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04.09.09: Nato tötet Dutzende Taliban bei Angriff auf Tanklastwagen

Begonnen von Timid, 04. September 2009, 10:52:57

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schlammtreiber

Das sieht offenbar so mancher genau so. Auf n-tv.de wird bei mehreren Berichten zum Thema eine Umfrage verlinkt: "War der Angriff auf die Tankwagen gerechtfertigt?"
Derzeit steht "Ja" bei 84% und die Umfrage läuft bereits mehrere Tage (was sie zuverlässiger, wenn auch nicht unbedingt repräsentativ macht)
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schlammtreiber

Man lese und staune: es gibt keine Taliban mehr in Afghanistan!

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,648343,00.html

(unteres Drittel des Artikels)    ;D ;D ;D ;D

Ist das jetzt der Endsieg;)
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StOPfr

Zitat von: schlammtreiber am 11. September 2009, 13:52:07
Ist das jetzt der Endsieg;)
Vermutlich nicht. Was ich aber sehr bemerkenswert finde, ist dieser Satz im Spiegel-Bericht:

ZitatDer Name Taliban sei von einigen Menschen "missbraucht worden", sagte der Sprecher.

Wer das wohl war?
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schlammtreiber

Zitat von: StOPfr am 11. September 2009, 14:30:42
ZitatDer Name Taliban sei von einigen Menschen "missbraucht worden", sagte der Sprecher.
Wer das wohl war?

Das zeugt davon, dass die Taliban inzwischen kapiert haben, dass ihr Name für Mord und Terror steht.

Viel besser finde ich aber die Distanzierung von den pakistanischen Taliban "weil diese bei ihren Anschlägen auch Muslime töten". Das ist gleich aus zwei Gründen lächerlich:

a) die "afghanischen" Taliban kommen ebenso zu großen Teilen aus Pakistan
b) sie morden bei ihren Anschlägen ebenso viele Muslime
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StOPfr

Die Tagesschau berichtet am Samstag (12. 09. 2009) ausführlich über eine

Reaktion auf Kritik des Bundeswehrverbandes
Schneiderhan verteidigt NATO-Luftangriff in Kundus

Der vollständige Beitrag kann hier nachgelesen werden.
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StOPfr

Lt. Tagesschau-Bericht in der Hauptausgabe heute (13.09.2009), 20 Uhr, liegt der Bericht der afghanischen Untersuchungskommission vor:

Karsai-Kommission legt Bericht zu NATO-Angriff vor
30 Zivilisten und 20 Unbewaffnete getötet

Zitat: "Der Befehl zum NATO-Angriff auf zwei Tanklastwagen hatte der Bundeswehr viel Kritik eingebracht. Eine von Afghanistans Präsident Karsai eingesetzte Untersuchungskommission nimmt die Deutschen in Schutz, auch wenn 30 Zivilisten und 20 unbewaffnete Taliban getötet wurden."

Der vollständigen Beitrag von Kai Küstner, ARD-Hörfunkstudio Südasien, steht hier.
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schlammtreiber

70 tote Taliban auf einen Streich. Ich denke wir schulden der USAF das eine oder andere Bier.
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snake99

Zitat von: StOPfr am 13. September 2009, 22:28:53
....
Zitat: "Der Befehl zum NATO-Angriff auf zwei Tanklastwagen hatte der Bundeswehr viel Kritik eingebracht. Eine von Afghanistans Präsident Karsai eingesetzte Untersuchungskommission nimmt die Deutschen in Schutz, auch wenn 30 Zivilisten und 20 unbewaffnete Taliban getötet wurden."
....

Soso, also unbewaffnet .... und woher kamen die verkohlten Waffen, die jeder von uns im TV bei den Tanklastzügen hat erkennen können?
,,Frage nicht was dein Land für dich tun kann, sondern was du für dein Land tun kannst!" John F. Kennedy

schlammtreiber

Zitat von: snake99 am 14. September 2009, 08:58:24
Soso, also unbewaffnet .... und woher kamen die verkohlten Waffen, die jeder von uns im TV bei den Tanklastzügen hat erkennen können?

Waren wahrscheinlich einfach 20 Waffen weniger am Ort des Geschehens als tote Taliban. Es hieß ja schon bei den ersten Berichten der afghanischen Sicherheitskräfte vor Ort, dass über Nacht Waffen verschwunden waren, weggeschafft wurden.
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StOPfr

Spiegel online berichtet heute (18.09.2009) über angeblich gravierende Fehler von Oberst Klein:

Luftangriff in Afghanistan
Deutscher Oberst beging offenbar schwere Fehler

Die Meldung findet sich hier.
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snake99

Im aktuellen "STERN" (Nr. 39 vom 17.9.2009) ist ein ausführlicher Bericht zur Lage in AFG zu finden.

Grob beschrieben geht dem Bericht hervor, dass die NATO mit ihren Absichten alleine in AFG steht, weil die afghanische Regierung zu sehr korrupt ist und nur ihre eigenen Interessen verfolgt. Demnach ist das Geld der NATO sehr gerne gesehen, doch es wird in vielen Teilen nicht zum Wiederaufbau verwendet sondern verschwindet in "fragwürdigen Kanälen". Angeblich finanziert die USA im Süden eine privat Armee eines Warlords und hat diese mit der Feldlagersicherung beauftragt. So würde man der Gefahr entgehen, dass dieser Warlord das Lager mit seiner sehr einflussreichen privat Armee angreift.

Dem Bericht nach, hat indirekt nicht die afghanische Regierung das Sagen im Land, sondern mit Masse die so genannten "Warlords" mit ihren privat Armeen.

Bei mir persönlich kommt so sehr schnell der Eindruck auf, dass sich AFG gar nicht helfen lassen will ... unsere Geld ist gerne gesehen, doch die NATO soll bitte keine Forderungen stellen.  
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Timid

Zitat von: snake99 am 19. September 2009, 15:15:23Angeblich finanziert die USA im Süden eine privat Armee eines Warlords und hat diese mit der Feldlagersicherung beauftragt. So würde man der Gefahr entgehen, dass dieser Warlord das Lager mit seiner sehr einflussreichen privat Armee angreift.

Nein. Es geht nicht um die USA, sondern die Bundeswehr, es ist nicht im Süden, sondern in Faisabad. Ein Zitat eines Bundeswehroffiziers aus dem Artikel: "Dann schießt der wenigstens keine Raketen auf uns".

ZitatDem Bericht nach, hat indirekt nicht die afghanische Regierung das Sagen im Land, sondern mit Masse die so genannten "Warlords" mit ihren privat Armeen.

Stimmt auch nur bedingt - viele dieser Warlords sind Verbündete des Präsidenten und teilweise sogar Teil der Regierung. Der Präsident andererseits ist, laut Artikel, nicht mehr der "Bürgermeister von Kabul", sondern hat ein Netzwerk "zuverlässiger" Leute im ganzen Land ...

ZitatBei mir persönlich kommt so sehr schnell der Eindruck auf, dass sich AFG gar nicht helfen lassen will ...

Kann man so auch nicht sagen, bzw. geht so auch definitiv nicht aus dem Artikel hervor! Die Aussage trifft vielleicht auf Teile der Machthaber zu - aber nicht auf Afghanistan als Ganzes! Und ganz bestimmt nicht auf die Bevölkerung, die gegebenenfalls unter diesen Machthabern zu leiden hat.




Der Artikel nennt jedenfalls etliche Probleme beim Wiederaufbau Afghanistans beim Namen, etwa Versäumnisse beim Aufbau eines Polizei- und Justizapparats, Fehler in/das Fehlen von langfristigen Konzepten für das Land, das System Karzai als Ganzes. Die westlichen Regierungen würden vor Problemen die Augen verschließen, etwa im Hinblick auf das politische System und die vorherrschende Korruption.

Gleichzeitig wird auch darauf eingegangen, dass viele Exit-Strategien etc. das falsche Ziel haben - es ginge mehr um einen Zeitplan, weniger darum, was man ändern und erreichen müsse, um sich zurückziehen zu können, ohne dass das Land in einem kompletten Chaos versinkt. Dabei wird auch auf den Strategiewechsel der USA in Afghanistan eingegangen.
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snake99

Zitat von: Timidviele dieser Warlords sind Verbündete des Präsidenten und teilweise sogar Teil der Regierung. Der Präsident andererseits ist, laut Artikel, nicht mehr der "Bürgermeister von Kabul", sondern hat ein Netzwerk "zuverlässiger" Leute im ganzen Land ...

Warlords mit einer private Armee als "Verbündete" der Regierung zu betiteln halte ich nach meiner Auffassung für stark fragwürdig, da sie ganz klar ihre Interessen vertreten, wie z.B. den teilweisen großflächigen Anbau von Drogen ;)

Ich denke, hätte man die Warlords in der Regierung außen vor gelassen, so hätte AFG neben dem "Talibanproblem" auch noch ein "Warlord Problem".

Zitat von: TimidDie Aussage trifft vielleicht auf Teile der Machthaber zu - aber nicht auf Afghanistan als Ganzes!

Die Machthaber repräsentieren AFG. Wenn diese durch Korruption "glänzen", dann steht dieses Verhalten indirekt für das ganze Land. Sicher wird das Volk es anders sehen, darüber bin ich mir bewusst, doch wie soll man dem Volk helfen, wenn die Regierung in vielen Bereichen nicht mitspielen will und internationale Hilfsmittel in die eigene Tasche wirtschaftet?

Dieses Verhalten erinnert mich ein wenig an die DDR. Der Führungsspitze ging es gut während das Volk an der kurzen Leine gehalten wurde und es an allen Ecken und Kanten fehlte.
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Timid

#88
Zitat von: snake99 am 21. September 2009, 13:46:25Warlords mit einer private Armee als "Verbündete" der Regierung zu betiteln halte ich nach meiner Auffassung für stark fragwürdig, da sie ganz klar ihre Interessen vertreten, wie z.B. den teilweisen großflächigen Anbau von Drogen ;)

Das unterscheidet sie jetzt wie von Karzai und Co? ;)

Wobei ich sie auch nicht als Verbündete der Regierung bezeichnet habe, sondern als Verbündete des Präsidenten. Laut Artikel hat es dieser ja verstanden, diverse fragwürdige Gestalten um sich zu scharen, um die Macht zu behalten ...

ZitatSicher wird das Volk es anders sehen, darüber bin ich mir bewusst, doch wie soll man dem Volk helfen, wenn die Regierung in vielen Bereichen nicht mitspielen will und internationale Hilfsmittel in die eigene Tasche wirtschaftet?

Wobei sich der Artikel gerade im Hinblick auf die Hilfsmittel weniger mit dem Regierungsapparat beschäftigt, sondern eher z.B. mit dem Problem der Schutzgeldzahlungen an die Taliban in machen (vielen?) Gegenden bzw. die hohen Ausgaben für Sicherheitsmaßnahmen, wenn man diese Zahlungen nicht eingehen will.
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schlammtreiber

Der NATO-Bereicht ist da:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,658086,00.html

Den Reaktionen des BMVg nach scheint Oberst Klein entlastet zu werden.
Interessant die seltsamen Reaktionen der GRÜNEN daraufhin  ::)
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