Forum Chat ()

StartseiteForumTeamANB / RegelnFeedgenerator Hilfe
  • 24. Juni 2018, 18:35:17
  • Willkommen Gast
Bitte logg dich ein oder registriere dich.

Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge
Erweiterte Suche  

Neuigkeiten:

Autor Thema: Fragen zur vorgeschlagenen Einplanung im Bereich als CIR IT Feldwebel  (Gelesen 2322 mal)

Cercetas

  • *
  • Offline Offline
  • Beiträge: 16

Guten Abend zusammen,
Ich wurde am 07.02 bis 09.02 nach Stuttgart für div. Einstellungstests geladen.
Initial beworben hatte ich mich als IT Feldwebel (CIR)

ZU MEINER Person:
Bin 23 Jahre und aktuell in einem Mittelständischem Betrieb als IT Sachbearbeiter / Admin tätig.
Besitze die mittlere Reife und eine Ausbildung zum Informatikksufmann.

Nachdem ich sowohl den Sporttest, CAT und das psychologische Eignungsgespräch wohl - laut Prüfer - mit bravur bestanden hatte, ging ich direkt zum Einplaner.
Der Prüfer hatte mir - aufgrund meiner Ergebnisse, Antworten und kommunikativen Art - eine Offizierslaufbahn bei der Luftwaffe empfohlen. (weiß nicht so recht, was ich mit dieser Aussage anfangen soll)

Der Einplaner hat mir nun 4 Bereiche / Einsatzgebiete zur Verfügung gestellt:
- Informations- und Telekommunikationstechnikfeldwebel Informationsübertragung Weitverker Bundeswehr
- Informations- und Telekommunikationstechnikfeldwebel Informationsübertragung Funkverkehr Bundeswehr
- Informations- und Telekommunikationstechnikfeldwebel Informationsverarbeitung Bundeswehr
- "S6 Feldwebel"

Habe beim initialen Einplanungsgespräch um weitere Gedenkzeit gebeten, da ich nach dem Gespräch MEHR ungeklärte Fragen hatte als davor.

Anbei Fragenkatalog zu meinen - am höchsten priorisiertesten - Fragen.
Da ich Ende dieser Woche einen Rückruf mit dem Einplaner vereinbart habe, hoffe ich natürlich, dass ihr meine Fragen entsprechend beantworten könnt.

1. Welche von den oben genannten Bereichen kommt am nähestem dem Tätigkeitsbereich eines klassischen, eigenständigen Netzwerk- / Infrastrukturadministrators am nähesten? ( ich möchte weitestgehend weg vom 1st / 2nd Level Support und detaillierter in die Netzwerk- / Administrationsschiene einsteigen)

2. Der Prüfer hatte mir die Offizierslaufbahn vorgeschlagen, ich habe mich allerdings initial als Feldwebel beworben, da ich lediglich eine IT Ausbildung, aber kein Abitur oder vergleichbaren Bildungsgrad nachweisen kann.
Ist ein Laufbahnwechsel im Nachhinein ohne weiteres möglich oder bin ich wohl besser aufgestellt, mein Abitur neben meiner aktuellen Tätigkeit nachzumachen und mich anschließend nochmals gesondert als Offizier zu bewerben?
Ich möchte definitiv, bildungstechnisch nach Aneignung des operative Professionals NICHT stehen bleiben und meine restliche Zeit absitzen, sondern langzeittechnisch gesehen die Offizierslaufbahn einschlagen, um ein Studium im Bereich Wirtschaftsinformatik antreten zu können.

3. Luftwaffe wäre für mich angebrachter laut Prüfer, als IT "Spezialist / Feldwebel" gehöre ich allerdings dem CIR an.
Wie ist das genau aufgeteilt? Der CIR ist ja eine neu gegründete Abteilung mit Schwerpunkt im IT Bereich.
Sind im CIR sämtliche militärische Bereiche zusammengewürfelt (aus Heer, Luftwaffe und Marine)?
Muss ich dem Einplaner mitteilen, dass ich bei der Luftwaffe im Bereich CIR eingesetzt werden möchte oder gibts diese klassische Einteilung im CIR nicht?

Ich freue mich auf eure Antworten!
Bis dahin, wünsche euch noch einen angenehmen Abend.

Grüße



Gespeichert

Cercetas

  • *
  • Offline Offline
  • Beiträge: 16

Vorab bitte ich, sämtliche Rechtschreib- und Satzbaufehler zu entschuldigen.
Text wurde innerhalb kurzer Zeit auf dem Smartphone verfasst.
Könnte auch keine Bearbeitungsfunktion auf die schnelle finden.

Grüße
Gespeichert

IcemanLw

  • **
  • Offline Offline
  • Beiträge: 112

Also ganz unmöglich ist das mit dem Offizier werden nicht, aber nagel mich nicht drauf fest, dass das auch in dem Fall klappt.

https://www.hochschulkompass.de/studium/voraussetzungen-fuer-studium/hochschulzugangsberechtigung/studieren-ohne-abitur.html
Gespeichert
Kronen erbt man, Königreiche muss man sich verdienen

KlausP

  • Reservespieß
  • *****
  • Online Online
  • Beiträge: 25.379

Nur so als Denkanstoß: Es gibt ja auch Offiziere des Truppendienstes ohne Studium. Vermutlich meint der Einplaner das mit seinem Angebot.
Gespeichert
StOFä (NVA) a.D., StFw a.D.
aktiver Soldat vom 01.11.71 bis 30.06.06, gedient in zwei Armeen

funker07

  • ****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 731

Das sind die Verwendungen, die einem IT-Administrator im zivilen am nähesten kommen:
- Informations- und Telekommunikationstechnikfeldwebel Informationsübertragung Weitverker Bundeswehr
- Informations- und Telekommunikationstechnikfeldwebel Informationsverarbeitung Bundeswehr

Achte aber auf die Zweitverwendung, ein InfoÜbertrager Lokale verlegefähige Netze hat Cisco Router und Switche, Server mit Virtualisierung usw
Ein InfoÜbertrager NetzServiceTrupp macht Kabelbau.

CIR ist ein eigener Organisationsbereich, der vergleichbar mit der Streitkräftebasis (Logistik, Feldjäger,...) und dem zentralen Sanitätsdienst Dienstleiter für die anderen Teilstreitkräfte ist.
Im CIR gibt es Heeres-, Luftwaffen- und Marineuniformträger, wobei dadurch fast nur die Uniform und der militärische Anteil der Ausbildung anders sind. Bei mir im Büro sitzen Heeres- und Luftwaffenuniformträger und machen die gleiche Arbeit.
Trotzdem gibt es auch "echte ITler" innerhalb der Teilstreitkräfte, allerdings deutlich weniger.

Vorsicht mit dem S6Fw, da ist der Anteil an Verwaltungstätigkeit oft deutlich höher als der IT-Anteil.

Ein Offizier ist mehr als ein studierter IT-Admin, sondern in erster Linie Führer und Manager. Tiefgehende fachliche Ausbildung ist da deutlich seltener, hier gilt Breite vor Tiefe.
Ob da nicht ein Fernstudium eher in deinem Sinne liegt, müsste man sich genauer angucken.
Allerdings benötigst du nicht zwingend Abitur für die Laufbahn. Wie das mit dem Alter aussieht, kann ich dir nicht sagen, meines Wissens gibt es noch eine Höchstgrenze für die Bewerbung zum Offizier (Truppendienst).
Gespeichert

Ralf

  • Personaler
  • Global Moderator
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 14.789

Ja, noch gilt 30 als Altersgrenze.
Sich ohne Abitur als OffzTrD durchzusetzen ist schwierig, auch in Anbetracht der vielen Bewerbungen mit Vollabitur und FH-Abi. Und dann braucht man ja auch noch eine Studieneignung.
WINF ist ein universitärer Studiengang, da brauchst du Abitur, TechINF geht an der FH-Fakultät.
Der Regeleinstieg mit einem Gesellenberuf ist die Unteroffizier- oder Feldwebellaufbahn.

Als Fw kann man nach der 2. Beurteilung einen Laufbahnwechsel zum OffzMilFD beantragen. Das ist nicht mit einem Studium, sondern mit einer Ausbildung auf Techniker-/Betriebswirthöhe verbunden.
Gespeichert
Bundeswehrforum.de - Seit 15 Jahren werbefrei!
Helft mit, dass es so bleibt.

Cercetas

  • *
  • Offline Offline
  • Beiträge: 16

Das sind die Verwendungen, die einem IT-Administrator im zivilen am nähesten kommen:
- Informations- und Telekommunikationstechnikfeldwebel Informationsübertragung Weitverker Bundeswehr
- Informations- und Telekommunikationstechnikfeldwebel Informationsverarbeitung Bundeswehr

Achte aber auf die Zweitverwendung, ein InfoÜbertrager Lokale verlegefähige Netze hat Cisco Router und Switche, Server mit Virtualisierung usw
Ein InfoÜbertrager NetzServiceTrupp macht Kabelbau.

CIR ist ein eigener Organisationsbereich, der vergleichbar mit der Streitkräftebasis (Logistik, Feldjäger,...) und dem zentralen Sanitätsdienst Dienstleiter für die anderen Teilstreitkräfte ist.
Im CIR gibt es Heeres-, Luftwaffen- und Marineuniformträger, wobei dadurch fast nur die Uniform und der militärische Anteil der Ausbildung anders sind. Bei mir im Büro sitzen Heeres- und Luftwaffenuniformträger und machen die gleiche Arbeit.
Trotzdem gibt es auch "echte ITler" innerhalb der Teilstreitkräfte, allerdings deutlich weniger.

Vorsicht mit dem S6Fw, da ist der Anteil an Verwaltungstätigkeit oft deutlich höher als der IT-Anteil.

Ein Offizier ist mehr als ein studierter IT-Admin, sondern in erster Linie Führer und Manager. Tiefgehende fachliche Ausbildung ist da deutlich seltener, hier gilt Breite vor Tiefe.
Ob da nicht ein Fernstudium eher in deinem Sinne liegt, müsste man sich genauer angucken.
Allerdings benötigst du nicht zwingend Abitur für die Laufbahn. Wie das mit dem Alter aussieht, kann ich dir nicht sagen, meines Wissens gibt es noch eine Höchstgrenze für die Bewerbung zum Offizier (Truppendienst).

InfoÜbertrager Lokale verlegefähige Netze klingt genau nach dem Tätigkeitsbereich, den ich gerne machen werde - sollte ich den Einplaner morgen nochmals spezifisch darauf aufmerksam machen? Genannt wurde mir dieser Tätigkeitsbereich nämlich leider nicht.
Infoverarbeiter hatte der Einplaner auch gemeint, klang für mich - anhand der Tätigkeitsbeschreibung - aber in erster Linie mehr nach 1st / 2nd Level Support (im Vergleich zum Infoübertrager Weitverkehr)

Hätte das mit dem Bundeswehr Ausfallverfahren nicht geklappt, würde ich im Oktober diesen Jahres mit meinem operative Professional (IT Projektleiter) bei der IHK starten - dort hatte mir der technische Berater auch mitgeteilt, dass vorallem in höheren IT Positionen in erster Linie Führung, Charisma und ein eher breiteres - anstatt tieferes - IT Wissensspektrum abverlangt wird - umso höher in der Hierarchie, umso weniger hat man mit der eigentlichen Techik zu tun, das ist mir bewusst und genau das strebe ich in der Offizierslaufbahn auch an.

Den S6Fw werde ich komplett streichen, Organisation und primärer 1st Level Support strebe ich nicht an, hat mir während der Ausbildung schon gereicht :)
Ab und an - gerne - allerdings nicht auf 12 Jahre :)

Besten Dank für deine ausführlichen Antworten - hast mir schonmal sehr weitergeholfen

Grüße

Gespeichert

Cercetas

  • *
  • Offline Offline
  • Beiträge: 16

Ja, noch gilt 30 als Altersgrenze.
Sich ohne Abitur als OffzTrD durchzusetzen ist schwierig, auch in Anbetracht der vielen Bewerbungen mit Vollabitur und FH-Abi. Und dann braucht man ja auch noch eine Studieneignung.
WINF ist ein universitärer Studiengang, da brauchst du Abitur, TechINF geht an der FH-Fakultät.
Der Regeleinstieg mit einem Gesellenberuf ist die Unteroffizier- oder Feldwebellaufbahn.

Als Fw kann man nach der 2. Beurteilung einen Laufbahnwechsel zum OffzMilFD beantragen. Das ist nicht mit einem Studium, sondern mit einer Ausbildung auf Techniker-/Betriebswirthöhe verbunden.

Das mit den 30 Jahren Altersgrenze hatte ich bereits gehört, ja - fühle mich eh schon richtig alt im Vergleich zu den meisten Bewerbern der Offizierslaufbahn, evtl. kann ich später ja mit anderen Qualifikationen - als mit einem jungen Alter - punkten. :)
Muss definitiv Gas geben und mir den Arsch aufreißen, sodass ein Laufbahnwechsel später auch klappt.

Bin ehrlich gesagt kein Freund davon, als Grundvoraussetzung ein Abi oder ähnliche schriftliche Qualifikationen mitbringen zu müssen. (leider wird hier in der freien Marktwirtschaft auch immer größeren Fokus drauf gelegt)
Per se sagt das nichts über die eigentliche Person aus, außer dass sie sich 1-2 Jahre länger in der Schule den Arsch aufgerissen und theoretisches Wissen aufgesaugt hat.
Über charismatische Eigenschaften, Berufserfahrung, Mitarbeiterumgang, Bewältigung in Stresssituationen, etc. wird dort ja einem nichts beigebracht - da finde ich einen Anwärter mit einer soliden, fordernden Ausbildung und Berufserfahrung - der natürlich nicht auf den Kopf gefallen ist - deutlich attraktiver in solch einer Position - aber ist leider nunmal so

Mit dem operative Professional (sei es IHK oder BW) ist mir sowohl von der IHK, als auch von dem Bildungsförderer (nach Einplanungsgespräch) mitgeteilt worden, dass man an den Universitäten berechtigt ist, entweder den Bachelor oder - in Einzelfällen - gar den Master in Wirtschaftsinformatik/ Informatik antreten zu können - war mir eigtl. ziemlich sicher, dass ich das so verstanden hatte - es sei denn ich bringe hier jetzt was durcheinander.

Besten Dank vorab.
Viele Grüße
Gespeichert

slider

  • Gast

Du kannst natürlich deine persönliche Meinung haben. Aber in der Laufbahn der Offiziere ermöglicht dir die Bundeswehr nunmal nicht nur ein kostenloses sondern sogar sehr gut bezahltes Studium. Da will man sich natürlich möglichst wenig Ausfälle leisten. Und hinsichtlich der Studieneignung ist ein vernünftiges Abitur statistisch eben ein wesentlich besserer Indikator als eine Ausbildung. Und so viel Charisma braucht es als IT-Offz nun auch nicht  ;).
Gespeichert

Ralf

  • Personaler
  • Global Moderator
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 14.789

Zitat
Mit dem operative Professional (sei es IHK oder BW) ist mir sowohl von der IHK, als auch von dem Bildungsförderer (nach Einplanungsgespräch) mitgeteilt worden, dass man an den Universitäten berechtigt ist, entweder den Bachelor oder - in Einzelfällen - gar den Master in Wirtschaftsinformatik/ Informatik antreten zu können
Das mag in Einzelfällen auch so möglich sein, aber du hast ja auch "nur" den Informatikkfm. Und du müsstest eine gute OffzTrD-Eignung bekommen, eine Studieneignung bekommen, das müsste als Ausnahme durch die UniBw als zulässig bewertet werden und es gibt nicht ausreichend andere gute Bewerber, die höhere Bildungsvoraussetzungen mitbringen. Dann...
Ich bin kein Freund davon, die 1% Chance zu beschreiben (zumal du da ja noch nicht die Voraussetzungen mitbringst), sondern in der Grundsätzlichkeit die Regel aufzuzeigen. Das ist dann auch genau das Feld, was der Arbeitgeber sich so vorstellt, wo du mit Kameraden mit ähnlich gelagerten Bildungsvoraussetzungen zusammen triffst und dich dann auch im weiteren Verlauf in den Konferenzen "mit gleichen Waffen" messen kannst.
Wie gesagt: die Regellaufbahn mit deiner Ausbildung ist nicht die des OffzTrD.
Gespeichert
Bundeswehrforum.de - Seit 15 Jahren werbefrei!
Helft mit, dass es so bleibt.

funker07

  • ****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 731

InfoÜbertrager Lokale verlegefähige Netze klingt genau nach dem Tätigkeitsbereich, den ich gerne machen werde - sollte ich den Einplaner morgen nochmals spezifisch darauf aufmerksam machen? Genannt wurde mir dieser Tätigkeitsbereich nämlich leider nicht.
Würde mich wundern, wenn der Einplaner sich all zu tief mit den genauen Fachtätigkeiten auskennt, deshalb hat er es möglicherweise nicht näher angesprochen.
Im Bereich InfoÜtr sehe ich zwei Hochwertsysteme, mit deren Fachausbildung du auch im Zivilen weiter kommst. Das sind LVN und MobKommSys, wobei LVN das lokale Netz und MobKommSys das Weitverkehrsnetz (dabei aber nur Netzknoten) betreibt. Die LVN-Admins springen auch oft genug im Einsatz rum. Die Stellen gibt es im CIR und auch in den TSKs (Luftwaffe, Heer) selbst, wobei bei letzteren die Ausstattung mit Material und die Auftragslage...sagen wir mal subobtimal...sind (überall natürlich mit Ausnahmen).

Infoverarbeiter hatte der Einplaner auch gemeint, klang für mich - anhand der Tätigkeitsbeschreibung - aber in erster Linie mehr nach 1st / 2nd Level Support (im Vergleich zum Infoübertrager Weitverkehr)
Auch hier auf die Zweitverwendung achten. Der ITFw DSE (Dezentrale Serversegmente Einsatz) ist der klassische Domänenadministrator innerhalb der mobilen IT-Kräfte d.h. er hat Serverhardware mit Virtualisierung und betreibt darauf Fileserver, Mailserver, Domänencontroller usw.
Relativ neu ist HaFis (Harmonisiertes Führungsinformationsssystem), da scheint es vom Poweruser, der nur Inhalte bearbeitet bis zum spezialisierten Admin für Cloudumgebungen alles zu geben...da kann ich dir aber nicht mehr zu erzählen.

Hätte das mit dem Bundeswehr Ausfallverfahren nicht geklappt, würde ich im Oktober diesen Jahres mit meinem operative Professional (IT Projektleiter) bei der IHK starten
Wird der im Zivilen inzwischen ernst genommen? Ermöglicht der wirklich die Bewerbung für Führungspositionen, auf denen sonst ein Master oder Informatiker (Diplom) saß?
Gespeichert

TomTom2017

  • ***
  • Offline Offline
  • Beiträge: 178

Wird der im Zivilen inzwischen ernst genommen? Ermöglicht der wirklich die Bewerbung für Führungspositionen, auf denen sonst ein Master oder Informatiker (Diplom) saß?

Aus meiner langjährigen Erfahrung: Nein (Ausnahmen gibt es bestimmt). Für eine Bewerbung auf Führungspositionen wird immer noch ein abgeschlossenes Studium vorausgesetzt - jedenfalls im Bereich der Softwareentwicklung. Der IHK-Bildungsgang ist nur eine Zusatzqualifikation, quasi ein Gimmick und hilft vielleicht, sich innerhalb des Unternehmens hochzuarbeiten. Aber für eine direkte Bewerbung ist der meistens nicht viel Wert (wobei bei kleinen Firmen die Chance evtl. etwas größer ist als bei größeren Unternehmen).

Finde ich auch logisch: Ich habe ein Team von hochspezialisierten SW-Entwickler und -Architekten, die sehr oft ein Studium abgeschlossen haben. Jemanden dann direkt als IT-Projektleiter einzustellen, der nicht auch ein Studium abgeschlossen hat, wäre je nach Fall mutig oder naiv - mindestens erfordert das eine entsprechende Rechtfertigung. Wenn so ein Bewerber nicht eine Liste von erfolgreichen Projekten präsentieren kann, wäre ich als Chef sehr zurückhaltend.
Gespeichert
"Ein Hacker ist jemand, der versucht einen Weg zu finden, wie man mit einer Kaffeemaschine Toast zubereiten kann" (Wau Holland)

Cercetas

  • *
  • Offline Offline
  • Beiträge: 16

InfoÜbertrager Lokale verlegefähige Netze klingt genau nach dem Tätigkeitsbereich, den ich gerne machen werde - sollte ich den Einplaner morgen nochmals spezifisch darauf aufmerksam machen? Genannt wurde mir dieser Tätigkeitsbereich nämlich leider nicht.
Würde mich wundern, wenn der Einplaner sich all zu tief mit den genauen Fachtätigkeiten auskennt, deshalb hat er es möglicherweise nicht näher angesprochen.
Im Bereich InfoÜtr sehe ich zwei Hochwertsysteme, mit deren Fachausbildung du auch im Zivilen weiter kommst. Das sind LVN und MobKommSys, wobei LVN das lokale Netz und MobKommSys das Weitverkehrsnetz (dabei aber nur Netzknoten) betreibt. Die LVN-Admins springen auch oft genug im Einsatz rum. Die Stellen gibt es im CIR und auch in den TSKs (Luftwaffe, Heer) selbst, wobei bei letzteren die Ausstattung mit Material und die Auftragslage...sagen wir mal subobtimal...sind (überall natürlich mit Ausnahmen).

Infoverarbeiter hatte der Einplaner auch gemeint, klang für mich - anhand der Tätigkeitsbeschreibung - aber in erster Linie mehr nach 1st / 2nd Level Support (im Vergleich zum Infoübertrager Weitverkehr)
Auch hier auf die Zweitverwendung achten. Der ITFw DSE (Dezentrale Serversegmente Einsatz) ist der klassische Domänenadministrator innerhalb der mobilen IT-Kräfte d.h. er hat Serverhardware mit Virtualisierung und betreibt darauf Fileserver, Mailserver, Domänencontroller usw.
Relativ neu ist HaFis (Harmonisiertes Führungsinformationsssystem), da scheint es vom Poweruser, der nur Inhalte bearbeitet bis zum spezialisierten Admin für Cloudumgebungen alles zu geben...da kann ich dir aber nicht mehr zu erzählen.

Hätte das mit dem Bundeswehr Ausfallverfahren nicht geklappt, würde ich im Oktober diesen Jahres mit meinem operative Professional (IT Projektleiter) bei der IHK starten
Wird der im Zivilen inzwischen ernst genommen? Ermöglicht der wirklich die Bewerbung für Führungspositionen, auf denen sonst ein Master oder Informatiker (Diplom) saß?

Guten Morgen Funker,
besten Dank für deine fundierte, kompetente Aussage!

Da ich mich - auch in meiner aktuellen Firma - mehr Richtung Switche, Router und generelle Netzwerkkonfiguration spezialisiere (aktuell Projektierung Netzwerkinfrastruktur, primär in Außenläger (M2M / WLAN) und Hochregalläger (WLAN) , ist wohl dann der InfoÜbertrager WV (Spezialisierung LVN) wohl genau der passende Bereich, in dem ich bei der Bundeswehr gerne arbeiten möchte.

Falls das nichts werden sollte, würde ich als Backup auf die Stelle eines InfoVerarbeiters DSE (klassischer Domänenadmin) zurückkommen -

Wie sieht es mit den generellen Freiheiten als Admin in diesen Bereichen aus?
Ist man u. U. stark eingeschränkt in der Position eines Admins? Berechtigungen nur in dem dafür vorgesehenen, eingesetzten Bereich oder kann man - falls erforderlich - auch mal einem Domänenadmin bei Berechtigungsvergabe, AD Pflege, etc. unterstützen?

Wie hoch ist generell die Chance, (wenn man von Vornherein sich schon auf 2 Spezialiserungen festgelegt hat) auch in genau diese Bereiche reinzukommen?`
Falls das Anfangs nicht klappen sollte aufgrund mangelnder Stellen und ich werde in den Kabelverlegertrupp geschickt, habe ich dennoch die Chance (wenn ich dies entsprechend beim Vorgesetzten äußere) in meine 2 gewünschten Spezialisierungsbereiche zu wechseln? (LVN / DSE)

Sobald die letzten Fragen geklärt wären, würde ich mich auch schon direkt heute an den Einplaner wenden.

Geplanter Einplanungsstützpunkt wäre das Bataillon in Dillingen. (Infoverarbeitung war in Dillingen, InfoÜbertrager WV bin ich mir nichtmehr sicher, müsste ich mit dem Einplaner nochmals abklären)

Besten Dank.
Grüße!
Gespeichert

funker07

  • ****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 731

Der Wechsel von InfoVarb (Verarbeiter wie DSE) zu InfoÜtr und umgekehrt scheint eher schwierig zu sein.
Ansonsten geht es da immer erstmal nach dienstlichem Bedarf. Ich kenne Fälle, die mehrfach ohne probleme gewechselt haben oder aus anderen Gründen höherwertig ausgebildet wurden, sicher ist das aber nicht.
Wie viel Freiheiten der Admin hat ist von der Übung/dem Einsatz abhängig aber tendenziell sinkend. Du bist zwar als DSE-Feldwebel der Domänenadmin mit allen Rechten oder als LVN-Admin Herrscher über dein gesamtes Netzwerk vom Coreswitch bis zum Telefon, aber es gibt Vorgaben, die du umsetzen musst. Im Einsatz bist zu für 4 Monate und dein Nachfolger muss das Netz dann übernehmen, deshalb gibt es Richtlinien, an denen du dich orientieren musst. Dazu kommen noch die üblichen Vorgaben aus dem ITIL-Prozess.

Bei MobKommSys (Meiner Meinung nach das komplexeste und spannendste System) ist das noch extremer, weil das ganze Netz aus dem Inland überwacht wird.

Ein Festlegen auf zwei Spezialisierungen geht (eigentlich) nicht. Du hast einen Dienstposten, der eine Ausbildung fordert. Mehr gibt es normal nicht, weil die Lehrgangskapazität begrenzt ist.
Gespeichert

KlausP

  • Reservespieß
  • *****
  • Online Online
  • Beiträge: 25.379

Ich verstehe nur nicht, wie der Prüfer zu dieser Aussage kommt:

Zitat
... Der Prüfer hatte mir - aufgrund meiner Ergebnisse, Antworten und kommunikativen Art - eine Offizierslaufbahn bei der Luftwaffe empfohlen. ...

Da kann er doch nur die Laufbahn OffzTrDst ohne Studium meinen.
Gespeichert
StOFä (NVA) a.D., StFw a.D.
aktiver Soldat vom 01.11.71 bis 30.06.06, gedient in zwei Armeen
 

© 2002 - 2018 Bundeswehrforum.de