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Zusammenfassung

Autor: FoxtrotUniform
« am: 10. Januar 2018, 21:59:39 »

Gute Ergänzung. Dazu muss trotzdem betonen, dass das einzige was in Zukunft für die Arbeit in einer luftfahrzeugtechnischen Einheit zählen wird, die Freigabeberechtigung ist. Die Ausbildung oder Meisterausbildung wird in den Hintergrund treten und höchstens Goodies für die Soldaten sein. Hauptsächlich geht es darum die Module für die jeweilige Freigabeebene nach DEMAR zu vermitteln.
Deshalb wird man in Zukunft auch größte Chancen auf eine Einstellung haben, wenn man den Cat A oder höher bereits mitbringt. Die Fluggerätermechanikerausbildung deckt diesen passenderweise schon ab, andere Ausbildungen haben gemäß LBA förderliche Bedingungen die die Cat A oder B Vergabedauer abkürzen können.

Ob das in Zukunft in Konkurrenz mit der Industrie klappen wird bleibt fraglich. Gerade in punkto Bezahlung ist die Bundeswehr etwas im Hintertreffen, da wir Cat A auf Uffz und Cat B auf Feldwebel-Ebene besolden. Die Bundespolizei hat laut TAZ unlängst die Besoldung für Cat B auf A11 angehoben.
Denn in der Industrie sind Cat B teilweise die einzigen die freigeben können, da sich der Luxus von Cat A's gar nicht geleistet wird. In Donauwörth arbeiten großenteils Bäckereigesellen oder ähnliche "skilled worker" ohne entsprechende Ausbildung und bauen die Hubschrauber zusammen, die später von einem Cat B abgenommen werden. Das ist dann ein sehr verantwortungsvoller Posten.

Leider entfernen wir uns durch DEMAR immer weiter vom Meister-Gesellen System. Auch die Prüfgruppen werden demnächst wieder selbst hand anlegen müssen, da sie durch DEMAR hinfällig sind. Das wird alles sehr spannend in den nächsten Jahren!
Der Aspekt der bevorzugten Einstellung ist korrekt, insbesondere auch FGM. Aber bitte nicht den Fehler machen und Strukturen mit Industriebetrieben in diesem Kontext vergleichen. Für das Leben danach würde ich eher auf den Meister setzen!

Wie ein ziviler Instandhaltungsbetrieb sich organisiert legt dieser in seinen vom LBA genehmigten Handbüchern fest. Auf dieser Basis entscheidet die CAMO welchen Betrieb sie beauftragt.
Beispiele: Bei Fa. RUAG gab es immer nur eine handvoll B1/2 für diverse Muster, bei Fa. Lufthansa Technik laufen diese auf den Hubs und Basen in Masse rum (daher dort auch die Abgrenzung MT, BT, CT, wer sich auskennt). Auf den Stationen sind eher CAT A vertreten (so ist der Ramp & Transit Lehrgang entstanden). City Line setzt eher auf CAT A, ebenso Tui Fly.

Bitte nicht Fertigung mit Instandhaltung verwechseln. Denn nur für letzteres Bedarf es einer Bescheinigung & Freigabe dieser.
Bei meinem letzten Besuch bei der Bundespolizei war es umgekehrt, die Besoldung war sogar geringer dort. Und: Leiter CAMO A12, bei uns Leiter CAMO Lw B3, um mal die Verhältnisse darzulegen.

Skilled worker sind teilweise hochqualifizierte Fachkräfte, man denke nur an Strukturinstandsetzungen oder Triebwerksüberholung im MRO-Betrieb. Das hat nichts mit der Fertigung zu tun, wo der Ungelernte (und damit kein skilled worker) auch schraubt (ähnlich wie bei Audi am Band).

Zum Thema Prüfgruppe: Diese Instanz ist obsolet und die Aufgaben wurden an andere Organe verteilt. Sei es QM, sei es Engineering, sei es die Betriebsstätte mit den Freigabeberechtigten. Leider wird es eine Generation brauchen, um das zu akzeptieren. In Köln funktioniert das bereits seit vielen Jahren mit den Airbus, Boeing und nun auch Global Mustern, auch wenn dieser Verband weder sauber nach EASA, noch DEMAR abfährt.
Autor: HIFiRE
« am: 10. Januar 2018, 20:41:50 »

Gute Ergänzung. Dazu muss trotzdem betonen, dass das einzige was in Zukunft für die Arbeit in einer luftfahrzeugtechnischen Einheit zählen wird, die Freigabeberechtigung ist. Die Ausbildung oder Meisterausbildung wird in den Hintergrund treten und höchstens Goodies für die Soldaten sein. Hauptsächlich geht es darum die Module für die jeweilige Freigabeebene nach DEMAR zu vermitteln.
Deshalb wird man in Zukunft auch größte Chancen auf eine Einstellung haben, wenn man den Cat A oder höher bereits mitbringt. Die Fluggerätermechanikerausbildung deckt diesen passenderweise schon ab, andere Ausbildungen haben gemäß LBA förderliche Bedingungen die die Cat A oder B Vergabedauer abkürzen können.

Ob das in Zukunft in Konkurrenz mit der Industrie klappen wird bleibt fraglich. Gerade in punkto Bezahlung ist die Bundeswehr etwas im Hintertreffen, da wir Cat A auf Uffz und Cat B auf Feldwebel-Ebene besolden. Die Bundespolizei hat laut TAZ unlängst die Besoldung für Cat B auf A11 angehoben.
Denn in der Industrie sind Cat B teilweise die einzigen die freigeben können, da sich der Luxus von Cat A's gar nicht geleistet wird. In Donauwörth arbeiten großenteils Bäckereigesellen oder ähnliche "skilled worker" ohne entsprechende Ausbildung und bauen die Hubschrauber zusammen, die später von einem Cat B abgenommen werden. Das ist dann ein sehr verantwortungsvoller Posten.

Leider entfernen wir uns durch DEMAR immer weiter vom Meister-Gesellen System. Auch die Prüfgruppen werden demnächst wieder selbst hand anlegen müssen, da sie durch DEMAR hinfällig sind. Das wird alles sehr spannend in den nächsten Jahren!
Autor: FoxtrotUniform
« am: 10. Januar 2018, 14:41:21 »

Auch wenn es nicht ganz das Kernthema umfasst, möchte ich die Gelegenheit nutzen auf die Abgrenzung zwischen Berufsausbildung (z.B. Fluggerätemechaniker), Aufstiegsfortbildung (z.B. Industriemeister Luftfahrttechnik) und Freigabeberechtigung gem. EASA Part 66 oder DEMAR-66 (Category A - C).

Für die Freigabeberechtigung brauche ich zunächst mal nichts außer Erfahrung, Grundlagenausbildung und Modulprüfungen. Ein Berufsabschluss ist nicht gefordert (weder zivil, noch militärisch). Dass sich das Militär den Luxus erlaubt, u.a. A12 MilFD für Freigabeberechtigungen nach CAT C vorzusehen, spiegelt keine luftrechtliche Forderung wieder.

Auch in der Industrie gibt es unterschiedliche Ansätz, doch im Sinne des Bildungsniveaus ist der Meister stets am höchsten angesiedelt. Hinter den Rechten des Certifying Staff Cat A - C verbergeb sich (Freigabe-)Rechte, keine Berufsausbildung oder Aufstiegsfortbildung.
Autor: Ralf
« am: 09. Januar 2018, 19:07:12 »

Suchst du dir eine Verwendung aus, die für deine Berufe nicht verwertbar ist, fängst du im untersten Dienstgrad und Erfahrungsstufe an, mindestens 3 Jahre bis zur Beförderung zum Fw und dementsprechend auch alle anderen Beförderungen und Antragsmöglichkeiten, die sich rausschieben. Mal davon ab, dass ich meine Zweifel habe, dass dieses durch das KarrC Bw akzeptiert werden würde. Handelt es sich doch dann um redundante Ausbildung. Die Maßgabe ist, möglichst Ausbildungszeit und -kosten zu sparen. FGM ist nun nicht so eine selten gewünschte Verwendung. Im Gegensatz zum FGE, da sieht es deutlich schwieriger aus.
Autor: F_K
« am: 09. Januar 2018, 17:49:53 »

Ergänzung: Auch am CH53 würdest Du als FGM arbeiten - halt mit BW spezifischer Ausbildung.

Dazu dann Feldwebelgehalt von Anfang an ....
Autor: F_K
« am: 09. Januar 2018, 17:48:12 »

Genau.
Autor: Ha.Ba
« am: 09. Januar 2018, 17:45:47 »

Ok...auch wenn ich jetzt gleich wieder Ärger bekomme frag ich einfach nochmal. Wenn ich diese beiden Optionen nicht so attraktiv finde und doch noch die Ausbildung zum FGM mach werde ich auch nicht als Feldwebel eingestellt korrekt?
Autor: Ralf
« am: 09. Januar 2018, 16:50:31 »

O.k. Die beiden Möglichkeiten mit deiner Meisterausbildung habe ich dir oben aufgezeigt. Dafür ist dein Beruf militärisch verwertbar und berechtigt zum Einstieg mit dem Dienstgrad Fw.
Autor: Ha.Ba
« am: 09. Januar 2018, 16:40:52 »

Die Verwendung als FGM
Autor: Ralf
« am: 09. Januar 2018, 15:58:43 »

Bitte werde doch mal konkret, sonst weiß keiner, was du meinst!
Was reizt dich, eine zusätzliche Gesellenausbildung zum FGM oder die Verwendung als FGM? Wie wir festgestellt haben, kann das ja durchaus unterschiedlich sein.
Bei EF ist dein Beruf nicht militärisch nutzbar. EF wird halt nach DEMAR ausgebildet. Aber das habe ich schon geschrieben, es ist halt für die Verwendungen unterschiedlich.
Autor: Ha.Ba
« am: 09. Januar 2018, 15:26:57 »

Also FGM ist schon das was mich am meisten reizt. Aber ich verschließe mich anderen Verwendungen natürlich nicht gänzlich sondern stehe dem offen gegenüber.
Und wieso würde das für diese gehen aber zb. nicht für den Eurofighter oder andere?
Habe auf jeden Fall Montag den Termin zur abgabe der Unterlagen und dann mal schauen was passiert.
Autor: Ralf
« am: 09. Januar 2018, 14:55:15 »

Eine Einstellung als Fw mit entsprechender Erfahrungsstufe gegenüber einer Einstellung als Flieger FA ist schon zu überlegen. Zumal es sein kann, dass man ihm nur entsprechende DP anbietet. Weil damit ein akuter Bedarf schnell gedeckt werden kann. Und FluggerätFw CH53 oder FGM P- 3C Orion könnte er ja mit seinem Beruf werden.
Autor: HIFiRE
« am: 09. Januar 2018, 14:46:27 »

Ich hatte natürlich unter keinen Umständen versucht den Fragensteller zu verwirren. Ich stand nur unter dem Eindruck, dass er Fluggerätemechaniker werden wollte, und sich auch für nichts anderes interessiert hatte.
Deswegen wollte ich Ihn explizit zu diesem Thema informieren. Falls er sich für die Ausbildung zum Feuerwerker oder Kampfmittelabwehrler oder allgemein für die Ausbildung zum Fw interessiert, dann hätte ich erwartet, dass er das angesprochen hätte.

Das einzige was fix ist, ist das seine Ausbildung zur Zeit nicht vom LBA als förderlich angesehen wird, was dem Fluggerätemechaniker gewissermaßen entgegensteht. Und das ist unabhängig von EASA oder DEMAR (alter, oder neuer Ausbildungsgang). Das kann man ja entsprechend der Auflistung von oben einmal festhalten.
Fluggerätemechaniker könnten er zwar trotzdem werden, das würde aber deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen als mit einem förderlichen Beruf oder sogar einer FGM-Ausbildung.

Vielleicht meldet sich der Fragesteller ja nochmal und sagt uns ob er sich auch für andere Verwendungen interessieren würde.
Autor: Ralf
« am: 09. Januar 2018, 14:24:20 »

Zitat
Was genau ist denn an meinen Beiträgen nicht zu verstehen?
Das kannst du doch aus meinem letzten Beitrag entnehmen. Du stellst da eine These auf "kann mir nicht vorstellen", kannst dir das auch selbst beantworten. Und er ist kein angehender FGM, auch nicht im Sinne der Bundeswehr. Dafür fehlt noch einiges, nämlich eine Eignungsfeststellung, eine Musterung und ein entsprechender DP.

Aber und das ist doch eigentlich das Problem und macht nur alle durcheinander: du schlägst ihm Dinge vor, die er mit seinem zukünftigen Beruf gar nicht machen kann. Das ist doch wenig zielführend. Anhand seines Berufs wird man ihm Verwendungen vorschlagen, für die er mit dem Dienstgrad Feldwebel eingestellt werden kann. Es ist ja schön, dass du dich da auskennst, aber verwirre doch die Leute nicht noch mehr.
Autor: HIFiRE
« am: 09. Januar 2018, 13:39:25 »

Ich weiß, dass er ein angehender Industriemeister ist, aber da er den Wunsch hat Fluggerätemechaniker zu werden hatte ich das angehend darauf bezogen.

Auch wenn es noch möglich sein sollte eine reine ATN-6er Ausbildung zu machen ergibt das doch rein Zukunftsperspektivisch gar keinen Sinn. Entweder man macht in dem Bereich jetzt eine Ausbildung zum Cat A/CatB1.1 oder man wird sowieso bald umgeschult werden müssen.
Und nach EASA/DEMAR gibt es erstmal gar nicht viele verschiedenen Ausbildungsgänge.  Außerdem bildet das TAZ der Luftwaffe doch auch nur noch EASA-Konform aus.  Was genau ist denn an meinen Beiträgen nicht zu verstehen?
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