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BAZI

Autor Thema: Was bringt mir eine Beschwerde?  (Gelesen 2342 mal)

Rollo83

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Antw:Was bringt mir eine Beschwerde?
« Antwort #15 am: 17. Mai 2018, 14:44:32 »

Desto später die Beförderung zum Fw desto später die 1. Beurteilung desto später die 2. Beurteilung desto später die 1. Möglichkeit zur Bewerbung als BS. Denk das ist gemeint. In der Beurteilung selber sollte sich da nichts wieder spiegeln.
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RonSwanson

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Antw:Was bringt mir eine Beschwerde?
« Antwort #16 am: 17. Mai 2018, 18:41:06 »

Ach so, ja das macht Sinn. Danke!
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christoph1972

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Antw:Was bringt mir eine Beschwerde?
« Antwort #17 am: 18. Mai 2018, 00:20:46 »

Was mich ja betroffen macht ist, dass die OrgBer wie Andi schrieb, den Aufruf ernst genommen haben, PersStOffz abzukommandieren, um die Lehrgangskapazitäten zu erhöhen. In Hannover sollte es ja eigentlich, durch den Leerzug der OSH vor einigen Jahren, mit guten Willen möglich sein, Lehrgangskapazitäten zu schaffen.

Wenn die PersFW und PersUffz jetzt nicht ausgebildet werden, fehlen die ja zukünftig "rechtzeitig" als Regeneranten an der eingeplanten Stelle.

Argh, man will personell aufwachsen, bekommt es aber nicht mal hin, genug Personal auszubilden, was die zukünftigen zusätzlichen Soldaten personell betreuen und verwalten soll.

Da frage ich mich natürlich, was hindert die politische Führung daran, seinen GI aufzufordern, die Befehlskette zu nutzen und top-down die notwendigen PersStOffz abzukommandieren. Tle des Lehrgangs können sicher auch die zivilen Refs, SB und BSB des BAPersBw vermitteln, da die Personalbearbeitung in Teilen ja auch von Zivilbeschäftigten übernommen wird.
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Yves Montand
französischer Schauspieler und Chansonnier
* 13. 10. 1921 - Monsumagno, Italien
† 09. 11. 1991 - Senlis

Ralf

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Antw:Was bringt mir eine Beschwerde?
« Antwort #18 am: 18. Mai 2018, 05:38:58 »

Zitat
Die Aufforderung zur Abstellung von PersStOffz als Ausbilder an die Schulen wurde durch alle OrgBer nicht adäquat umgesetzt/ernst genommen.

Zitat
Was mich ja betroffen macht ist, dass die OrgBer wie Andi schrieb, den Aufruf ernst genommen haben, PersStOffz abzukommandieren, um die Lehrgangskapazitäten zu erhöhen. In Hannover sollte es ja eigentlich, durch den Leerzug der OSH vor einigen Jahren, mit guten Willen möglich sein, Lehrgangskapazitäten zu schaffen.

Das Thema kann man durchaus vertiefen und will ich auch nicht unkommentiert stehen lassen. Solche pauschale Aussagen sind zu einfach.
Ob die Aufforderung eines ChdSt eines Kdo eines MilOrg-Bereiches an seinen Bereich, das mit Nachdruck zu prüfen als "nicht ernst genommen" bezeichnet werden kann, stelle ich in Frage.

Ob der MilOrgBer SKB hier nicht auch aus dem eigenen Bereich das Unterstützungspersonal zwangsläufig hätte stellen sollen bzw. sogar müssen, wäre auch eine Überlegung wert. Warm klappt das denn nicht? Warum muss man an andere Bereiche rangehen, wenn es aus dem eigenen Bereich nicht funktioniert? Also was ist in der SKB dann anders und mehr, was in anderen OrgBer weniger ist, so dass diese stellen können, aber die SKB nicht? Ist bspw. die DP-Besetzung dort weit unter den durchschnittl. 80% (!) der anderen OrgBer? Nein.

Und auch die durchaus berechtigte Frage, was die FZSt für die Ausbildung denn die Jahre vorher gemacht hat um dem Problem sehenden Auges zu begegnen ist auch wiederum eine durchaus berechtigte Frage.

Ich empfehle jedem, der meint, dass es doch "leicht sein muss" aus der gesamten Bw Personal zur Ausbildungsunterstützung i.V.m. den Einsatzgestellungsabfragen zur Verfügung zu stellen, mal in den jeweiligen Einsatzgestellungs-Dezernaten eine zeitlang zu arbeiten und sich diesen Wahnsinn anschaut. Alleine unser Referat stellt über dieses Jahr verteilt knapp 20% seines Personals für Einsätze etc. als Einzelpersonalgestellung ab. Die Aufgaben machen die anderen dann mit. Es ist ja nicht so, dass diese vorher in der Nase bohren. Und das Personal steht dann auch nicht für weitere Abstellungen zur Verfügung.

Und wenn man sich den Bereich des PersMgmt derzeit anschaut mit einer hohen Arbeitslast aufgrund der vielen Stellschrauben, an denen gleichzeitig (!) gedreht wird (Agenda Attraktivität, Moderne Laufbahnen [umfangreiche Änderungen SLV, Korporale, BS Uffz/Msch, neue Einstiege für OffzMilFD und Seiteneinsteiger TrD...}, Evaluation fin. Anreizsysteme, neues BU-System, Nachfolge der Regelung personelle Grundsatzforderungen ["Wolf-Erlass und Fähigkeitsverantwortung CIR,SKB....], personeller Aufwuchs Trendwende Personal, Personalplanungen 2019/2020, MPP usw. usw.) sich dann auf wenige Schultern verteilt, stellt man recht schnell fest, dass das FGG1 nicht unbedingt eine Goldgrube zur Personalabstellung sein, ohne dass das Personal auch im Rahmen der SAZV bleiben kann.

Man schaue sich die Überstundenstatistik der FGG1-Bereiche mal an. Wenn man also so landläufig glaubt, ich geh in den PersBereich um "ne ruhige Kugel" zu schieben, der wird sich umschauen. Dort geht oftmals erst ganz zum Schluss das Licht aus. Ich lade jeden gerne ein heute (Freitag) mal gegen 15.00-16.00 Uhr hier durch das Gebäude zu laufen und zu schauen, wer immer noch am Arbeiten ist.

Dazu kommen eigene Personalabstellungen an die Ausbildungseinrichtungen der Luftwaffe, die auch eine 120% Volllast fahren und dementsprechend Ausbildungsunterstützung braucht.

Und nicht ohne Grund findet derzeit eine OrgU statt, um die Personalausstattung des FGG1 auf Verbandebene zu prüfen, ob der alte Schlüssel noch anwendungsgerecht ist (nein, das ist er nicht, das zeigt bereits die Analyse).
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wolverine

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Antw:Was bringt mir eine Beschwerde?
« Antwort #19 am: 18. Mai 2018, 07:50:04 »

Wäre das nicht aber ein typischer Fall für den Einsatz von Reservisten?  ??? Entweder Reservisten zum Einsatz an der Schule heranziehen oder eben auf dem Spiegeldienstposten damit der Dp-Inhaber an die Schule geht?
Ich hätte jetzt nicht mitbekommen, dass in dieser Beziehung verstärkt nachgefragt worden wäre und ich wäre ja hier z. B. einer der Betroffenen. Und ich bin in der Reserve ja auch ein wenig vernetzt; da habe ich aber auch nichts gehört.
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KlausP

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Antw:Was bringt mir eine Beschwerde?
« Antwort #20 am: 18. Mai 2018, 07:56:23 »

Heißes Eisen! Ich höre den Aufschrei schon jetzt. Dann kommen nämlich wieder die "benachteiligten" Reservisten, die dafür nicht die nötigen Kenntnisse haben, weil es für sie dann keine RDL-Tage gibt. Stichwort "Dauerwehrübende" und so ...  ;)
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wolverine

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Antw:Was bringt mir eine Beschwerde?
« Antwort #21 am: 18. Mai 2018, 08:23:55 »

Entschuldige; ich dachte gerade tatsächlich, man hätte Reservisten um Lücken zu füllen und ein Auftrag stünde im Vordergrund. ;D Ich weiß: blöd von mir und echt naiv.
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funker07

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Antw:Was bringt mir eine Beschwerde?
« Antwort #22 am: 18. Mai 2018, 14:00:37 »

Wie viele geeignete und willige Reservisten gibt es denn in dem Bereich? Kann mir nicht vorstellen, dass das viele sind, dafür gab es in letzter Zeit zu viele Änderungen in dem Bereich um als externer fachlich auf der Höhe zu bleiben.
 
Ansonsten kann ich die Aussagen von Ralf nur bestätigen, wenn auch mit deutlich weniger Detailkenntnis.
Wir hatten 2010 schon diverse angehende PersFw auf dem FAL an der damals FüUstgS (heute IT-Schule), die aus mehreren TSKs gemischt waren (Logister aus der SKB, Heeresflieger ausm Heer), weil die Kapazitäten anders nicht reichten.
Einige davon wussten schon, dass es mit ihren weiteren Lehrgängen eng wird und da auch mal AMT (allgemeinmilitärischer Teil, den es derzeit nur in Delitzsch gibt) und MFT (mil fachlicher Teil) getauscht wurden.

Aus Dienststellen wie z.B. dem KdoITBw hört man auch von diversen Vakanten Dienststellen Hptm aufwärts und besonders oft OTL. Und das nicht nur im Bereich Personalwesen. In der "Teppichetage" ist auch nicht überall heile Welt.

Gleichzeitig, gibt es (nicht in diesem Fall) Abfragen nach Personal, bei denen pauschal Fehlanzeige gemeldet wird, obwohl Personal verfügbar (und eigentlich abkömmlich)ist...Sowas ist auch hinterfragenswürdig.

PersFw (Kompanie) bzw S1Fw (Bataillon) gibt es in der Truppe auch nicht im nötigen Umfang. So kommt es vor, dass ein S1Fw gleichzeitig zwei PersFw vertritt, weil die Dienstposten vakant (oder mit Nachfolger, der noch lange nicht im Verband ist, besetzt) sind.

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michaelknapp0

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Antw:Was bringt mir eine Beschwerde?
« Antwort #23 am: 18. Mai 2018, 19:15:15 »

Kameraden, ich glaube, dass es erst noch schlechter werden muss, bevor es wirklich besser werden kann. Die aufgeführten Mängel sind tatsächlich mittlerweile "systemimmanent" und bevor hier nicht etwas implodiert, wird sich nichts ändern. Beispiel: Reservisten, um als Lehrpersonal auszuhelfen. Ich lache mich tot. Wenn es denn Reservisten gäbe, die wollten und könnten, müssten RDL-Tage zur Verfügung stehen. Ich bin seit Jahrzehnten aktiver Soldat/aktiver Reservist. V.d.L. bekommt die Milliarden nicht ausgegeben und in der Fläche werden die RDL-Tage dermaßen zugrunde kontingentiert, dass auch der wohlwollendste Reservist nur noch mit dem Kopf schütteln kann. Stattdessen stehen selbst die Reisekosten für DVag zur Disposition und man möge doch bitte die Anträge erst kurz vor der 6-Monatsfrist abgeben...Gute Nacht, BW!

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F_K

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Antw:Was bringt mir eine Beschwerde?
« Antwort #24 am: 18. Mai 2018, 19:25:17 »

Naja, die verfügbaren Tage sind deutlich erhöht worden - und die Tage werden auch genutzt.

Wo gibt es denn tatsächlich ein Fehl - wenn wir von Einsatz oder Ersatz für Einsatz oder wichtigen Dingen sprechen?
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Ralf

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Antw:Was bringt mir eine Beschwerde?
« Antwort #25 am: 18. Mai 2018, 19:42:25 »

Stand 30.04.2018: Es stehen ausreichend Tage zur Verfügung. Die Prognose für 2018 zeigt, dass die Tage (3800) nicht ausgeschöpft werden und für 2019 ist eine weitere Erhöhung avisiert.
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wolverine

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Antw:Was bringt mir eine Beschwerde?
« Antwort #26 am: 18. Mai 2018, 19:53:48 »

Tage sind und waren auf der Ebene PersStOffz nie ein wirkliches Problem. Dafür sitzt man dort ja sprichwörtlich an der Quelle.
Und geeignete und willige Reservisten findet man auf der Ebene sicher auch. Nicht wenige sind dort Juristen, Lehrer oder sogar in öffentlich rechtlichen Ausbildungseinrichtungen. Es gibt da sicher schlechter geeignetes Personal. Und einige Freiberufler sind für ein finanzielles Zubrot sicher dankbar.
Wenn man die Reservisten selbst nicht zur Ausbildung heranziehen möchte, kann sie auch auf ihrem Spiegeldienstposten einsetzen und den eigentlichen Dienstposteninhaber kommandieren.
Hält man auch das für nicht machbar, kann man sich die ganze Reserve sparen.
« Letzte Änderung: 18. Mai 2018, 20:46:39 von wolverine »
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christoph1972

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Antw:Was bringt mir eine Beschwerde?
« Antwort #27 am: 18. Mai 2018, 22:37:00 »

Öhm, so schlimm hatte ich mir die Lage im FGG 1 nun nicht vorgestellt.  :-[ Stark belastet ja, aber irgendwann wird ja jede Auslastung zur Überlastung  :-X

Das es in bestimmten Bereichen der MatBew schon an Lehrgängen für die aktiven Soldaten mangelt, wusste ich ja. Das aber auch im FGG 1, die Lage ähnlich drastisch ist, hatte ich als Außenstehender nicht erwartet/geahnt.
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Ralf

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Antw:Was bringt mir eine Beschwerde?
« Antwort #28 am: 19. Mai 2018, 06:49:53 »

Grundsätzlich ist die AusbOrg derzeit sehr stark belastet und in Teilen überlastet. Das ist leider aber auch logisch und nachvollziehbar und dem Problem ist nur schwer zu begegnen.
AusbOrg ist immer auf die Bedarfe der SollOrg (je nachdem was man betrachtet, Einstiegsausbildung, das sind es dann die Laufbahngruppen oder bei der Fachausbildung auf die Werdegänge/AVT etc.) ausgerichtet. Die Lehrerhörsaalbedarfsberechnung (LHBR) bezieht auch das ein, was in der Vergangenheit real abgeschult wurde. Machte ja auch Sinn, wenn man Strukturen reduziert, da dann weniger abgeschult werden muss, als es SollOrg mäßig gibt (klar, denn da fällt ja zukünftig das eine oder andere weg, dafür stellt man keine Menschen mehr ein).
Wächst man auf, so hat man auch noch diese niedrigen Zahlen der Vorjahre.

Hier ist eigentlich anzukreiden, dass mit Beginn der Trendwende Personal Frühjahr 2016 das System nicht angepasst wurde. Das sagt sich mal so einfach, ist es aber nicht. die LHBR ist eine haushalterisch und sollorganisatorisch anerkannte Berechnungsmethode. Das ändert man mal nicht eben so, denn daraus erwachsen noch weitere Auswirkungen: Infrastruktur, Material, Simulatoren, Luftfahrzeuge, Verträge mit Firmen, Betriebskosten, Fahrzeuge etc. Und auch das braucht seine Zeit bis alles da ist: die zusätzlichen Ausbilder müssen erst einmal eingestellt werden (oder halt die Regeneranten für das Personal, dass nun (gegen seinen Willen und seiner Stärken, denn auszubilden muss einem auch liegen, ggf. gezwungen), Gebäude müssen gebaut werden (große Baumaßnahme? 7 Jahre?) etc. Und "draußen" lässt sich nunmal auch nicht alles einkaufen: soldatische Expertise schon mal gar nicht.

Und das alles ohne die entsprechende finanzielle Ausstattung!

Und das alles bei einem jährlich (derzeit) wachsenden Bedarf. Seit 2016 erhöhen sich die Zahlen des Personalbestandes jährlich.
Schrumpft man, ist es einfach. Überspitzt und provokativ könnte man sagen, hatte die AusbOrg jahrzehntelang ein gutes Leben, weil sie weniger Menschen bekommen hat, als sie eigentlich abschulen musste.
Der Vorwurf, wenn man den überhaupt machen kann ist, dass ein Aufwuchs eigentlich nur dergestalt reibungsloser funktionieren kann, wenn man zuerst einige Jahre die AusbOrg wachsen und sich auf den zukünftigen Bedarf (wer kennt den, da er rein durch die Politik von Jahr zu Jahr bestimmt wird?) einstellen lässt und dann die "anderen" Bedarfe einstellt und das Nest gemacht ist.
Das funktioniert natürlich nicht und deswegen ist das Problem wie es ist.

Also müssen ablauforganisatorische Dinge gemacht werden: Hörsäale werden vergrößert, Stuben mehrfach belegt, Ausbilder an die Grenzen der SAZV (oder darüber) gebracht, Unterkünfte, Container angemietet, Ausbildungen verkürzt odre sogar streicht (das muss dann im Verband per AAP gemacht werden, da "freuen" sich auch alle drüber) usw. Oder halt auch eben Ausbildungsunterstützung aus den Vbde abgefragt. Das geht bis zu einem gewissen Grad aber halt auch nicht darüber hinaus.
Meine persönliche Einschätzung ist, dass wir da noch nicht im tiefsten Tal sind, sondern sich das noch verschärfen wird.
Ich mach das ja nun schon alles fast 3 Jahrzehnte, weiß aber keinen Weg außer "Güte braucht Zeit" und diese gibt niemand einem System. Alles muss immer ganz schnell und am besten gestern. Das geht ja nicht nur der Bw so,  damit stehen wir ja nicht alleine. Der BuPo u.ä. geht es genauso. Politisch müssen die Erfolge innerhalb einer Legislaturperiode her und am besten noch so früh, dass sie wahlwirksam werden. Und die Öffentlichkeit fordert das umso stärker. Wenn man sich die Berichte in den Medien anschaut, da ist doch eine gewisse Hähme dabei, dass die Bw den Aufwuchs nicht schafft. Man muss nur mal die ganzen Kommentare zu den Berichten (die ja auch genau deswegen geschrieben werden, weil man damit den Nerv vieler trifft) anschauen. Verständnis lese ich da nicht, sondern war ja klar, dass eine "Hausfrau", "die Uschi", "Flintenuschi" oder wie auch immer man die BM'in dort tituliert, das nicht hinbekommt.

Ich glaube nicht, dass ein anderer Minister/ Ministerin das hätte anders machen können. Mit der Einstellung in der Bevölkerung zum Militär, den daraus erwachsenen finanziellen "Möglichkeiten" und den Strukturen und Vorgängen, wie sie in DEU und auch im Europarecht vorgegeben sind und auch die Gründlichkeit, die den Deutschen immanent ist (man brauch ja nur zu schauen, wie lange es dauert, wenn Großprojekte gebaut werden [und den BER meine ich damit nun nicht exemplarisch], lässt sich m.E. das alles nicht viel verbessern.

So wird halt jeder innerhalb des Systems sein kleines Scherflein beitragen (müssen) und die Konsequenzen mittragen. Die einen arbeiten länger und mehr, andere warten auf Lehrgänge, andere haben keine Einzelstube usw. Natürlich kann jeder sein individuelles Recht dann auch per Rechtsmittel durchsetzen (macht zwar anderen nur noch mehr Arbeit, aber so ist es halt).

Und unser System ist da ja wirklich gutmütig: steht ein Lehrgang nicht bereit, kann ich mich beschweren und werde ggf. trotzdem befördert. Jeder sagt dann, na der Dienstherr muss doch und wie kann er nur nicht usw usw. Der böse Dienstherr!
Fliege ich aber durch einen Lehrgang aufgrund Leistungsmangel, Unfall in der Freizeit (ja, man springt ja gerne Fallschirm oder rast mit dem Motorrad oder Fahrrad durch die Wälder) durch, wird mir aufgrund der nunmehr später zur Verfügung gestellten Arbeitskraft kein Gehalt abgezogen oder was auch immer für persönliche Nachteile, bis auf eine spätere Beförderung und selbst da gibt es Beschwerden wie "ich kann doch nichts dafür, dass ich in meiner Freizeit einen Sportunfall hatte und mir das Kreuzband gerissen habe (na wer denn sonst wenn nicht DU!). Da fällt man als Verursacher dann sehr sehr weich und bekommt Mitleid. Wer hat denn Mitleid mit der zukünftigen Einheit, in der nun die anderen die Arbeit mitmachen müssen? Und man darf nicht vergessen, selbst wenn man in der Ausbildung ist, bekommt man kein Ausbildungsgehalt, sondern volle Bezüge.

Warum schreibe ich das alles? Weil ich dafür Verständnis wecken will, das es ist wie es ist. Dass man zwar sein individuelles Recht einfordern kann, aber nicht mit einer Hähme oder einem Grummeln, dass einige vorsätzlich oder fahrlässig ihren Aufgaben nicht nachgekommen sind und er nun deswegen darunter leiden muss. Das mag zwar auch mal der Fall sein, jedoch in der Masse nicht.
Der geflügelte Spruch "wenn der Dienstherr das will, dann muss er das auch bereitstellen" stimmt zwar weiter, funktioniert aber halt auch eben nicht immer. Also wenn der TE sagt "die wussten ja seit 3 Jahren dass ich komme" dann stimmt das zwar im Ansatz, ist aber nun "ein wenig" vielschichtiger und mehrdimensionaler.
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wolverine

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Antw:Was bringt mir eine Beschwerde?
« Antwort #29 am: 19. Mai 2018, 08:53:32 »

Das ist mir alles klar und wenn man, bevor man motzt, zwei Mal über Dinge nachdenkt, kommt man auch selbst auf so etwas. Es ist ein ganz einfacher und einleuchtender Vorgang, dass ein plötzlicher Aufwuchs nach meheren Dekaden Abbau nicht unproblematisch ist. Und gerade Ebeben A 13 - 15 und höher fallen nicht vom Himmel. Die brauchen Aufwuchszeit oder man muss sie extern gewinnen. Alles verstanden und kein Widerspruch.

Die einzige Frage, die mir offen bleibt, ist, warum fragte man nicht verstärkt bei seinen Reservisten? Ich wäre ja wohl einer der Betroffenen und es gab bei mir zumindest keine Frage, ob ich dieses Jahr länger oder anders üben könnte.
Ich hätte das höchstwahrscheinlich absagen müssen weil ich zivilberuflich eingespannt bin. Aber mich wundert, dass nicht einmal gefragt wurde?! Und ich kenne ja auch andere Kameraden - davon auch ein paar Freiberufler, die wahrscheinlich gerne gekommen wären - aus dem Bereich: auch die wurden nicht angefragt.

Ich will mich da also sicher nicht aufdrängen oder habe da irgendein Interesse daran, außer eben die Frage selbst. Die stellt sich nun einmal.
« Letzte Änderung: 19. Mai 2018, 08:55:36 von wolverine »
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