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VOLL VERWENDUNGSFÄHIG TROTZ KRANKHEIT GESUNDHEITSZIFFER 6

Begonnen von wheretogo, 09. Februar 2013, 23:46:17

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wheretogo

HALLO KAMERADEN,

ICH HÄTTE MAL EINE FRAGE BEZÜGLICH VERWENDUNGSFÄHIGKEIT.
WIE KANN ES SEIN, DASS EIN SOLDAT TROTZ EINER BELEGTEN KRANKHEIT DIE LAUT ZDv 46/1 UNTER GESUNDHEITSZIFFER VI / 6 EINGESTUFT WIRD VOLL VERWENDUNGSFÄHIG GESCHRIEBEN WIRD?

DIE KRANKHEIT WURDE WÄHREND EINER OP NACH EINEM UNFALL IM ÄRZTEBERICHT VOM KRANKENHAUS AN DEN TRUPPENARZT FESTGEHALTEN, JEDOCH WURDE DER SOLDAT NIE ÜBER DIE KRANKHEIT VON SEINEM TRUPPENARZT INFORMIERT.

KlausP

StOFä (NVA) a.D., StFw a.D.
aktiver Soldat vom 01.11.71 bis 30.06.06, gedient in zwei Armeen


ulli76

Hä? Was soll der Truppenarzt dem Soldaten nicht gesagt haben? Wieso weiss der nichts über die Krankheit wenn er deswegen operiert wurde? Wieso weisst du, was in den Akten steht?

In welchem Rahmen wurde der Soldat voll verwendungsfähig geschrieben?
•Medals are OK, but having your body and all your friends in one piece at the end of the day is better.
http://www.murphys-laws.com/murphy/murphy-war.html

wheretogo

Ok,

Also nehmen wir mal an der Kamerad hat einen Spontanpneumothorax erlitten, welcher nach der ersten OP nur mit Drainage behandelt wurde.
Nach ca. einer Woche, wurde die Drainage entfernt und die Lunge ist wieder zusammengefallen.
Danach wurde entschieden eine atypische-resektion des Oberlappens durchzuführen und 2 neue Drainagen zu legen.
Sagen wir dass dies auch soweit alles geklappt hat.
Während der OP wurden dem Kameraden jedoch Gewebeteile entnommen die untersucht wurden.
Bei diesen Untersuchungen stellte man geringe Pleurafibrose fest, welches auch soweit im Ärztebrief vermerkt wurde.
Die operierenden Ärzte informierten den Kameraden nicht über diese Feststellung, weder hat es der behandelnde Truppenarzt getan.

ZDv 46/1 Lunge = Gesundheitsziffer 6 = Lungenfibrose jeglicher Genese
ZDv 46/1 Lunge = Gesundheitsziffer 3 = Spontanpneumothorax soweit nicht rezidiviert
ZDv 46/1 Lunge = Gesundheitsziffer 6 = rezidivierter Spontanpneumothorax

Voll verwendungsfähig im Rahmen einer Weiterverpflichtung.....

ulli76

Ooops.Ok,man müsste schauen, wie das mit der Lungenfibrose genau aussieht. Als junger Mensch sollte man die ja eigentlich gar nicht haben.

Wahrscheinlich wurde das Ereignis des Pneus als ein Ereignis gewertet. Rezidiv wäre wenn das einmal komplett ausgeheilt ist und das dann später nochmal passiert.

Wie der an seine Tauglichkeit gekommen sein kann:
- Ausnahmegenehmigung. Dafür muss es auch nicht zwingend Auflagen oder Einschränkungen geben.
- Befund wurde übersehen. Dann hat der Soldat einfach Glück gehabt. Kommt ab und an mal vor.
- Befund wurde absichtlich übersehen. DAS wäre ziemlich doof- aber auch dann hätte er Glück gehabt.
•Medals are OK, but having your body and all your friends in one piece at the end of the day is better.
http://www.murphys-laws.com/murphy/murphy-war.html

bayern bazi

Zitat von: ulli76 am 10. Februar 2013, 01:14:57
Wie der an seine Tauglichkeit gekommen sein kann:
- Ausnahmegenehmigung. Dafür muss es auch nicht zwingend Auflagen oder Einschränkungen geben.

sprich der LSO hat die Ar..Aphakarte wenn was passieren sollte


Zitat
- Befund wurde übersehen. Dann hat der Soldat einfach Glück gehabt. Kommt ab und an mal vor.
- Befund wurde absichtlich übersehen. DAS wäre ziemlich doof- aber auch dann hätte er Glück gehabt.

Der untersuchend Arzt hat die selbige wenn was passieren sollte


man bedenke  - die presse und auch die dienstaufsicht zerfleischt jeden ;)

wer nicht kämpft  - hat bereits verloren
 

wheretogo

Der Kamerad hat jetzt nach 1 1/2 Jahr erfahren dass er unter Pleurafibrose leidet die ihn auch Akut beim atmen Probleme bereitet, nachdem er im San-Zentrum war und sich für seine Krankenhaustagegeldversicherung nur die Bestätigung des Krankenhauses über den Vorfall geben lassen wollte und gleich auch noch eine Kopie des Ärzteberichtes bekommen hat....

ulli76

Ist schwer zu sagen. Der Kamerad sollte sich unbedingt mit dem SanBereich in Verbindung setzen und den Befund genau erklären lassen.

Es kann auch gut sein, dass die Fibrose gar nichts mit der Atemnot zu tun hat, sondern damit, dass er an der Lunge operiert wurde.
Man müsste z.B. auch eruieren, ob er vor dem Pneumothorax schon Atemprobleme hatte. Wenn nicht halte ich es für ausgeschlossen, dass es jetzt an der Fibrose liegt.
•Medals are OK, but having your body and all your friends in one piece at the end of the day is better.
http://www.murphys-laws.com/murphy/murphy-war.html

wheretogo

Pleurafibrose bleibt trotzdem Fakto für Gesundheitsziffer 6 oder?

Ich meine das einatmen von Pulvergasen und Nanopartikeln bei Schussabgabe mit der Dienstwaffe bleibt ja trotzdem schädlich für die Lunge.
Vorallem wenn man schon unter Pneu und Pleurafibrose leidet....

ulli76

Ich hab noch nie davon gehört, dass da irgendjemand wegen Schießen mit der Lunge Probleme bekommen hätte. Selbst unsere Einsatzverwundeten mit Lungenverletzungen haben da kein spezielles Problem.

Ja, die Pleurafibrose ist per Definition eine VIer-Gradation. Da ich den genauen Befund nicht kenne, weiss ich aber nicht, warum die nicht vergeben wurde. Evtl. wegen nur minimalem Befund ohne klinische Relevanz.

Ich weiss aber grad nicht, worum es dir geht. Anscheinend bist du ja der Betroffene: Sprich mit dem Truppenarzt und lass dir den Befund genau erklären. Wenn du denkst, dass du keine Tauglichkeit hättest bekommen sollen und du aus Angst um deine Lunge nicht mehr Schießen willst/raus aus der Bw willst, dann schreib ne Meldung, dass die Tauglichkeit fehlerhaft war und nen Antrag auf Entlassung deswegen.

Interessanter wäre eher wo die Fibrose her kommt.

Edit: Der Truppenarzt kann dir dann auch sicher erklären, warum keine VI44 vergeben wurde.
•Medals are OK, but having your body and all your friends in one piece at the end of the day is better.
http://www.murphys-laws.com/murphy/murphy-war.html

wheretogo

Ich bin zwar nicht die betroffene Person, versuche dem Kameraden nur zu helfen weil er nicht weiss wie er handeln soll.

Aber danke für die Informationen, werde ihm diesen Rat weiterleiten

Andi

Ja, es ist immer wieder faszinierend, wie völlig unmenschlich und unprofessionell gerade Bundeswehrfachärzte in den Bundeswehrkrankenhäusern mit Diagnosen umgehen. Ich habe es selbst schon mehrfach erlebt, dass mir im Krankenhaus relevante Diagnosen nicht mitgeteilt wurden, obwohl ich nach der Diagnose und Laborauswertungen noch mit dem Arzt gesprochen habe. War dann immer ein großes Hallo in den Fällen, in denen mich der Truppenarzt dann bei der "Befunderöffnung" gefragt hat "Wie Ihnen sicherlich schon eröffnet wurde, wurde bei Ihnen XY diagnostiziert, welche Absprachen haben sie diesbezüglich denn mit dem Facharzt getroffen?" und ich dann ein etwas überraschtes Gesicht gemacht habe. Ist auch schon mehrfach passiert, dass Diagnosen aus einem BwK so untergegangen sind, weil ich davon nichts wusste und es aus dienstlichen Gründen nie zu einer "Befunderöffnung" durch den Truppenarzt gekommen ist (und je dicker die G-Akte, desto weniger genau schaut da ein Arzt auch bei einer BA 90/5 rein).
Seit dem mir das das letzte mal passiert ist bestehe ich im Krankenhaus immer darauf, dass mir vor Ort alle Befunde mitgeteilt werden, denn alles andere ist so eine Art Stille Post gepaart mir Russisch Roulette.

Gruß Andi
the rest is silence...

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Rollo83

Ich wollte nur mal kurz los werden das ich trotz T6 voll verwendungsfähig bin.
Ich hab bis jetzt jeden 90/5 bekommen egal ob BCE, ÜLE , Auslandsdienstverwendungsfähigkeit, Tropendienstverwendungsfähifkeit usw.
Sicherlich hab ich nichts an der Lunge und das was ich hab schränkt mich eigentlich auch nicht ein, aber Fakt ist, ich bin auch T6.

wheretogo

Wie kann das sein?
Also langsam verwirren mich manche Sachen beim Bund.
Ja der Kamerad hat schon einiges durchgemacht mit seiner Lunge, denke dass es für die BW und für ihn besser sein wird wenn er DU wird.

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