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Freistellung vom Dienst trotz Leistungszuschlag

Begonnen von SpitFire, 22. Januar 2013, 12:29:43

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SpitFire

"(2) Der erhöhte Wehrsold wird nur gewährt, wenn

1.
    der Dienst angeordnet oder genehmigt wurde,
2.
    eine Freistellung vom Dienst nicht gewährt werden kann und
3.
    die wöchentliche Rahmendienstzeit oder bei Schichtdienst eine entsprechende Dienstzeit überschritten wurde."

Und:

"Der erhöhte Wehrsold wird nicht gewährt

1.
    für Dienste in den ersten 3 Monaten seit dem Dienstantritt,
2.
    neben doppeltem Wehrsold nach § 2 Abs. 2 des Wehrsoldgesetzes, einem Dienstgeld nach § 8 des Wehrsoldgesetzes, einem Leistungszuschlag nach § 8a des Wehrsoldgesetzes oder einem Auslandsverwendungszuschlag nach § 8f des Wehrsoldgesetzes,
3.
    für zusätzlichen Dienst als erzieherische Maßnahme sowie für Dienst während der Vollstreckung von gerichtlichen Freiheitsentziehungen, Disziplinararrest und Ausgangsbeschränkung,
4.
    mit Feststellung des Spannungs- oder Verteidigungsfalles, nach einem Beschluss gemäß Artikel 80a Abs. 3 Satz 1 des Grundgesetzes oder der Anordnung von Wehrübungen als Bereitschaftsdienst nach § 6 Abs. 6 des Wehrpflichtgesetzes und 5.
    für Dienste zur Erhöhung der Bereitschaft der Streitkräfte, die das Bundesministerium der Verteidigung anordnet, um die notwendige Reaktionsfähigkeit der Streitkräfte zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben herzustellen."

Quelle: http://www.gesetze-im-internet.de/wszbelerhv/BJNR010760989.html

Das trifft für mich nur eine Aussage über die finanzielle Vergütung. Diese kommt nur dann zum Tragen, wenn der Freizeitausgleich nicht gewährt wurde. Die Rechtfertigung darüber erscheint mir zirkulär...


@F_K:

Es mag lieb gemeint sein, aber auf das Taschentuch kann ich eigentlich verzichten. Ich sehe das nur aufgrund meiner einschlägigen Prägung aus wirtschaftspsychologischer Sicht. An meiner persönlichen Motivation, Wehrdienst zu leisten, ändert das nichts; ich könnte allerdings den ein oder anderen Reservisten verstehen, der dadurch weniger bereit ist, mehr Leistung zu zeigen als unbedingt nötig. Die Mechanismen sind nunmal da, ob es in unser Weltbild passen oder nicht ;)
Auch ich leiste Wehrübungstage, für die ich keinen Leistungszuschlag erhalte, und es gibt sicher noch mehr Reservisten, die das nicht in erster Linie aus pekuniärem Interesse sind. Die Lösung über den Leistungszuschlag halte ich zwar einerseits für gut, weil sie für den Soldaten selbst unbürokratisch ist, andererseits wirkt sie aber mitunter gegensätzlich zum motivationalen Interesse. Es gibt immer zwei Seiten der Medaille, mehr wollte ich dazu nicht sagen.


Nichts für ungut und Danke für Eure Antworten :)
Wer lacht, hat Reserven.

KlausP

Zitat von: SpitFire am 22. Januar 2013, 12:55:22
Danke für deine Antwort, aber ich verstehe die Aussage wohl nicht so ganz. Könntest du mir bitte erklären, wie genau du das meinst?

Hab mich wohl etwas unverständlich ausgedrückt, aber das, was ich sagen wollte, wurde ja schon erklärt.
StOFä (NVA) a.D., StFw a.D.
aktiver Soldat vom 01.11.71 bis 30.06.06, gedient in zwei Armeen

SpitFire

Es gibt ein, wie ich finde recht interessantes, Lageupdate:

Der besagte Spieß hat beim Führungsstab des Heeres angerufen und die Frage so vorgetragen. Nach eingehender Prüfung erhielt er mit einem Rückruf die Auskunft, dass aus dem mehrgeleisteten Dienst, auch bei gleichzeitiger Zahlung von Leistungszuschlag am betreffenden Tag, tatsächlich ein Anspruch auf Dienstausgleich entsteht. Dieser darf aber nicht finanziell geltend gemacht werden (siehe die von mir zitierte Quelle weiter vorne). Der Ausgleich über Freistellung vom Dienst bleibt dabei unberührt, sprich: Er wird gewährt.

Kann man jetzt drüber denken, was man will, aber wenn die, die die Erlässe machen, es nicht wissen, wer dann? ;)
Wer lacht, hat Reserven.

F_K

.. und, diese Aussage gibt es SCHRIFTLICH (so von wegen Schwarz auf Weiss und nach Hause tragen ...)?

(dann müßte ich die meisten meiner Wehrübungen deutlich länger planen ....)

KlausP

Zitat...  aber wenn die, die die Erlässe machen, es nicht wissen, wer dann? ...

Na ja, ob das aber immer zutrifft?  :D ;)
StOFä (NVA) a.D., StFw a.D.
aktiver Soldat vom 01.11.71 bis 30.06.06, gedient in zwei Armeen

SpitFire

Selbstverständlich gibt es diese Aussage nicht schriftlich. Da müsste man sich mal per LoNo an Fü H wenden, wofür mir selbst aber der Kontakt fehlt. Und den Spieß will ich damit nicht weiter nerven, ist schon aller Ehren wert, dass er sich der Sache überhaupt annehmen wollte. Ich werd wohl mal vorsichtshalber die Wehrübung eine Woche länger veranschlagen und sehen, was passiert, stumpf nach dem Motto "Versuch macht klug". Wie gesagt, bisher konnte niemand einen Passus finden, der das verbietet, daher haben wirklich alle, die ich gefragt habe, also Personaler, ReFü und Spieß gesagt, dass das geht. Wie sich gezeigt hat, ist das wohl bei Fü H ähnlich...

Ich halte euch in jedem Fall auf dem Laufenden ;-)
Wer lacht, hat Reserven.

F_K

ZitatDa müsste man sich mal per LoNo an Fü H wenden, wofür mir selbst aber der Kontakt fehlt.

Der KpFw hat ja einen Ansprechpartner / Telefonnr. - darüber kann man sicher eine entsprechende LoNo Adresse identifizieren - notfalls reicht ja auch das Referat im Fü H (wobei es ja eher eine zentrale Frage ist, nicht nur heeresbezogen - also wäre FüS oder so zuständig).

SpitFire

@F_K:

Klar, hast recht, Fü S.

Ich tippe mal auf das Referat Personelle Grundsatzforderungen.

Ich würde mich natürlich auch für die Schwarz-auf-Weiß-Variante interessieren, um etwas zu haben, worauf ich mich berufen kann... Vielleicht kann ja jemand eine Mail-Adresse dazu in Erfahrung bringen.
Wer lacht, hat Reserven.

F_K

@Spitfire:

Du fragst Deinen Spieß, wer dessen Gesprächspartner gewesen ist - die LoNo finde ich dann wohl raus.

SpitFire

Da ich im Forum keine Klarnamen nennen möchte (und darf), hab ich dir mal eine PN geschickt.
Wer lacht, hat Reserven.

F_K

Hallo SpitFire:

Check.

Ich bin Ende Februar wieder mal "grün" - sollte dann auch Zeit haben, das zu klären. Ich melde mich danach.
(Eine nicht einstufte Stellungnahme könnte ich dann vom Text her hier online stellen- natürlich ohne Namen, aber mit Dezernat).

SpitFire

Nach einiger Recherche, und der daraus resultierenden Feststellung, dass der DBwV den aktuellen Dienstzeitausgleicherlass bereits mit Genehmigung der erlasshaltenden Stelle, was übrigens FüSK II 1 ist, online frei zugänglich gemacht hat, habe ich mal per Mail dort angefragt. Die Antwort war sinngemäß, dass Anfragen auf dem Dienstweg an die vorgesetzte Dienststelle, also in meinem Fall an den Beorderungstruppenteil, zu richten sind, direkte Anfragen an das Dezernat werden nicht beantwortet. Das habe ich entsprechend kommentiert an meinen Mob-Bearbeiter weitergeleitet und harre der Dinge, die da kommen.

Bei genauem Lesen fiel mir eine Fußnote auf, in der es u.a. heißt:

"Ist der Ausgleich durch Vergütung bzw. erhöhten Wehrsold
ausgeschlossen, so schließt das einen zeitlichen Ausgleich nach diesem Erlass nicht aus."
Soll heißen: Die Begründung, dass FvD nicht gewährt wird, weil auch kein DA gezahlt werden darf, ist nicht haltbar.

Weiterhin gibt der Erlass eine vollständige Liste von nicht anrechenbaren Diensten, zu denen etwas wie "Dienst an Tagen, an denen Leistungszuschlag gezahlt wird" nicht genannt ist. Es werden also nach meinem Verständnis tatsächlich Anrechnungsfälle generiert. Da Leistungszuschlag kein Ausgleich dafür im Sinne des Erlasses ist, schließe ich darauf, dass Ausgleich über Freistellung vom Dienst für diese Anrechnungsfälle tatsächlich gewährt werden soll.

Hier noch die URL zum DZAE: https://www.dbwv.de/C125747A001FF94B/vwContentByKey/W292UJ29787DBWNDE/$FILE/Dienstzeitausgleicherlass.pdf


Bin gespannt auf eure Meinungen und wünsche schonmal allseits ein schönes Wochenende.
Wer lacht, hat Reserven.

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