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  • 13. August 2020, 11:22:45
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Autor Thema: KSK Kommandeur stellt "Ultimatum" an alle rechtsextremen Kameraden  (Gelesen 14692 mal)

MMG

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Dann fehlt dem KSK ein ständiges unabhängiges Element zur Beobachtung, was direkt dem Wehrbeauftragten untersteht.
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LwPersFw

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Der Artikel unterstreicht dennoch einige Aspekte, u.a.:

1. Der ominöse Hauptmann ist ein in der Ausbildung gescheiterter, auffälliger Soldat, was medial (und in unserer Organisation) nicht weiter diskutiert wurde.

2. Das KSK kann sich nicht öffentlich wehren, da keiner vor die Presse treten darf.

3. Der Kommandeur wird
unangemessen behandelt; Die Führung hat - laut Arbeitsgruppe - versagt, Konsequenzen für den Kommandeur gibt es nicht (stattdessen ist einer der Hauptakteure in der „Ermittlungsgruppe“).

4. Kaum einer kennt den Verband und erlaubt sich ein Urteil (wer dort selbst dient, Verwandschaft hat oder häufig kooperativ zusammen arbeitet wird anders denken).

5. Der Sachverhalt um Munition sowie den OStFw wird relativiert (was unkommentiert vom BMVg in der Presse breit getreten wurde und sich tatsächlich ereignet hat, ist schon ein enormer Unterschied.

Das ändert aber nichts daran, dass kein Soldat, auch kein Soldat des KSK - auf Grund des Status "Eliteeinheit" - ,
sich außerhalb der Pflichten des Soldatengesetzes und vor allem seiner Treuepflicht gegenüber seinem demokratischen Staat bewegen darf.

Und das seit dem Wirken des Herrn Günzel rechtes Gedankengut in diesem Verband in Teilen Platz gefunden hat ... ist keine neue Erkenntnis.

Ich würde auch nie soweit gehen, dass das ganze KSK "Rechts" ist.

Aber es war der Punkt erreicht, an dem die Politik nicht mehr von "bedauerlichen Einzelfällen" reden konnte.
Und dann passiert... was jetzt passiert...


https://www.welt.de/politik/deutschland/article210837391/Rechtsextremismus-beim-KSK-Eine-Chronik-vieler-Unruehmlichkeiten.html


Denn nochmal ...

Es gibt keinen logischen, sachlichen, rechtlichen Grund, dass ein Elitesoldat sich außerhalb seiner Treuepflicht bewegen darf.

z.B. den Hitlergruß zeigt, Diebstahl an Waffen, Munition, Sprengstoff begeht, etc.

Egal wie hart sein Dienst auch sein mag ... den er sich freiwillig ausgesucht hat !

Und wenn jetzt ein KSK'ler in der Vernehmung behaupten würde, er vertritt rechtes Gedankengut weil der Dienst ja so belastend ist... und er brauchte nur ein "Ventil" zum ablassen ...

... nun dann gehört er an einen Platz wo er diesem Druck nicht mehr ausgesetzt ist ... denn dann braucht er ja dieses Ventil nicht mehr...

Aber dieser Platz wird dann nie mehr in irgendeiner Eliteeinheit sein.

« Letzte Änderung: 12. Juli 2020, 09:33:31 von LwPersFw »
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funker07

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Hier mal ein Link zu einem Artikel zu „TichysEinblick“ zum Thema Politik - Bundeswehr - KSK. Zartbesaitete Links-Grüne Gutmenschen seien vorab gewarnt ...  ::)

https://www.tichyseinblick.de/tichys-einblick/hoert-auf-mit-dem-getue-schafft-die-bundeswehr-ab/

(Wenn da was von Bezahlen aufploppt einfach auf „ich zahle schon“ klicken.)

Nach den ersten drei Absätzen hatte ich keine Lust mehr zu lesen.

 „liberal-konservatives Meinungsmagazin“ als Eigenbeschreibung ist mehr eine Worthülse.
Volle Zustimmung, MMG.
Billiger Populismus mit einer Rhetorik passend für Menschen ( entfernt ) , die ständig brüllen "Merkel muss weg" oder "früher war alles besser". Auch als Kommentar/Meinung in keinster Weise gehaltvoll.
Da habe ich auf tichyseinblick schon deutlich besseres gelesen, wobei ich gerade wegen solchen, doch eher faktenfreien, Artikeln die Seite immer weniger mag.

Wer solche Ansichten stützt, sollte sich fragen, ob die Bundeswehr das richtige für ihn ist.


EDIT: Es geht auch ohne verbale Beleidigung
« Letzte Änderung: 13. Juli 2020, 12:52:19 von LwPersFw »
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LwPersFw

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S1NCO

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https://www.instagram.com/p/CCvuwuVpNbB/

So wurde auch schon die ein oder andere TE übergeben ;-)
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F_K

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Etwas offtopic:

Die jetzt gemeldeten ca. 60.000 Patronen im Fehl sind ja wohl über 10 Jahre aufgetreten - macht es nicht besser, relativiert es aber.
Rechnet man da denn Diebstahl in Seedorf raus, ist es nicht mehr so viel ...

Zum Thema:
Wenn der Eindruck entsteht, es sei eine "rechtsextreme Zelle" in einer Einheit entstanden - und alle Täter decken sich gegenseitig bzw. "schweigen", dann sind rechtsstaatlich ggf. sehr schwer Beweise zu erheben.

Dann MUSS man auch mal eine Einheit "zerschlagen" - der Soldat hat ja keinen Rechtsanspruch auf eine bestimmte Verwendung oder Einheit.
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HubschrauBär

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https://amp.focus.de/politik/deutschland/rechtsextremismus-in-der-truppe-eine-bodenlose-frechheit_id_12216491.html

Auch mal eine Perspektive.
Jetzt gilt es um so mehr dem unbescholtenen Großteil des KSK in dieser schwierigen Zeit den Rücken zu stärken und ihnen nicht mit Misstrauen aus den eigenen Reihen (Bw) zu begegnen um hier nicht noch mehr Personal zu verlieren.

Davon unbenommen gehört natürlich jeder mit der vollen Härte der WDO und/oder dem StGB bestraft der sich etwas zu Schulden hat kommen lassen.
Aber der Rest braucht jetzt unsere Unterstützung.
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justice005

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Zitat
Wenn der Eindruck entsteht, es sei eine "rechtsextreme Zelle" in einer Einheit entstanden - und alle Täter decken sich gegenseitig bzw. "schweigen", dann sind rechtsstaatlich ggf. sehr schwer Beweise zu erheben.

Dann MUSS man auch mal eine Einheit "zerschlagen" - der Soldat hat ja keinen Rechtsanspruch auf eine bestimmte Verwendung oder Einheit.

Volle Zustimmung.

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Unproomn

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Ich denke, man muss halt auch ein wenig einordnen, aus welcher politischen Richtung welche Stellungnahme zur Bundeswehr kommt.

Aus der Reihe der Rechten kommt da ziemlich viel scheinbar sehr tiefe Ehrenbezeugung für die Bundeswehr, aber man ist sich bei einigen nicht sicher, ob sie nicht eigentlich etwas ganz anderes wollen, wenn sie sich mit der Bundeswehr solidarisieren. Die wollen vermutlich von solchen Entgleisungen gar nichts wissen.

Bei den linken Parteien hingegen dürfte das Lager derer, welche die Bundeswehr kritisch bis hin zu potentiellen Feindbildern sehen, nicht ganz gering sein. Für die kann es natürlich gar nicht genügend Untersuchungsausschüsse, öffentliche Problematisierungen und lustige Extra 3-Satiresendungen geben. Je mehr die Bundeswehr aus der Gesellschaft herausgehalten und irgendwie "unappetitlich" dargestellt wird, desto besser.

Also da liegen ziemlich viele Stöckchen herum, über die man springen kann.
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Holgi33

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Heute ist mir zugetragen worden, dass es eine Sammelinformation gab, also ohne persönliche Anrede, an den jeweiligen Reservisten, dass die Reservisten beim KSK ausgeplant werden. Der S1-Fw wurde bereits vor über 2 Wochen in eine andere Abteilung versetzt. Die Art und Weise wie man gewisse Dinge behandelt hat sich aber durch den Nachfolger nicht geändert.
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LwPersFw

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AKK: Ansprache zum Feierlichen Gelöbnis im BendlerblockVeröffentlichungsdatum 21.07.2020

https://www.bmvg.de/de/aktuelles/akk-ansprache-feierliches-geloebniss-bendlerblock-548942

Auszug:

"Meine sehr geehrten Damen und Herren,

was aber, wenn das Gewissen als Instanz versagt, weil Soldatinnen und Soldaten die Werte, die dafür unabdingbar sind, nicht ausreichend verinnerlicht haben?

In den vergangenen Wochen haben wir wieder erfahren, dass nicht alle, die sich Kameradinnen und Kameraden nennen, die Grundlagen ihres Dienens und den Zweck ihres Dienstes verstanden haben.

Rechtsradikale in der Bundeswehr glauben, dass sie sich auf die soldatischen Tugenden aus der Zeit des Nationalsozialismus berufen können.

Sie sind stolz auf das, was sie für militärische „Leistungen“ der Wehrmacht oder einiger ihrer Heerführer halten.

Ich möchte das sehr deutlich sagen:

Im Weltbild der Bundeswehr gibt es keine Trennung zwischen dem handwerklichen Können des Soldaten und der grundsätzlichen Einstellung, die ihn in seinem Tun antreibt.

Es mag der einfache Wehrmachtssoldat tapfer gekämpft haben. Wenn seine Tapferkeit im Dienste einer Eroberungs-, Besetzungs- und Vernichtungsideologie stand, dann war sie vergebens.

Wir erkennen sehr wohl auch die individuelle Tragik, die in dieser Wahrheit liegt.

Doch Vorbild für die Bundeswehr kann aus dieser Zeit nur sein, wer zur Umkehr in der Lage war – wie die Verschwörer des 20. Juli.

Extremisten in der Bundeswehr, die sich auf falsche Vorbilder stützen, die den Nationalsozialismus verharmlosen oder sogar glorifizieren, verraten gerade das, was sie zu ehren vorgeben. Begriffe wie Soldatentum, Kameradschaft, Ehre, Treue, Pflicht und Vaterland sind positiv. Diese Begriffe gehören uns. Soldatentum heißt tapfer zu kämpfen für die offene Gesellschaft, selbst wenn diese dem Soldatentum in Teilen bisweilen skeptisch gegenübersteht.

Kameradschaft heißt, durch Vertrauen und offenes Gespräch das menschliche Miteinander in der militärischen Gemeinschaft zu gestalten. In der Bundeswehr liegt die Ehre in der Verteidigung der Freiheit und der Demokratie. Treue bedeutet: Verfassungstreue.

Pflicht ist eben auch die Pflicht zur Wachsamkeit, damit das Gift des

Unfreiheitlichen,

des Völkischen,

des Militaristischen,

des Extremismus aller Schattierungen

und des Gewaltverherrlichenden

unsere Bundeswehr nicht angreift."


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LwPersFw

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FoxtrotUniform

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Sehr lesenswert und aus meiner Sicht deutlich authentischer, als gewisse andere Schreiben:

https://augengeradeaus.net/2020/08/ksk-kommandofeldwebel-wehrt-sich-in-anonymem-brief-wir-sind-die-anstaendigen/
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Hochmut kommt vor dem Fall  ::)

F_K

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Antw:KSK Kommandeur stellt "Ultimatum" an alle rechtsextremen Kameraden
« Antwort #89 am: 07. August 2020, 18:17:56 »

Der angebliche Kommando mag ja glauben was er schreibt, richtig ist es deswegen nicht.
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