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Autor Thema: BS Mannschaffter  (Gelesen 14812 mal)

Ralf

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Re:BS Mannschaffter
« Antwort #15 am: 22. Juni 2011, 20:02:16 »

ja, ich geb dir mit Punkt 1. völlig recht, andere Nationen hatten dafür viele Jahre. Heißt das aber nun, dass wir sicher Personalmangel haben werden?
Sicherlich ist die derzeitige Soll-Org nicht gedeckt, aber das muss es auch nicht, der von dir bemängelte Weitblick sorgt dafür, dass dem Gott sei Dank nicht so ist.
Ansonsten gibst du die vorherrschende meinung wieder, hier alles wiederzugeben sprengt den Rahmen. ist auch kein Vorwurf, denn um das Beziehungsgeflecht zwischen Veranschlagungsstärke und PSM 2020+ ist nicht jedem zugänglich. Wie gesagt, ist kein Vorwurf, aber leider werden halt subjektive Wahrnehmungen als Objektivität wiedergegeben. Deswegen beschränke ich mich auf den key point
Zitat
dass die Masse der GWDL Stellen jetzt mit SaZ besetzt werden soll und ein kleiner Rest mit FWDL (die sich aber kaum finden lassen).
es gibt sogar wartelisten, weil nicht alle FDWL eingestellt werden können. als beispiel: die luftwaffe hat eine 100% deckung der gem. stärkesteuerbefehl vorgegebenen quote. FWDL werden auf das nächste Quartal vertröstet.
Und btw ein Einstellungsstopp für Mannschaften gibt es definitiv nicht, solche eine Behauptung schadet, denn sie wird weitergetragen und verdichtet sich in den Köpfen mögl. potentieller Bewerber, die dann durch Mund-zu-Mund Propaganda dieses weiter tragen und schlussendlich würden Bewerber ausbleiben
Zitat
All diese Fehler verdichten sich zu einem kompletten Personalchaos, das die Bundeswehr in den nächsten 10 Jahren oder länger nicht mehr in den Griff kriegen wird.
Zwischen Chaos und Übergangsfriktionen ist immer noch ein Unterschied. Bei einer Transformation dieser Größe kommt es zu strukturellen Verwerfungen (dieses gabs und gibst auch in anderen Ländern), es als Chaos zu bezeichnen, greift zu kurz, diese Einschätzung würde ich allerhöchstens retrospektiv wagen.

eine Einschätzung, ob es BS Mannschaften geben wird kann ich nur aus persönlicher Sicht wiedergeben: ich denke mal eher nicht, aber ich denke, es wird eine Erhöhung der Verpflichtungszeiten und den Fall der Altersgrenze 40. Lebensjahr geben.
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Andi

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Re:BS Mannschaffter
« Antwort #16 am: 22. Juni 2011, 20:21:30 »

ja, ich geb dir mit Punkt 1. völlig recht, andere Nationen hatten dafür viele Jahre. Heißt das aber nun, dass wir sicher Personalmangel haben werden?

Ja, denn: Siehe oben.
Und diese "anderen Nationen" haben diesen Personalmangel auch trotz dieser "vielen Jahre", nur das wir ihn noch massivst verschärft haben.

Sicherlich ist die derzeitige Soll-Org nicht gedeckt, aber das muss es auch nicht, der von dir bemängelte Weitblick sorgt dafür, dass dem Gott sei Dank nicht so ist.

Da muss ich doch durchaus schmunzeln. Entweder du redest nicht von der Bundeswehr oder du hast schlicht keine Ahnung vom Thema.

es gibt sogar wartelisten, weil nicht alle FDWL eingestellt werden können. als beispiel: die luftwaffe hat eine 100% deckung der gem. stärkesteuerbefehl vorgegebenen quote. FWDL werden auf das nächste Quartal vertröstet.

Ach deswegen gehen Infantriekompanien mit 70% Sollstärke in den Einsatz und haben sich vorher schon Mannschaften aus dem gesamten Verband zusammengeklaut.
Aber wenn es der Luftwaffe so gut geht ist ja alles in Ordnung...  ;D

Und btw ein Einstellungsstopp für Mannschaften gibt es definitiv nicht

Davon sprach hier auch niemand...

Zwischen Chaos und Übergangsfriktionen ist immer noch ein Unterschied.

Genau und deswegen wähle ich das Wort "Chaos" auch ganz bewusst.

Bei einer Transformation dieser Größe kommt es zu strukturellen Verwerfungen (dieses gabs und gibst auch in anderen Ländern), es als Chaos zu bezeichnen, greift zu kurz, diese Einschätzung würde ich allerhöchstens retrospektiv wagen.

Nun, wenn ich mit meinem Auto mit 100 km/h auf einen Brückenpfeiler zurase, dann sehe ich zu, dass ich das änder, denn dass das zum GAU führt ist eindeutig. In so einer Situation erst mal abzuwarten, um dann "allerhöchstens retrospektiv" eine realistische Lageeinschätzung abzugeben zeugt von einer gewissen Lebensunfähigkeit, aber das erinnert mich an den ein oder anderen Politiker.

eine Einschätzung, ob es BS Mannschaften geben wird kann ich nur aus persönlicher Sicht wiedergeben:

Dann ist ja gut. Einen Tagesbefehl aus ministerieller Sicht hatte hier jetzt auch keiner erwartet...

Gruß Andi
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Ralf

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Re:BS Mannschaffter
« Antwort #17 am: 22. Juni 2011, 20:42:57 »

ich habe mich deiner Sichtweise sachlich genähert und anschließend dir meine Sichtweise wiedergegeben, weder polemisch noch auf der persönlichen Ebene; mir keine Ahnung zu unterstellen oder eine gewisse Lebensunfähigkeit und sich auch noch in Sarkasmus zu ergehen, halte ich für schlichtweg nicht angebracht, weil es die Diskussion auf die persönliche Ebene verschiebt. und wenn das dann noch von einem Moderator kommt, ist das mehr als traurig. du solltest zumindest hier deine Handlungsweise als quasi-öffentliche Person überdenken. Von einem Moderator erwarte ich neben Sachlichkeit die Fähigkeit zu moderieren. Diese war dir in diesem Beitrag nicht gegeben.
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Schamane

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Re:BS Mannschaffter
« Antwort #18 am: 22. Juni 2011, 21:04:46 »

Also ein BS - Mannschaften kann ich mir auch nicht vorstellen, aber Gerüchte über den SaZ - 25 Mannschaften und Unteroffiziere ohne Portepee hat der Bundeswehrverband schon in Vorträgen kolpotiert. Vom Übergangsgebührniss in Hartz IV / V / VI oder was es in 25 oder 30 Jahren gibt.
Die Bundeswehr muss berücksichtigen, dass die Lebensarbeitszeit auf 67 gesetzt wird und es Bestrebungen gibt auf 69 hoch zu gehen. Wenn sich jetzt der 17 jährige Tatsächlich auf 25 Jahre Mannschaften verpflichtet, werden wir in den Foren weiterhin Diskussionen haben wie komm ich aus dem Bund raus. Weil mit 25 bis 30 erkennt er das er in einer Sackgasse ist. Daher lehne ich aus Führsorgeverhalten alles über SaZ - 8 Mannschaften ab, es sei denn Vater Staat macht sich einmal Gedanken nach einem Qualifizierungsprogramm, damit die Leute nicht gleich bei Hr. Weise's Nachfolgern auf der Matte stehen. Denn es ist schon lustig, dass ausgerechnet unter der Führung des Chef's der Arbeitsagentur so etwas erdacht wurde.
Ich glaube und hoffe das die Verantwortlichen so viel Sachverstand haben das sie dieses Problem sehen. Doch wie immer steht alles unter haushalterischem Vorbehalt und das ist das Kreuz, denn mit 3 Jahren bezahlter Ausbildung gewinne ich beim SaZ 12/13 schon keinen Blumentopf und beim SaZ - 25 schon gleich garnicht, wenn er 20 Jahre nicht im Beruf gearbeitet hat.
Man mag mir vielleicht vorhalten, dass ich nicht die Belange der Bundeswehr berücksichtige. Nun ja die berücksichtigen a andere mehr als genug und b nur ein motivierter und überzeugter Soldat bringt die Leistung die von ihm erwartet wird. Das man die Laufbahn beim SaZ 15 oder 25 zum OSG strecken müßte steht außer Frage für mich. Weil ansonsten bleibt er von 21 bis 42 OSG und beim SU sieht es nicht besser aus mit 19 eingestellt und bis 44 SU ohne jede Beförderung ob das so gut ist kann man Hinterfragen.
Was ich mir aber vorstellen kann, ist das den Btl. mehr Autonomie bei der Besetzung eingeräumt wird und ich somit auch einen HG oder SG in die Feldwebellaufbahn bekomme ohne  Himmel und Hölle in Bewegung zu setzen und das steigert wenn die realistische Chance besteht auch wieder die Attraktivität.
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miguhamburg1

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Re:BS Mannschaffter
« Antwort #19 am: 23. Juni 2011, 09:31:03 »

Lieber Ralf,

Ein Diskussionsforum dient der Diskussion - und da geraten schon einmal zwei Meinungen aufeinander. Und solche Antworten gefallem einem dann nicht immer. Moderatoren sollen ausgleichend wirken, das ist richtig. Und dennoch dürfen auch Sie als Teilnehmer an der Diskussion ihre Meinung kundtun. Dass es hier gelegentlich zu einem Spagat kommt, der auch nicht immer gelingt, liegt auf der Hand. Hier liegt der Fall aus meiner Sicht so, dass Sie Andis erste Zuschrift versuchten, in ihren einzelnen Aspekten zu sezieren und ihm dabei falsche Rückschlüsse zu "beweisen". Dass er hierauf auch einzeln reagiert und seine Sicht der Dinge aufzeigt, ist doch nicht zu kritisieren. Und, ich finde, dies hat er deutlich, aber zurückhaltend getan.

@ schamane: Schön, dass Sie die SaZ Mannschaften über 8 Jahre ablehnen. Aber da wird die Bundeswehr Ihrer Meinung nicht folgen. Und wenn Sie die entsprechenden Informationen des Ministeriums zur Gestaltung der Reform ausgewertet hätten, wäre es Ihnen nicht verborgen geblieben, dass zusammen mit der Änderung der Struktur sowohl die dienstzeitbegleitende Aus- und Weiterbildung, als auch die Durchlässigkeit der Laufbahnen gewährleistet werden sollen. Hiermit eröffnen sich - wenn es denn so umgesetzt wird - auch Mannschaftern die Chancen für Berufsqualifizierung, Laufbahnwechsel - und dann in Verbindung mit dem BFD auch ein besserer Übergang in das zivile Erwerbsleben.
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Andi

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Re:BS Mannschaffter
« Antwort #20 am: 23. Juni 2011, 13:43:34 »

Gibt es denn schon weitere Gedanken zum Thema sanitätsdienstliche Versorgung über die Dienstzeit hinaus für SaZ ab einem gewissen Lebensalter bei Dienstzeitende?

@Ralf:
Keine Sorge, wenn ich moderiere, dann merkt das jeder Beteiligte...

Gruß Andi
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aslaN

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Antw:BS Mannschaffter
« Antwort #21 am: 26. Mai 2016, 09:27:57 »

Also wir haben bei uns die Meldung bekommen dass alle Soldaten mit SaZ Status Motiviert werden sollen auf die längst mögliche Dauer zu verlängern. Eine andere Quelle sagt dass innerhalb der nächsten 2 Jahre es für SaZ 20 aufwärts möglich sein wird BS zu beantragen.
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KlausP

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Antw:BS Mannschaffter
« Antwort #22 am: 26. Mai 2016, 09:31:15 »

Und welche "Quelle" soll das sein? Erhellen Sie uns doch bitte mal ...
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Ralf

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Antw:BS Mannschaffter
« Antwort #23 am: 26. Mai 2016, 09:39:07 »

Im Zuge der Trendwende Personal ist Personalbindung (Weiterverpflichtung) ein ganz wichtiger Baustein, sogar stärker in den Fokus zu setzen als Personalgewinnung.
Die Bedarfsträger sehen keinen Grund für BS Msch. Msch braucht man in jungen Jahren, wenn sie körperlich leistungsfähiger sind. Der Expertiseerhalt ist in höheren Laufbahnen gefragt und erforderlich.
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Opa_Hagen

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Antw:BS Mannschaffter
« Antwort #24 am: 26. Mai 2016, 10:31:48 »

"Für die Personalbindung wollen wir den Berufssoldaten für Mannschaften und Unteroffiziere ohne Portepee einführen"

Quelle: „Wilhelmshavener Erklärung“ zur Zukunft der Deutschen Marine, 12. Februar 2016; Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Andreas Krause
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aslaN

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Antw:BS Mannschaffter
« Antwort #25 am: 26. Mai 2016, 10:38:02 »

Naja wenn man sieht dass der Erste Zug eines Kompanie´s Stand 2011 67 Mann Stark war und heute 27 liegt dann ist das meiner Meinung nach bedenklich klar bekommt man FWDL´er jedoch werde diese mit Gewissheit keine Panzerfahrer oder Pioniermaschienenführer die Soldaten die es jedoch waren scheiden nach und nach aus. Ich frage mich also wie die Meinung hier entsteht dass man keine Manschafter braucht. Meine Quelle? Ja ein anderer Stabsdienstsoldat der einem General unterstellt ist er wusste auch 2 Jahre vorher dass es SaZ20 25 geben wird. Und wenn man nach der Qualität der jetzt eingestellten Manschafter mit dem vor 4 Jahren vergleich da kommen mir die Tränen. Ich habe schon selber Gefreite gesehen die 35 Jahre alt waren also wenn man die Manschafter so "Jung" braucht sollte man diese auch nicht einstellen oder?
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KlausP

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Antw:BS Mannschaffter
« Antwort #26 am: 26. Mai 2016, 11:05:03 »

Zitat
... Meine Quelle? Ja ein anderer Stabsdienstsoldat der einem General unterstellt ist ...

Das ist ja mal eine echt belastbare Quelle! Aber sowas habe ich mir schon gedacht. Dann bin ich mal gespannt, wie lange das dauert, bis das denn vielleicht mal kommt und für welchen Personenkreis. Dass die Dotierung der Spieß-Dienstposten in den Kampfkompanien auf OStFw angehoben werden sollen, ging schon Ende der 90er als Gerücht rum ...  ::)

Den Rest Ihres Beitrages lasse ich lieber unkommentiert.
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Antw:BS Mannschaffter
« Antwort #27 am: 26. Mai 2016, 11:19:51 »

Zwischen 35 und 50 ist noch ein kleiner Alterssprung und gerade ab 40/45 gehts mit den körperlichen Einschränkungen richt los. Warm hatte man früher als Höchstaltersgrenze für Verpflichtungen das 40. Lj? Das ist ja nicht aus der Luft gegriffen.
Und da kann der Herr Admiral noch so viel sagen (in der Erklärung vom Februar gibt es auch noch andere Dinge, die so nicht mit seinem Kdo abgestimmt sind, was das Kdo schon sehr verwundert z.K. genommen hat), die BT haben keinen Bedarf angemeldet. Vor allem macht das wenig Sinn, wenn man sich das Besatzungskonzept der neuen Fregatten anschaut und wie wenige Msch dort noch sind. Und ob die alten dann auch die BDV bekommen?

Wenn man FWDL nicht zu PzFahrer ausbildet, so kann man das ohne weiteres mit den SaZ 04 oder 08 machen und diese können sich auch weiterverpflichten. Wo ist da das Problem? Msch gibt es mehr als genug Bewerbungen und wenn das Heer mehr Grundausbildungskapazität hätte, könnte es auch noch mehr einstellen. Es mangelt also nicht an Interessenten, sondern am Ausbildungsplatz.
Bis auf das Heer hat jeder MilOrgBer einen Überhang an Msch. Und wo kein Bedarfsdeckungsproblem ist, gibt es auch keine Notwendigkeit Möglichkeiten einzuführen, die mehr Nachteile mitbringen als vorhandene.
Was viele vergessen ist, dass falls es Msch BS geben würde, dass dafür sehr viel weniger Ungediente eingestellt werden könnten. Ich höre dann schon wieder das Geschrei: ich wollte unbedingt zum Bund, aber die haben mich nicht genommen.
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miT

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Antw:BS Mannschaffter
« Antwort #28 am: 26. Mai 2016, 11:37:28 »

Darf ich kurz eine Zwischenfrage einwerfen, unterliege ich einem Irrtum, dass die Marine einem Mangel an Mannschaften unterliegt?

Mein subjektives Gefühl bezüglich Mannschaften, und da und ich kann jetzt nur für einzelne Kompanien der DSO sprechen, dass immer mehr Mannschafts-Dienstposten abgebaut werden und zu Uffz stellen werden. Und die verbleibenden alle OSG mit sehr langer Verpflichtung (SAZ) sind. Wenn ich an den letzten Einsatz denke hat man kurz vor der Abreise bis auf drei MKF alle Mannschaften kurzfristig ausgeplant.


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Papierberg

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Antw:BS Mannschaffter
« Antwort #29 am: 26. Mai 2016, 11:37:43 »

Solange ich die Personalplanungen der Bundeswehr bewusst verfolge, hat sich zunehmend das Bild gut formulierter Annahmen und hehrer Absichten verfestigt, die leider im großen Zusammenhang dem Praxistest letztlich nicht standgehalten haben. Nach meiner Einschätzung täuschen auch kleinere Erfolge auf einzelnen Gebieten nicht darüber hinweg, dass das Zusammenspiel von politischer Führung mit parteipolitisch-ideologisch gefärbtem Wunschdenken, sicherheitspolitischer Realitätsverweigerung, industrieller Einflussnahme, jahrzehntelanger Unterfinanzierung und Managementfehlern des Führungspersonals die Bundeswehr von einer Reform zur nächsten Nachsteuerung hetzt, ohne dass der große Wurf zu gelingen scheint. Gemessen an den Zielen einer höheren Einsatzbereitschaft, demografiefesten Strukturen, besserer Ausrüstung etc. etc. wird eine Trendwende nach der nächsten postuliert, ohne dass die Ankündigungen mit erfolgversprechenden Ressourcen hinterlegt sind, die die Anstrengungen rechtfertigen. Es bleibt trotzdem zu hoffen, dass jemand jenseits des Hamsterrades das große Ganze im Blick behält.
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