellt. Laufende Einsatzverpflichtungen sollen von anderen Einheiten übernommen werden, so weit das möglich ist.

• Die 2. Kompanie Kommandokräfte des KSK wird aufgelöst. Als Begründung nannte das Ministerium eine Abschiedsfeier im April 2017, bei der es unter anderem zur Verwendung rechtsextremistischer Symbole gekommen sein soll – allerdings werde dieses Verhalten zum Teil bis heute aus falsch verstandenem Korpsgeist durch einzelne gedeckt.

• Der Ausbildungsbereich des KSK wird ins Heer eingegliedert und truppendienstlich der Infanterieschule des Heeres in Hammelburg, fachlich dem Ausbildungskommando des Heeres unterstellt. Der Austausch des Kommandos mit Spezialkräften anderer Teilstreitkräfte, also faktisch vor allem den Kampfschwimmern der Marine, soll gezielt gefördert werden.

• Sowohl bei Kommando- als auch bei Unterstützungskräften des KSK – das im Heeressystem einer Brigade entspricht – werden neue Funktion für stellvertretende Bataillonskommandeure und Führungsfeldwebel geschaffen.

• Vorverwendungen außerhalb des KSK werden künftig für Kommandosoldaten zwingend Voraussetzung; Führungskräfte sollen verbindlich außerhalb des Kommandos in Ausbildung und Führung eingesetzt gewesen sein.

• Schlüsselpositionen wie Kommandooffiziere und -feldwebel sowie querschnittlich eingesetztes Personal sollen künftig nur zeitlich begrenzt im KSK Dienst tun. Innerhalb der eigentlichen Kommandokräfte soll eine Rotation in den Kompanien eingeführt werden.

• Die Umstrukturierungen im KSK sollen von einem Advisory Board unter Leitung des Generalinspekteurs begleitet werden.

• In Abstimmung mit dem zuständigen Bundesinnenministerium will das Verteidigungsministerium eine neue Sicherheitsüberprüfung der Stufe 4 (bisher gibt es drei) in das Sicherheitsüberprüfungsgesetz einführen. Damit sollen die intensivere Überprüfung eines breiteren Umfelds und häufigere Wiederholungsüberprüfungen für besonders sensible Dienstposten unter anderem im KSK möglich werden. Das Verteidigungsministerium selbst will eine Beorderungssicherheitsüberprüfung für Reservisten einführen und mit Verfassungsschutz und Reservistenverband weitere Wege zum gemeinsamen Vorgehen gegen mögliche rechtsextreme Tendenzen unter anderem auch bei Reservisten suchen.

• Inzwischen habe sich herausgestellt, dass es im KSK zum Teil gravierende Disziplinmängel und Verfahrensprobleme mit Munition und Sprengstoff gegeben habe. Nach aktuellem Stand der Ermittlungen konnten Verschuss, Nutzung oder Verbleib von 37.000 Schuss Munition im Überbestand sowie 48.000 Schuss und 62 Kilogramm Sprengstoff im Unerbestand noch nicht geklärt werden, heißt es in der Unterrichtung des Ministeriums. Der Kommandeur der Division Schnelle Kräfte, Generalmajor Andreas Hannemann, solle deshalb in einer Generalinventur die Vollzähligkeit von Munition, Sprengstoff, Gerät und Ausrüstung beim KSK erfassen. Künftig werde zur Erfassung von Munition und Sprengstoff ein digitales System eingeführt: Das KSK darf keine falsch verstandene Ausnahmestellung haben.

Für alle neuen Maßnahmen bekommt der Eliteverband quasi Bewährung bis zum Herbst: Zum Stichtag 31. Oktober 2020 wird die Bundesministerin eine Bewertung der Umsetzung und der eingetretenen Veränderungen vornehmen und wenn nötig über weitergehende Maßnahmen und Anpassungen entscheiden, erklärte das Ministerium. Sollten insbesondere die Selbstreinigungskräfte des KSK nicht hinreichend Wirkung zeigen, wird sich unausweichlich die Frage stellen, ob das KSK in seiner jetzigen Form am bisherigen Standort erhalten bleiben kann."


"Als Konsequenz aus der Häufung von rechtsextremistischen Vorfällen beim Kommando Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr soll eine Kompanie vollständig aufgelöst werden. Die Ausbildung des Eliteverbandes soll nicht mehr ausschließlich im Verband selbst stattfinden.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ, Link aus bekannten Gründen nicht) berichtete unter Berufung auf eine Unterrichtung der Obleute der Fraktionen im Verteidigungsausschus am (heutigen) Dienstag* von den Entscheidungen, die Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer auf Empfehlung einer hochrangigen Arbeitsgruppe getroffen habe:

Als Konsequenz aus den offenbar unhaltbaren Zuständen wird nun die 2. Kompanie des Kommandos ganz aufgelöst. Das betrifft ein Viertel der aktiven Kämpfer des Verbandes, rund 70 Soldaten. Gegen zahlreiche Angehörige dieser Kompanie laufen bereits Ermittlungen, die der Abschirmdienst seit Monaten mit teils nachrichtendienstlichen Mitteln führt. Unbelastete Soldaten können nach allfälliger Prüfung auf andere Kompanien verteilt werden. Die anderen, gegen die teilweise schon offizielle Verfahren laufen, werden vorerst in andere Einheiten der Bundeswehr versetzt, später möglicherweise entlassen.

Die Ausbildung soll nach Angaben der FAZ dezentralisiert werden und der Infanterieschule des Heeres in Hammelburg unterstellt werden. Außerdem sollen die Angehörigen des Kommandos mehr als bisher durch andere Truppenteile rotieren und kürzer im Kommando bleiben. Geplant sei auch eine Verschärfung der Sicherheitsüberprüfung.

Eine Auflösung des KSK sei dagegen erstmal vom Tisch, berichtet das Blatt. Allerdings bleibe das eine Option.

Nachtrag: Wie die FAZ hat auch die Süddeutsche Zeitung (Link ebenfalls aus bekannten Gründen nicht) die Informationen exklusiv:

Mit grundlegenden Reformen etwa bei der Auswahl und Ausbildung der Soldaten, deren Führung und durch Versetzungen soll der Verband die Chance für einen Neuanfang bekommen. Bis dieser erreicht ist, wird das KSK nicht an internationalen Übungen und Einsätzen teilnehmen. Die 2. Kompanie, die Ausgangspunkt rechter Umtriebe war, wird ersatzlos aufgelöst, sagte Kramp-Karrenbauer der SZ. Das KSK könne nicht in seiner jetzigen Verfassung bestehen bleiben“.

*Hinweis: Nach Angaben von Abgeordneten gab es zum Zeitpunkt der FAZ-Veröffentlichung noch keine Obleute-Unterrichtung. Ich bemühe mich um Klarheit und Bestätigung, ggf. folgt Ergänzung oder Neufassung.)"






Titel: Antw:KSK Kommandeur stellt "Ultimatum" an alle rechtsextremen Kameraden
Beitrag von: HubschrauBär am 30. Juni 2020, 18:16:05
Bleibt zu hoffen, dass die Netzwerke mit der Auflösung der Zwoten zumindest innerhalb des KSK ausreichend entkernt sind.
Dann ist das Problem zumindest politisch gelöst und diese Leute haben keinen so einfachen Zugriff mehr auf Waffen, Munition und andere Wirkmittel.

Ich denke der Zwoten wird dann auch ein Großteil des EAZK folgen, wenn die Ausbildung teilweise ausgelagert wird.

Es wird natürlich spannend für all diejenigen die sich aktuell auf dem Ausbildungsstrang zum KdoFw befinden.

Insgesamt denke ich aber, dass es dem zukünftigen Kdo Nachwuchs gut tut vorher in einer anderen Verwendung "normale" Truppenluft zu schnuppern.


Der Verband ist wohl nochmal mit einem blauen Auge davon gekommen
Titel: Antw:KSK Kommandeur stellt "Ultimatum" an alle rechtsextremen Kameraden
Beitrag von: F_K am 30. Juni 2020, 18:38:59
Wie kann man Zigtausende Stück Munition im Unter- / Überbestand haben?

Selbst mit Einheitsschiesskladde muss doch bei jedem Schiessen abgerechnet werden und der Bestand zur Lieferung passen?

Sachen gibt es ...
Titel: Antw:KSK Kommandeur stellt "Ultimatum" an alle rechtsextremen Kameraden
Beitrag von: justice005 am 30. Juni 2020, 19:48:05
Zitat
Wie kann man Zigtausende Stück Munition im Unter- / Überbestand haben?

Selbst mit Einheitsschiesskladde muss doch bei jedem Schiessen abgerechnet werden und der Bestand zur Lieferung passen?

Sachen gibt es ...

Genau das frage ich mich auch! Und ich bin äußerst verwundert, dass der Kommandeur des KSK jetzt der große Aufklärer ist und die Umstrukturierung begleiten soll. Muss er sich als zuständige Dienstaufsicht nicht auch böse Fragen gefallen lassen? Als Kommandeur ist man jedenfalls noch nah genug an der Truppe dran, um größere Probleme in den einzelnen Kompanien mitzukriegen. Es kann mir eigentlich keiner erzählen, dass er keine Ahnung hat, wie es im inneren einer Kommandokompanie aussieht. Oder war er noch ganz frisch auf dem Posten?

Titel: Antw:KSK Kommandeur stellt "Ultimatum" an alle rechtsextremen Kameraden
Beitrag von: 200/3 am 30. Juni 2020, 19:58:36
Die Nachwuchsgewinnung dürfte sich jetzt noch deutlich schwieriger darstellen. Die Umstände an sich schrecken wohl schon genug ab, dazu noch die ungewisse Zukunft des Verbandes und die Aussicht, nach einem extrem harten Auswahlverfahren und jahrelanger Ausbildung nach einem Zeitraum X wieder in die "konventionelle" Truppe zurück gehen zu müssen. Hab in meiner Einheit schon den ersten "Rückzieher" aus oben genannten Gründen.
Titel: Antw:KSK Kommandeur stellt "Ultimatum" an alle rechtsextremen Kameraden
Beitrag von: justice005 am 30. Juni 2020, 20:15:25
Zitat
nach einem extrem harten Auswahlverfahren und jahrelanger Ausbildung nach einem Zeitraum X wieder in die "konventionelle" Truppe zurück gehen zu müssen. Hab in meiner Einheit schon den ersten "Rückzieher" aus oben genannten Gründen.

Ist man sich dann zu fein, um beim primitiven Pöbel zu dienen? Hat man sowas dann nicht mehr nötig? Wer so denkt, sollte es tatsächlich gleich von Anfang an lassen.

Besser wäre es, man würde nach einer Verwendung im KSK motiviert seine Erfahrungen und Kenntnisse in anderen Infanterieeinheiten weitergeben, ohne sich selbst als "was besseres" zu sehen.
Titel: Antw:KSK Kommandeur stellt "Ultimatum" an alle rechtsextremen Kameraden
Beitrag von: FoxtrotUniform am 30. Juni 2020, 20:25:45
Die Entscheidung ist gefallen & damit zu akzeptieren. Persönlich nachvollziehen kann ich - mit Ausnahme der symbolischen Auflösung einer Kompanie - diese Entscheidung(en) nicht.

In einem solch unterbesetzten Spezialkräfteverband macht es keinen Sinn die Soldaten - auch hinsichtlich der dann wegfallenden Zulagen - und damit deren Kompetenz & Erfahrungen, im Sinne einer Rotation wegzuversetzen. Ganz davon ab, dass durch die öffentliche Diskussion, die Welt nun über das mühsam in die Riege der SOF Verbände erkämpfte Kommando lacht.

Das Konzept liest sich im Teilen wie das Aufblähen der Führungsorganisation (siehe DIE SOF Zelle in Potsdam).

Darüber hinaus schließe ich mich Justice zu 100% an, dass es nicht seien kann, dass ein Kommandeur sich mit einem zwei Jahre verspäteten Brandbrief aus der Affäre zieht; Es sind Generale für geringere Missstände in den Ruhestand verabschiedet worden. Was hat die Verbandsführung denn seit Juni 2018 gemacht?! Sehr merkwürdig...

Gesendet von meinem Mobilgerät

Titel: Antw:KSK Kommandeur stellt "Ultimatum" an alle rechtsextremen Kameraden
Beitrag von: Pericranium am 30. Juni 2020, 20:33:48


Besser wäre es, man würde nach einer Verwendung im KSK motiviert seine Erfahrungen und Kenntnisse in anderen Infanterieeinheiten weitergeben, ohne sich selbst als "was besseres" zu sehen.

Besser wäre es, im Verband zu bleiben und die Erfahrungen an die eigenen Anwärter weiterzugeben, weil es sonst irgendwann keinen Spezialkräftenachwuchs mehr gibt.
Und das mit Rotationen halte ich auch für nicht sehr sinnvoll. Die Trupps leben davon, dass man jahrelang zusammen trainiert/lebt/vertraut.
Klar sind alle auf einem hohen Niveau, aber ich könnte mir denken, dass es schwerer fällt, einem "fremden" blind das eigene Leben anzuvertraun als dem eigenen Trupp, mit dem man jahrelang trainiert hat.
Wobei die Rotationen ja vielleich Trupp-/Zugweise sind. Dann könnte mans aber auch gleich bleiben lassen.
Titel: Antw:KSK Kommandeur stellt "Ultimatum" an alle rechtsextremen Kameraden
Beitrag von: HubschrauBär am 30. Juni 2020, 21:16:43


Besser wäre es, man würde nach einer Verwendung im KSK motiviert seine Erfahrungen und Kenntnisse in anderen Infanterieeinheiten weitergeben, ohne sich selbst als "was besseres" zu sehen.

Besser wäre es, im Verband zu bleiben und die Erfahrungen an die eigenen Anwärter weiterzugeben, weil es sonst irgendwann keinen Spezialkräftenachwuchs mehr gibt.
Und das mit Rotationen halte ich auch für nicht sehr sinnvoll. Die Trupps leben davon, dass man jahrelang zusammen trainiert/lebt/vertraut.
Klar sind alle auf einem hohen Niveau, aber ich könnte mir denken, dass es schwerer fällt, einem "fremden" blind das eigene Leben anzuvertraun als dem eigenen Trupp, mit dem man jahrelang trainiert hat.
Wobei die Rotationen ja vielleich Trupp-/Zugweise sind. Dann könnte mans aber auch gleich bleiben lassen.
Genau hier scheint eines der Probleme zu liegen. Man ist so eng vertraut und verbrüdert, dass man sich im Zweifelsfall eben auch deckt. (Mauer des Schweigens)

Der Spiegel schreibt ja von einer externen Verwendung "bevor sie wieder zum KSK zurückkehren". Somit ist die Expertise nicht  zwangsweise verloren.

Ich denke eine Rotation "an die Basis" muss nicht so negativ sein wie sie hier teils gemalt wird.
Es hilft den Leuten ggf etwas mehr auf dem Teppich zu bleiben. Neue Erfahrungen machen einen selten dümmer und helfen in der Verwendung im KSK vielleicht auch beim Ablegen von "alten Stiefeln".

Darüber hinaus wird es auch der Nachwuchsgewinnung vielleicht ein wenig helfen, wenn die KdoSdt ihre Erfahrungen mit der Truppe austauschen und dort präsent sind
Titel: Antw:KSK Kommandeur stellt "Ultimatum" an alle rechtsextremen Kameraden
Beitrag von: 200/3 am 30. Juni 2020, 21:28:23
Zitat
Ist man sich dann zu fein, um beim primitiven Pöbel zu dienen? Hat man sowas dann nicht mehr nötig? Wer so denkt, sollte es tatsächlich gleich von Anfang an lassen.
Das hat nichts mit "zu fein" sein zu tun. Der Chirurg wird sich auch bedanken wenn man ihm nach Studium und dann 5 Jahren "im Job" sagt, dass er doch jetzt bitte als Pfleger auf Station arbeiten soll.

Zitat
Besser wäre es, man würde nach einer Verwendung im KSK motiviert seine Erfahrungen und Kenntnisse in anderen Infanterieeinheiten weitergeben, ohne sich selbst als "was besseres" zu sehen.
Das macht nur bedingt Sinn, da doch Arbeitsweisen, SOPs usw. von SOF und regulärer Truppe allein schon auftragsbedingt teils erheblich voneinander abweichen. Der SOFler dürfte im Jägerzug gehörige Probleme haben sich zurechtzufinden...
Titel: Antw:KSK Kommandeur stellt "Ultimatum" an alle rechtsextremen Kameraden
Beitrag von: slider am 30. Juni 2020, 21:59:45
Ich halte es auch für keine gute Idee ausgebildete Kommandosoldaten regulär in andere Verbände rotieren zu lassen. Spezialeinheiten sind ja nun deshalb so gut, weil sie ihre Fähigkeiten über Jahre trainieren und sich in einem personell relativ statischen Umfeld blind verstehen. Das würde man damit doch mMn erheblich gefährden.
Titel: Antw:KSK Kommandeur stellt "Ultimatum" an alle rechtsextremen Kameraden
Beitrag von: MMG am 01. Juli 2020, 01:15:49
Genau hier scheint eines der Probleme zu liegen. Man ist so eng vertraut und verbrüdert, dass man sich im Zweifelsfall eben auch deckt. (Mauer des Schweigens)

Ein großes Problem, jedoch kein typisches KSK Problem, denn dieses Prinzip wird ja auch in anderen Verbänden, in den entsprechenden "Grüppchen", angewendet.

Sofern aber ein einzelnes Mitglied der Gruppe artfremd versetzt wird, fällt dieser durch sein Verhalten irgendwann den anderen Soldaten auf, denn ein Verhaltensmuster lässt sich nicht ewig unterdrücken oder kontrollieren.
Titel: Antw:KSK Kommandeur stellt "Ultimatum" an alle rechtsextremen Kameraden
Beitrag von: LwPersFw am 01. Juli 2020, 17:12:27
AKK-Tagesbefehl: Folgen rechtsextremistischer Tendenzen im Kommando Spezialkräfte

https://www.bmvg.de/de/aktuelles/akk-tagesbefehl-folgen-rechtsextremistischer-tendenzen-ksk-273406 (https://www.bmvg.de/de/aktuelles/akk-tagesbefehl-folgen-rechtsextremistischer-tendenzen-ksk-273406)
Titel: Antw:KSK Kommandeur stellt "Ultimatum" an alle rechtsextremen Kameraden
Beitrag von: justice005 am 01. Juli 2020, 19:08:33
Mit dem Tagesbefehl (der seinem Namen diesmal auch gerecht wird) sammelt die Ministerin bei mir Pluspunkte. Das ist kein BlaBla einer Politikerin, vielmehr spricht hier die Inhaberin der Befehls- und Kommandogewalt. Das gefällt mir.

Inhaltlich kann ich da auch das allermeiste unterschreiben.

Titel: Antw:KSK Kommandeur stellt "Ultimatum" an alle rechtsextremen Kameraden
Beitrag von: F_K am 01. Juli 2020, 19:22:11
... über 60 kg mil. Sprengstoff "fehlt" - unglaublich.
Titel: Antw:KSK Kommandeur stellt "Ultimatum" an alle rechtsextremen Kameraden
Beitrag von: Max750 am 01. Juli 2020, 23:02:37
Servus,

Gab heute ne Pressekonferenz mit Akk Inklusive Generalinspekteur.

https://youtu.be/y18VWlnuBJc

LG
Titel: Antw:KSK Kommandeur stellt "Ultimatum" an alle rechtsextremen Kameraden
Beitrag von: Unproomn am 02. Juli 2020, 10:14:37
Folgenden Artikel finde ich auch sehr bedenkenswert:

https://www.faz.net/2.1652/was-die-gesellschaft-ihren-soldaten-schuldet-16841361.html

Man muss hier wirklich auch die tieferen Ursachen einer solchen Entfremdung betrachten. Ich zitiere:

Zitat
Haben wir uns aber jemals gefragt, was das mit den Menschen in unseren Spezialkräften macht? Geht es um ihr Innerstes, um das, was sie antreibt, was sie bewegt und enttäuscht, sind sie auf sich selbst und ihre Kameraden und die Militärseelsorge verwiesen. In der Seelsorge sind Werteveränderungen und moralische Verletzungen bei Soldaten durch Einsätze und die Umstände des Dienstes bekannt. Nicht ausgeschlossen, dass sich da manche in falschen Ideologien und Gedankenwelten Ersatz für einen verlorengegangenen Sinn für das eigene Tun suchen.

Das ist freilich nicht zu akzeptieren oder zu entschuldigen, aber wir dürfen mögliche Zusammenhänge und Einflüsse nicht übersehen. Es ist an der Zeit, dass wir uns als gesellschaftliche Mitte selbst einmal fragen müssen, welchen Stellenwert der Dienst dieser Menschen für uns, für unsere Freiheit, für unsere Art zu leben eigentlich hat.
Titel: Antw:KSK Kommandeur stellt "Ultimatum" an alle rechtsextremen Kameraden
Beitrag von: tank1911 am 02. Juli 2020, 10:36:06
Meiner Meinung nach ein sehr guter Beitrag, der nicht relativiert, sondern klar sagt, was falsch ist, die Gesellschaft aber eben nicht immer nur dann auf die Soldaten gucken darf, wenn etwas verkehrt läuft.
Titel: Antw:KSK Kommandeur stellt "Ultimatum" an alle rechtsextremen Kameraden
Beitrag von: 200/3 ohne LoginDaten am 02. Juli 2020, 13:23:34
Ich habe den Autor persönlich in seiner Funktion als Militärseelsorger im Einsatz kennengelernt. Ist definitiv kein "Schnacker".
Titel: Antw:KSK Kommandeur stellt "Ultimatum" an alle rechtsextremen Kameraden
Beitrag von: 200/3 am 02. Juli 2020, 19:16:23
Streiche "Militärseelsorger", setze "Militärgeistlicher"...
Davon ab kann man bei dem Text auch an vielen Stellen "KSK" durch "Bundeswehr" ersetzen und es bleibt richtig.
Titel: KSK - Bericht der Arbeitsgruppe Kommando Spezialkräfte
Beitrag von: LwPersFw am 06. Juli 2020, 06:49:15
Im Link der durch das BMVg veröffentlichte "Bericht der Arbeitsgruppe Kommando Spezialkräfte"


https://www.bmvg.de/resource/blob/273864/6ceb69f8b4b33c2c1393e21c61395dea/20200702-bericht-ag-ksk-data.pdf (https://www.bmvg.de/resource/blob/273864/6ceb69f8b4b33c2c1393e21c61395dea/20200702-bericht-ag-ksk-data.pdf)
Titel: Antw:KSK Kommandeur stellt "Ultimatum" an alle rechtsextremen Kameraden
Beitrag von: KlausP am 07. Juli 2020, 08:07:29
Hier mal ein Link zu einem Artikel zu „TichysEinblick“ zum Thema Politik - Bundeswehr - KSK. Zartbesaitete Links-Grüne Gutmenschen seien vorab gewarnt ...  ::)

 https://www.tichyseinblick.de/tichys-einblick/hoert-auf-mit-dem-getue-schafft-die-bundeswehr-ab/ (https://www.tichyseinblick.de/tichys-einblick/hoert-auf-mit-dem-getue-schafft-die-bundeswehr-ab/)

(Wenn da was von Bezahlen aufploppt einfach auf „ich zahle schon“ klicken.)
Titel: Antw:KSK Kommandeur stellt "Ultimatum" an alle rechtsextremen Kameraden
Beitrag von: IcemanLw am 07. Juli 2020, 08:15:06
Ach komm schon, diese Erzkonservativen Clowns kann doch keiner Ernst nehmen. Der will Journalist sein und schreibt dann auf dem Niveau eines Forentrolls.
Titel: Antw:KSK Kommandeur stellt "Ultimatum" an alle rechtsextremen Kameraden
Beitrag von: justice005 am 07. Juli 2020, 19:27:36
Der Artikel fängt zwar gut an, lässt dann aber stark nach.

Denn egal wie hart man gedrillt ist, man darf trotzdem keine Waffen und Sprengmittel stehlen. Und auch als absolut Erzkonservativer kann man sehr wohl dem Boden der FDGO stehen
Titel: Antw:KSK Kommandeur stellt "Ultimatum" an alle rechtsextremen Kameraden
Beitrag von: F_K am 07. Juli 2020, 19:44:45
@ justice:

Gerade als Wertkonservativer und Demokrat (und als Soldat sowieso) MUSS man auf dem Boden der FDGO stehen.

Straftaten sind Straftaten.
Titel: Antw:KSK Kommandeur stellt "Ultimatum" an alle rechtsextremen Kameraden
Beitrag von: MMG am 07. Juli 2020, 22:00:25
Hier mal ein Link zu einem Artikel zu „TichysEinblick“ zum Thema Politik - Bundeswehr - KSK. Zartbesaitete Links-Grüne Gutmenschen seien vorab gewarnt ...  ::)

 https://www.tichyseinblick.de/tichys-einblick/hoert-auf-mit-dem-getue-schafft-die-bundeswehr-ab/ (https://www.tichyseinblick.de/tichys-einblick/hoert-auf-mit-dem-getue-schafft-die-bundeswehr-ab/)

(Wenn da was von Bezahlen aufploppt einfach auf „ich zahle schon“ klicken.)

Nach den ersten drei Absätzen hatte ich keine Lust mehr zu lesen.

 „liberal-konservatives Meinungsmagazin“ als Eigenbeschreibung ist mehr eine Worthülse.
Titel: Antw:KSK Kommandeur stellt "Ultimatum" an alle rechtsextremen Kameraden
Beitrag von: Holgi33 am 08. Juli 2020, 16:54:25
Bericht der Arbeitsgruppe Kommando Spezialkräfte

Zitat
Eine erhebliche Anzahl von Vorkommnissen im Bereich Rechtsextremismus bezieht sich auf Reservisten.

Bei Reservistinnen und Reservisten, die vorübergehend Dienst in der Bundeswehr leisten, ist gegenwärtig nicht gewährleistet, dass sie überhaupt über eine Sicherheitsüberprüfung verfügen.
Dies stellt einen Widerspruch zu der im Jahr 2017 eingeführten Soldateneinstellungsüberprüfung
dar.

Es sind dort hunderte Reservisten beordert, jedoch nur ein sehr kleiner Teil übt auch regelmässig. Ich behaupte einmal den harten Kern derer die oft oder immer da sind kennengelernt zu haben, zumal man sich mind. 2 x jährlich triff. Ich habe persönlich nicht einmal Tendenzen erkannt, die darauf hinweisen, dass einer der Kameraden Rechtsextrem wäre.

Bezüglich der SÜ besteht wirklich ein Mangel, den ich am eigenen Leibe erlebt habe. Erste SÜ3 im Jahr 2014 die nicht abgeschlossen wurde. Zweite SÜ3 im Jahr 2019, bei der ich dann die Formulare zurück bekam um diese so anzupassen, dass der MAD nichts zu meckern hat. Bis heute ist die aber auch noch nicht abgeschlossen.
Titel: Antw:KSK Kommandeur stellt "Ultimatum" an alle rechtsextremen Kameraden
Beitrag von: LwPersFw am 08. Juli 2020, 21:25:55
Zitat
Es sind dort hunderte Reservisten beordert, jedoch nur ein sehr kleiner Teil übt auch regelmässig. Ich behaupte einmal den harten Kern derer die oft oder immer da sind kennengelernt zu haben, zumal man sich mind. 2 x jährlich triff.
Ich habe persönlich nicht einmal Tendenzen erkannt, die darauf hinweisen, dass einer der Kameraden Rechtsextrem wäre.

Nur weil mal man persönlich nichts erkannt hat ... kann man nicht darauf schließen ... das es Etwas nicht gibt ...


"49 Entlassungen wegen Extremismus oder fehlender Verfassungstreue

Wegen extremistischer Verfehlungen oder fehlender Verfassungstreue aus dem Dienst entlassen wurden im Jahr 2019 insgesamt 49 Bundeswehrangehörige.
46 Entlassungen erfolgten wegen Rechtsextremismus, zwei wegen Islamismus, ein Soldat wurde als Linksextremist entlassen.
Gehen mussten sechs Offiziere, 16 Unteroffiziere und 27 Mannschaften.

Zudem wurden 773 Reservistinnen und Reservisten mangels Verfassungstreue oder wegen extremistischer Bezüge
vom Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr von ihrer Dienstleistungspflicht entbunden."



Und um es zu verdeutlichen... es geht hier nicht nur um DEN (Rechts)extremisten.

Sondern jede Form von fehlender Verfassungstreue. D.h. z.B. auch der "nur Mitmacher" ... der "Dulder" ...



"Erklärung über die Treuepflicht zum Grundgesetz

1.Belehrung

Nach § 41 Satz 2 des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst (TVöD) sind Beschäftigte des Bundes und andere Arbeitgeber, in deren
Aufgabenbereichen auch hoheitliche Tätigkeiten wahrzunehmen sind, verpflichtet, sich durch ihr gesamtes Verhalten zu der
freiheitlichen demokratischen Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes zu bekennen.

Nach § 7 Abs. 1 Nr. 2 i.V.m. § 60 Abs. 1 des Bundesbeamtengesetzes (BBG) sind Beamtinnen und Beamte sowie nach §8 des
Soldatengesetzes, Soldatinnen und Soldaten verpflichtet, die freiheitlich demokratische Grundordnung im Sinne des
Grundgesetzes anzuerkennen und durch ihr gesamtes Verhalten für deren Erhaltung einzutreten.

Dementsprechend darf als Beamtin/Beamter bzw. als Soldatin/Soldat nur eingestellt werden, wer die Gewähr bietet, jederzeit für die
freiheitlich demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes einzutreten; als Arbeitnehmerin/ Arbeitnehmer darf nur eingestellt
werden, wer die Gewähr dafür bietet, sich durch ihr/sein gesamtes Verhalten zur freiheitlich demokratischen Grundordnung im Sinne des
Grundgesetzes zu bekennen.

Freiheitlich demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes ist nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichtes
(vgl. Urt. Vom 23.10.1952 – 1 BvB1/51 – BVerfGE 2, 1; Urt. Vom 17.08.1956 – 1 BvB2/51 –BVerfGE 5, 85) eine Ordnung, die unter Ausschluss
jeglicher Gewalt- und Willkürherrschaft eine rechtsstaatliche Herrschaftsordnung auf der Grundlage der Selbstbestimmung des Volkes nach
dem Willen der jeweiligen Mehrheiten und der Freiheit und Gleichheit darstellt.

Die freiheitliche demokratische Grundordnung ist das Gegenteil des totalitären Staates, der als ausschließliche Herrschaftsmacht
Menschenwürde, Freiheit und Gleichheit ablehnt. Zu dengrundlegenden Prinzipien der freiheitlichen demokratischen Grundordnung
sind insbesondere zu rechnen:

-Die Achtung vor den im Grundgesetz konkretisierten Menschenrechten,vor allem vor dem Recht auf Leben und freie Entfaltung der Persönlichkeit,-die Volkssouveränität,
-die Gewaltenteilung,
-die Verantwortlichkeit der Regierung gegenüber der Volksvertretung,
-die Gesetzmäßigkeit der Verwaltung,
-die Unabhängigkeit der Gerichte,
-das Mehrparteienprinzip,
-die Chancengerechtigkeit für alle politischen Parteien,
-das Recht auf verfassungsmäßige Bildung und Ausübung der Opposition.

Die Teilnahme an Bestrebungen, die sich gegen diese Grundsätze richten, ist unvereinbar mit den Pflichten einer Beamtin/ eines
Beamten, einer Soldatin/ eines Soldaten bzw. einer/eines Tarifbeschäftigten. Beamtinnen und Beamte/Soldatinnen und
Soldaten/Tarifbeschäftigte, die sich einer solchen Pflichtverletzung schuldig machen, müssen mit ihrer Entlassung/ der Kündigung des
Arbeitsverhältnisses rechnen.

2.Erklärung

Ich bin über meine Pflicht zur Verfassungstreue und darüber belehrt worden, dass meine Teilnahme an Bestrebungen,die gegen
die freiheitlich demokratische Grundordnung oder gegen ihre grundlegenden Prinzipien gerichtet sind, mit den Pflichten von Beamtinnen und
Beamten, Soldatinnen und Soldaten sowie Tarifbeschäftigten unvereinbar ist. Aufgrund der mir erteilten Belehrung erkläre ich hiermit, dass
ich meine Pflicht zur Verfassungstreue stets erfüllen werde, dass ichdie Grundsätze der freiheitlich demokratischen Grundordnung im Sinne
des Grundgesetzes bejahe und dass ich bereit bin, mich jederzeit durch mein gesamtes Verhalten zu der freiheitlich demokratischen
Grundordnung im Sinnes desGrundgesetzes zu bekennen (als Beamtin/ Beamter, Soldatin oder Soldat zusätzlich: und für deren Erhalt
einzutreten).

Ich versichere ausdrücklich, dass ich in keiner Weise Bestrebungen unterstütze, deren Ziele gegen die freiheitlich demokratische
Grundordnung oder gegen eines ihrer grundlegenden Prinzipien gerichtet sind.

Ich bin mir bewusst, dass beim Verschweigen einer solchen Unterstützung die Ernennung zur Beamtin, zum Beamten, zur Soldatin oder
zum Soldaten bzw. die Einstellung als Arbeitnehmerin oder als Arbeitnehmer, als durch arglistige Täuschung herbeigeführt angesehen wird.
Arglistige Täuschung führt zur Entlassung bzw. zur Kündigung des Arbeitsverhältnisses."



Und "jederzeit ... eintreten" bedeutet einschreiten bzw. melden.

Titel: Antw:KSK Kommandeur stellt "Ultimatum" an alle rechtsextremen Kameraden
Beitrag von: Holgi33 am 11. Juli 2020, 15:06:21
http://nordhessen-journal.de/2020/07/11/bundeswehr-was-stimmt-nicht-beim-ksk-vielleicht-nur-der-verdacht (http://nordhessen-journal.de/2020/07/11/bundeswehr-was-stimmt-nicht-beim-ksk-vielleicht-nur-der-verdacht)
Titel: Antw:KSK Kommandeur stellt "Ultimatum" an alle rechtsextremen Kameraden
Beitrag von: MMG am 11. Juli 2020, 18:28:14
http://nordhessen-journal.de/2020/07/11/bundeswehr-was-stimmt-nicht-beim-ksk-vielleicht-nur-der-verdacht (http://nordhessen-journal.de/2020/07/11/bundeswehr-was-stimmt-nicht-beim-ksk-vielleicht-nur-der-verdacht)

Als Nachrichtenoffizier weiß der Schreiber in dem Artikel sehr gut seine tendenziöse Botschaft gezielt zu setzen.
Alles andere als objektiv aufgearbeitet, darüber mit reihenweise Rechtefertigungsgründe gespickter Artikel.
Titel: Antw:KSK Kommandeur stellt "Ultimatum" an alle rechtsextremen Kameraden
Beitrag von: F_K am 11. Juli 2020, 19:29:50
So ein Blödsinn von Artikel "das war es auch schon, mehr nicht"

Unglaublich - war ja nur 2 kg Sprengstoff und ein Nebeltopf - also völlig "harmlos".

Ohne Zweifel gab es in der 2. Kp eine "Mauer des Schweigens", obwohl Aufklärung, Ermittlung und Aussage Pflicht gewesen wäre.

Wenn es "der Rest" nun nicht verstanden hat, steht auch dort die Auflösung an ...
Titel: Antw:KSK Kommandeur stellt "Ultimatum" an alle rechtsextremen Kameraden
Beitrag von: FoxtrotUniform am 11. Juli 2020, 21:12:46
Der Artikel unterstreicht dennoch einige Aspekte, u.a.:

1. Der ominöse Hauptmann ist ein in der Ausbildung gescheiterter, auffälliger Soldat, was medial (und in unserer Organisation) nicht weiter diskutiert wurde.

2. Das KSK kann sich nicht öffentlich wehren, da keiner vor die Presse treten darf.

3. Der Kommandeur wird
unangemessen behandelt; Die Führung hat - laut Arbeitsgruppe - versagt, Konsequenzen für den Kommandeur gibt es nicht (stattdessen ist einer der Hauptakteure in der „Ermittlungsgruppe“).

4. Kaum einer kennt den Verband und erlaubt sich ein Urteil (wer dort selbst dient, Verwandschaft hat oder häufig kooperativ zusammen arbeitet wird anders denken).

5. Der Sachverhalt um Munition sowie den OStFw wird relativiert (was unkommentiert vom BMVg in der Presse breit getreten wurde und sich tatsächlich ereignet hat, ist schon ein enormer Unterschied.
Titel: Antw:KSK Kommandeur stellt "Ultimatum" an alle rechtsextremen Kameraden
Beitrag von: F_K am 11. Juli 2020, 22:16:08
Kannst Du bitte weiter ausführen?
Titel: Antw:KSK Kommandeur stellt "Ultimatum" an alle rechtsextremen Kameraden
Beitrag von: MMG am 11. Juli 2020, 22:17:50
Dann fehlt dem KSK ein ständiges unabhängiges Element zur Beobachtung, was direkt dem Wehrbeauftragten untersteht.
Titel: Antw:KSK Kommandeur stellt "Ultimatum" an alle rechtsextremen Kameraden
Beitrag von: LwPersFw am 12. Juli 2020, 08:56:26
Der Artikel unterstreicht dennoch einige Aspekte, u.a.:

1. Der ominöse Hauptmann ist ein in der Ausbildung gescheiterter, auffälliger Soldat, was medial (und in unserer Organisation) nicht weiter diskutiert wurde.

2. Das KSK kann sich nicht öffentlich wehren, da keiner vor die Presse treten darf.

3. Der Kommandeur wird
unangemessen behandelt; Die Führung hat - laut Arbeitsgruppe - versagt, Konsequenzen für den Kommandeur gibt es nicht (stattdessen ist einer der Hauptakteure in der „Ermittlungsgruppe“).

4. Kaum einer kennt den Verband und erlaubt sich ein Urteil (wer dort selbst dient, Verwandschaft hat oder häufig kooperativ zusammen arbeitet wird anders denken).

5. Der Sachverhalt um Munition sowie den OStFw wird relativiert (was unkommentiert vom BMVg in der Presse breit getreten wurde und sich tatsächlich ereignet hat, ist schon ein enormer Unterschied.

Das ändert aber nichts daran, dass kein Soldat, auch kein Soldat des KSK - auf Grund des Status "Eliteeinheit" - ,
sich außerhalb der Pflichten des Soldatengesetzes und vor allem seiner Treuepflicht gegenüber seinem demokratischen Staat bewegen darf.

Und das seit dem Wirken des Herrn Günzel rechtes Gedankengut in diesem Verband in Teilen Platz gefunden hat ... ist keine neue Erkenntnis.

Ich würde auch nie soweit gehen, dass das ganze KSK "Rechts" ist.

Aber es war der Punkt erreicht, an dem die Politik nicht mehr von "bedauerlichen Einzelfällen" reden konnte.
Und dann passiert... was jetzt passiert...


https://www.welt.de/politik/deutschland/article210837391/Rechtsextremismus-beim-KSK-Eine-Chronik-vieler-Unruehmlichkeiten.html (https://www.welt.de/politik/deutschland/article210837391/Rechtsextremismus-beim-KSK-Eine-Chronik-vieler-Unruehmlichkeiten.html)


Denn nochmal ...

Es gibt keinen logischen, sachlichen, rechtlichen Grund, dass ein Elitesoldat sich außerhalb seiner Treuepflicht bewegen darf.

z.B. den Hitlergruß zeigt, Diebstahl an Waffen, Munition, Sprengstoff begeht, etc.

Egal wie hart sein Dienst auch sein mag ... den er sich freiwillig ausgesucht hat !

Und wenn jetzt ein KSK'ler in der Vernehmung behaupten würde, er vertritt rechtes Gedankengut weil der Dienst ja so belastend ist... und er brauchte nur ein "Ventil" zum ablassen ...

... nun dann gehört er an einen Platz wo er diesem Druck nicht mehr ausgesetzt ist ... denn dann braucht er ja dieses Ventil nicht mehr...

Aber dieser Platz wird dann nie mehr in irgendeiner Eliteeinheit sein.

Titel: Antw:KSK Kommandeur stellt "Ultimatum" an alle rechtsextremen Kameraden
Beitrag von: funker07 am 12. Juli 2020, 20:40:58
Hier mal ein Link zu einem Artikel zu „TichysEinblick“ zum Thema Politik - Bundeswehr - KSK. Zartbesaitete Links-Grüne Gutmenschen seien vorab gewarnt ...  ::)

 https://www.tichyseinblick.de/tichys-einblick/hoert-auf-mit-dem-getue-schafft-die-bundeswehr-ab/ (https://www.tichyseinblick.de/tichys-einblick/hoert-auf-mit-dem-getue-schafft-die-bundeswehr-ab/)

(Wenn da was von Bezahlen aufploppt einfach auf „ich zahle schon“ klicken.)

Nach den ersten drei Absätzen hatte ich keine Lust mehr zu lesen.

 „liberal-konservatives Meinungsmagazin“ als Eigenbeschreibung ist mehr eine Worthülse.
Volle Zustimmung, MMG.
Billiger Populismus mit einer Rhetorik passend für Menschen ( entfernt ) , die ständig brüllen "Merkel muss weg" oder "früher war alles besser". Auch als Kommentar/Meinung in keinster Weise gehaltvoll.
Da habe ich auf tichyseinblick schon deutlich besseres gelesen, wobei ich gerade wegen solchen, doch eher faktenfreien, Artikeln die Seite immer weniger mag.

Wer solche Ansichten stützt, sollte sich fragen, ob die Bundeswehr das richtige für ihn ist.


EDIT: Es geht auch ohne verbale Beleidigung
Titel: Antw:KSK Kommandeur stellt "Ultimatum" an alle rechtsextremen Kameraden
Beitrag von: LwPersFw am 13. Juli 2020, 17:05:19
https://www.bundeswehr.de/de/extremismus-interview-verfassungstreue-soldatengesetz-277654 (https://www.bundeswehr.de/de/extremismus-interview-verfassungstreue-soldatengesetz-277654)