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Autor Thema: "Scharfe Lehrprobe" G36 Zerlegen/Zusammensetzen  (Gelesen 27776 mal)

TheAdmin

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Re: "Scharfe Lehrprobe" G36 Zerlegen/Zusammensetzen
« Antwort #15 am: 09. August 2009, 17:47:50 »

In der AGA wäre so ein Einstieg auch nicht wirklich sinnvoll, sogar kontraproduktiv. Aber Fakt ist, dass im Einsatz viele Waffen stören und daher Wartung und Pflege extrem wichtig sind. Klar... zerlegen/zusammensetzen eines MG unter Feuer macht keiner, war auch nicht so gemeint, es geht eher darum, dass sowas nicht vorkommen sollte, nur weil jemand beim MG den Verschluss falsch zusammengesetzt hat.
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snake99

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Re: "Scharfe Lehrprobe" G36 Zerlegen/Zusammensetzen
« Antwort #16 am: 09. August 2009, 19:38:36 »

Ich habe mein "Lego Beispiel" genannt, da uns damals während des 3-monatigen Uffz Lehrgangs alter Art HUS I Münster ebenfalls befohlen wurde zivile Beispiele zu nehmen und keine militärischen. Zumindest nicht, wenn es sich um eine "Erstausbildung" gehandelt hat. Bei "Wiederholungsausbildungen" durften wir uns im Einstieg auf militärische Beispiele berufen. Wenn ich mich jedoch recht entsinne, hatte wir als "scharfe Lehrproben" (zu meiner Zeit waren es noch 8!!!) immer Erstausbildungen. 

Unser AK Leiter (Hptm und Dipl. Sozialpädagoge) erklärte es damit, dass sich das Ausbildungsgebiet der Methodik / Didaktik zivil orientiert und nur mit militärischen Inhalten gefüllt wurde.    
« Letzte Änderung: 09. August 2009, 19:41:23 von snake99 »
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schlammtreiber

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Re: "Scharfe Lehrprobe" G36 Zerlegen/Zusammensetzen
« Antwort #17 am: 10. August 2009, 09:16:28 »

Ich glaube, hätte mir jemand Legosteine auf die Kokosmatte oder Zeltbahn gelegt, ich wäre vor Lachen kollabiert.  :D
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wolverine

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Re: "Scharfe Lehrprobe" G36 Zerlegen/Zusammensetzen
« Antwort #18 am: 10. August 2009, 09:25:16 »

Ja - in meiner eigenen Grundausbildung hatte sich der "methodische Einstieg" auch mit einem schlichten "machen"! Und wir haben auch nichts anderes erwartet. Aber im Laufe der weiteren Ausbildung und Lehrgänge wurde mir dann auch der Genuss des Methodik und Didaktik und des Feuerwerks moderner Menschenführung nahe gebracht. Und auf jedem Lehrgang lernte ich auch, dass Dinge unzulässig sind, die wir alle schon erlebt haben. Tempora fugit... ;)
« Letzte Änderung: 10. August 2009, 14:54:08 von wolverine »
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TheAdmin

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Re: "Scharfe Lehrprobe" G36 Zerlegen/Zusammensetzen
« Antwort #19 am: 10. August 2009, 14:34:43 »

In einer AGA zieht am ehesten den Rekruten einfach eine zerlegte Waffe zu präsentieren und nicht lang rumzumachen. Die sind dann schon eh Feuer und Flamme ;) Da kann man so viel über methodische Einstiege flanieren,wie man will. Das Thema ist für Rekruten an sich interessant, da braucht es aus meiner Sicht keinen Bezug zum Zivilleben. Schwieriger wirds, wenn es um Themen wie ABC Abwehr oder Fernmeldedienst geht. Das interessiert die nicht, da muss man die schonmal anderweitig einfangen. Jedoch sollte man sich im klaren sein, dass man es mit Erwachsenen zu tun hat. Welcher Erwachsene fühlt sich nicht ein wenig veralbert, wenn ihm ne Kiste Lego vor die Nase gesetzt wird? Es muss einfach dem Alter entsprechend sein und da gibt es schöne kleine Denkspiele (angesprochene Holzrätsel) oder eben Vergleiche aus dem Erwachsenenleben (Reifenwechsel, IKEA-Regal, ...).

Aber AGA ist ansich die einfachste Art der Ausbildung. Viel schwieriger wirds, wenn man gestandene Soldaten vor sich hat, die evtl. mehr Erfahrung als der Ausbilder haben. Die in ein Thema reinzunehmen, zu überzeugen und dann auszubilden ist wesentlich schwieriger und da ziehen die Minimalansätze aus der ZDv nicht mehr, da gehts dann in die Dialogik, wofür man im Bereich Rhetorik und Didaktik einiges drauf haben sollte.

Diese simple Trennung Erstausbildung/ Wiederholungsausbildung halte ich für absolut unzureichend. Es kommt auf die Zielgruppe an. Rekruten in der AGA und Erstausbildung ist was ganz anderes, als einsatzerfahrene Offiziere und Erstausbildung und wer alle seine Lehrproben auf AGA Niveau macht, der hat aus meiner Sicht ein echtes Defizit in der Truppe außerhalb der EU-Kp.
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snake99

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Re: "Scharfe Lehrprobe" G36 Zerlegen/Zusammensetzen
« Antwort #20 am: 10. August 2009, 15:00:43 »

... Viel schwieriger wirds, wenn man gestandene Soldaten vor sich hat, die evtl. mehr Erfahrung als der Ausbilder haben. Die in ein Thema reinzunehmen, zu überzeugen und dann auszubilden ist wesentlich schwieriger und da ziehen die Minimalansätze aus der ZDv nicht mehr, da gehts dann in die Dialogik, wofür man im Bereich Rhetorik und Didaktik einiges drauf haben sollte.

Diese simple Trennung Erstausbildung/ Wiederholungsausbildung halte ich für absolut unzureichend. Es kommt auf die Zielgruppe an. Rekruten in der AGA und Erstausbildung ist was ganz anderes, als einsatzerfahrene Offiziere und Erstausbildung und wer alle seine Lehrproben auf AGA Niveau macht, der hat aus meiner Sicht ein echtes Defizit in der Truppe außerhalb der EU-Kp.

Volle Zustimmung, doch ist es nicht so, dass sich die Ausbildungsszenarien der heutigen Uffz Lehrgänge (immer noch) auf eine Ausbildungssituation in der AGA berufen? Ich denke, das es lediglich grobes Ziel ist, dem angehenden Vorgesetzten ein "Basistool" zu erlernen, welches die Grundsätze der Methodik / Didaktik und auch Rhetorik beinhaltet.  Es liegt dann später an dem jungen Vorgesetzten seine Kenntnisse und Erfahrungen zu vertiefen, weiter auszubauen und zu verfeinern.
Würde ein Ausbilder im Rahmen einer EAKK in Hammelburg einem gestandenen StFw mit Legosteinen kommen, so kann ich mir die Reaktion des StFw bildlich vorstellen ....

Nehmen wir ein anderes Beispiel:
Der Malerlehrling lernt während seiner Ausbildung das Tapezieren oftmals nur anhand einer Raufasertapete. Will er eine hochwertige Mustertapete mit Versatzmuster kleben, so muss er sich diese Kenntnisse in aller Regel selber aneignen. Durch seine (Grund-)Erfahrungen mit der Raufasertapete weis er jedoch schon mal im groben, worauf es ankommt.   
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