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Autor Thema: Doku "Amerika am Abgrund - von Armut und Abstieg"  (Gelesen 4282 mal)

LwPersFw

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Doku "Amerika am Abgrund - von Armut und Abstieg"
« am: 15. Januar 2023, 10:20:42 »

Läuft gerade auf ZDFinfo ... ist aber auch schon auf Youtube zu finden...

Für Diejenigen die sich für Gesellschaftspolitik interessieren....

Gemäß offiziellen Angaben sind in DE 13.000.000 Menschen von Armut betroffen und die Schere Arm vs Reich wird immer größer.

Aber auch im reichsten Land der Welt sieht es nicht besser aus.

Dazu die Doku   Amerika am Abgrund - von Armut und Abstieg

von den Pulitzer-Preisträgern Nicholas Kristof und Sheryl WuDunn   
https://www.pulitzer.org/winners/nicholas-d-kristof-and-sheryl-wudunn


https://youtu.be/nup-_86WKAg



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schlammtreiber

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Antw:Doku "Amerika am Abgrund - von Armut und Abstieg"
« Antwort #1 am: 16. Januar 2023, 13:08:16 »

Gemäß offiziellen Angaben sind in DE 13.000.000 Menschen von Armut betroffen

Nein, "armutsgefährdet", das ist etwas anderes.
Zitat
Rund 13,0 Millionen Menschen waren 2021 in Deutschland armutsgefährdet. Das entspricht 15,8 % der Bevölkerung Deutschlands.

Zitat
Eine Person gilt nach der EU-Definition für EU-SILC als armutsgefährdet, wenn sie über weniger als 60 % des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung verfügt
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/08/PD22_327_634.html#:~:text=Differenziert%20nach%20dem%20%C3%BCberwiegenden%20Erwerbsstatus,Armutsgef%C3%A4hrdungsquote%20bei%2019%2C3%20%25.
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Antw:Doku "Amerika am Abgrund - von Armut und Abstieg"
« Antwort #2 am: 16. Januar 2023, 13:17:48 »

Allgemeine Anmerkung, warum ich diese Definition von "Armutsgefährdet" nicht "mag":

Wir unterstellen mal, den Euro Wert so wie er ist - und nehmen eine "Siedlung" von Einkommensmillionären, Haus / Villa, Boot, Swimmingpool, Hausangestellte, mehrere Autos usw. ... 300 Milllionäre auf einem Fleck - und nun zieht ein (Mulit) Milliardär zu - ZACK - plötzlich sind alle Millionäre armutsgefährdet.

Natürlich gibt es weltweit ein erhebliches Armutsproblem, und dort muss auch gehandelt werden - die USA haben sicherlich nicht solche Sozialsysteme wie z. B. in DEU und daher auch andere Herausforderungen - aber die Definition 60 % ist problematisch - eben weil es (arme) Länder gibt, wo man mit 60 % tatsächlich verhungert - und in anderen Ländern noch "semi gut" davon leben kann.
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schlammtreiber

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Antw:Doku "Amerika am Abgrund - von Armut und Abstieg"
« Antwort #3 am: 16. Januar 2023, 13:55:52 »

Natürlich gibt es weltweit ein erhebliches Armutsproblem, und dort muss auch gehandelt werden - die USA haben sicherlich nicht solche Sozialsysteme wie z. B. in DEU und daher auch andere Herausforderungen - aber die Definition 60 % ist problematisch - eben weil es (arme) Länder gibt, wo man mit 60 % tatsächlich verhungert - und in anderen Ländern noch "semi gut" davon leben kann.

Ja, daher wird die "relative Armut" meist auch nur für entwickelte Volkswirtschaften mit Sozialsystem etc angewandt, für ärmere Länder macht die "absolute Armut" als Definition mehr Sinn (kann sich seine Grundbedürfnisse nicht leisten) bzw hier gibt es ja seitens der UNO die Definition "extremer Armut" (müsste aktuell bei etwa 1,90$ pro Tag liegen).
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F_K

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Antw:Doku "Amerika am Abgrund - von Armut und Abstieg"
« Antwort #4 am: 16. Januar 2023, 14:22:25 »

@ Schlammtreiber:

Schon so verstanden.

Mein Punkt ist - obwohl es mir als "obere Mittelschicht" ganz gut geht, gibt es viele Menschen, die mehr als das Doppelte verdienen - denen gegenüber bin ich also "armutsgefährdet" - und daher ist diese Definition für mich nicht passend.
(.. auch innerhalb DEU sind die Finanzbedarfe deutlich unterschiedlich - ob ich nun in München lebe oder in Brandenburg "auf dem Land" - mir berichtete mal ein junger Lt, dass der "bei sich" ganz deutlich zu den "Besserverdienenden" gehören würde ... )

Wenn wenige "Superreiche" plötzlich mehr erhalten, werden 100.000tausende Menschen zusätzlich armutsgefährdet, obwohl sich deren finanzielle Möglichkeiten überhaupt nicht verändert haben.
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LwPersFw

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Antw:Doku "Amerika am Abgrund - von Armut und Abstieg"
« Antwort #5 am: 16. Januar 2023, 19:33:47 »

Gemäß offiziellen Angaben sind in DE 13.000.000 Menschen von Armut betroffen

Nein, "armutsgefährdet", das ist etwas anderes.


Arm ist Arm ... da hilft auch kein Beschönigen... bzw. Wortspielereien ...

Zitat Paritätischer Gesamtverband:

"Die Armut hat im Jahre Zwei der Pandemie erneut eine traurige Rekordmarke erklommen. Mit 16,6 Prozent mussten 2021 13,8 Millionen Menschen in Deutschland  zu den Einkommensarmen gerechnet werden. Noch nie wurde auf der Datenbasis des Mikrozensus eine höhere Armutsquote für das Bundesgebiet gemessen."

Quelle: Paritätischer Armutsbericht 2022 

https://www.der-paritaetische.de/themen/sozial-und-europapolitik/armut-und-grundsicherung/armutsbericht-2022/



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F_K

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Antw:Doku "Amerika am Abgrund - von Armut und Abstieg"
« Antwort #6 am: 16. Januar 2023, 19:56:19 »

@ LwPersFw:

Ich hoffe doch, Du hast erkannt, dass ich nicht beschönigen möchte.

Es ist aber ein Unterschied, ob eine Person mit 1 Dollar am Tsg in Afrika ums Überleben kämpft, oder eine Person mit 60 % des Durchschnittseinkommens in DEU lebt.

Letztere hat z. B. Eine medizinische Voersorgung, von der Menschen in über 100 Ländern der Welt (trotz Durchschnittseinkommen dort) nur träumen können.

Insoweit ist eine differenzierte Betrachtung notwendig.

(Ich bin für Abbau von Armut, höhere Besteuerung von Reichen, ...)
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Antw:Doku "Amerika am Abgrund - von Armut und Abstieg"
« Antwort #7 am: 16. Januar 2023, 20:55:37 »

Das Konzept relativer Einkommensarmut zeichnet sich durch die Annahme aus, dass in unterschiedlich wohlhabenden Gesellschaften Armut sehr unterschiedlich aussehen kann und vor allem durch gesellschaftlichen Ausschluss, mangelnde Teilhabe und nicht erst durch Elend gekennzeichnet ist. Es geht weiter davon aus, dass Armut ein dynamisches
gesellschaftliches Phänomen ist. Mit zunehmendem Wohlstand einer Gesellschaft verändern sich Lebensweisen und es können neue Barrieren der Teilhabe entstehen, wenn dieser Wohlstand nicht alle relativ gleichmäßig erreicht. So kann nach diesem Konzept auch – oder gerade – bei wachsendem Reichtum (und zunehmender Einkommensspreizung) Armut in einer Gesellschaft durchaus zunehmen, selbst wenn die Kaufkraft aller im Durchschnitt steigen sollte.

... Wenn viele oft im Restaurant Kaviar essen, dann ist derjenige Arm, der das nicht kann.

Ich hoffe doch, dass mein Verständnisproblem mit diesem Armutsbegriff zumindest teilweise nachvollzogen werden kann.
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Antw:Doku "Amerika am Abgrund - von Armut und Abstieg"
« Antwort #8 am: 17. Januar 2023, 06:56:46 »

@ LwPersFw:

Ich hoffe doch, Du hast erkannt, dass ich nicht beschönigen möchte.

Es ist aber ein Unterschied, ob eine Person mit 1 Dollar am Tsg in Afrika ums Überleben kämpft, oder eine Person mit 60 % des Durchschnittseinkommens in DEU lebt.

Letztere hat z. B. Eine medizinische Voersorgung, von der Menschen in über 100 Ländern der Welt (trotz Durchschnittseinkommen dort) nur träumen können.

Insoweit ist eine differenzierte Betrachtung notwendig.

(Ich bin für Abbau von Armut, höhere Besteuerung von Reichen, ...)


F_K ... mich interessiert es nicht mal Ansatzweise wer wie arm in anderen Ländern der Welt ist - wenn ich über die Armut in Deutschland spreche.

Denn wir leben in einem der reichsten Länder der Welt.
Wo z.B. der Vermögenszuwachs in den letzten 2 Jahren zu ca. 80 % an 1 % der Bevölkerung ging ... und 20 % an 80 % der Bevölkerung.

Leben Sie persönlich erst mal unverschuldet ein Jahr von Bürgergeld ... denn ich bezweifle das Sie es dann toll fänden... wenn man Ihnen dann sagt...
"Hey...dem Afrikaner geht es doch noch viel schlechter als Dir." ... wenn z.B. das Geld für Lebensmittel nicht bis zum Ende des Monats gereicht hat - und Sie zur Tafel müssen ...
Oder Sie sozial verarmen, weil es sich noch nicht mal leisten können, mit Freunden im Cafe zu sitzen...

Ich habe in der eigenen Familie erlebt was Überleben mit Hartz-IV über Jahre bedeutet... denn mehr als Überleben ist dies nicht.

Und definitiv nicht das was sich jeder von uns als vernünftiges Leben im reichen Deutschland vorstellt.

Also verschonen Sie mich mit diesen "Zahlenspielchen" !  >:(


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Antw:Doku "Amerika am Abgrund - von Armut und Abstieg"
« Antwort #9 am: 17. Januar 2023, 07:29:45 »

Let's agree to differ.

Ich habe nicht vorgeschlagen, einem DE "Armen" zu sagen, dass es anderen Menschen schlechter geht (auch wenn es sachlich zutrifft).

Mir geht es um eine Versachlichung der Diskussion - für Betroffene ist dies oft schwierig.
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« Antwort #10 am: 17. Januar 2023, 09:29:08 »

Arm ist Arm ... da hilft auch kein Beschönigen... bzw. Wortspielereien ...

Es ist keine Beschönigung wenn ich auf einen Unterschied in der Definition hinweise und das mit Quelle belege. Vielleicht ist es eher ein Wortspiel, wenn man aus Gründen der gewollten Dramatisierung den Unterschied leugnet und aus "gefährdet" ein "betroffen" macht?  ;)
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« Antwort #11 am: 17. Januar 2023, 15:10:22 »

Arm ist Arm ... da hilft auch kein Beschönigen... bzw. Wortspielereien ...

Es ist keine Beschönigung wenn ich auf einen Unterschied in der Definition hinweise und das mit Quelle belege.
Vielleicht ist es eher ein Wortspiel, wenn man aus Gründen der gewollten Dramatisierung den Unterschied leugnet und aus "gefährdet" ein "betroffen" macht?  ;)


Dies können nur Menschen sagen die keine Ahnung haben was es bedeutet in DE arm zu sein.

Z.B. der o.g. Bericht des Paritätischen Gesamtverbandes benennt klar die Sachlage in DE.

Wer was glauben will --- Demokratie.

Und damit lasse ich es bewenden.

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« Antwort #12 am: 17. Januar 2023, 15:36:33 »

Dies können nur Menschen sagen die keine Ahnung haben was es bedeutet in DE arm zu sein.

Da Du nicht die geringste Ahnung hast, welche persönlichen Erfahrungen mit finanziellen Schwierigkeiten ich habe oder nicht habe, ist dieser ad hominem Versuch wohl nicht weiter zu kommentieren.

Also lass es in der Tat lieber damit bewenden, bevor es hier persönlich wird.
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« Antwort #13 am: 17. Januar 2023, 16:17:30 »

Eben -

Nach der Definition dieses Interessenverbandes (Ja, der hat Interessen - unabhängig davon finde ich die Arbeit gut) - sind die meisten / fast alle Studenten nicht nur armutsgefährdet, sondern arm- gerade wenn diese nicht mehr bei den Eltern wohnen können

Been there - Done that - picture taken.

Ich hoffe doch, wir können hier SACHLICH bleiben, so wie ich es von Dir gewohnt bin - ad hominem bin ich von Dir nicht gewohnt.
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« Antwort #14 am: 18. Januar 2023, 06:37:40 »

Eben -

Nach der Definition dieses Interessenverbandes (Ja, der hat Interessen - unabhängig davon finde ich die Arbeit gut) - sind die meisten / fast alle Studenten nicht nur armutsgefährdet, sondern arm- gerade wenn diese nicht mehr bei den Eltern wohnen können

Been there - Done that - picture taken.

Ich hoffe doch, wir können hier SACHLICH bleiben, so wie ich es von Dir gewohnt bin - ad hominem bin ich von Dir nicht gewohnt.


Warum ich so reagiere ... weil ich aus mehrfacher, jahrelanger Erfahrung weiß was es bedeutet real arm in DE zu sein...
... das ist etwas Anderes als mal "finanzielle Schwierigkeiten" zu haben... vor dem Hintergrund eines sehr gutes Einkommens.

Weder Du, noch Schlammi, noch ich haben Armut in diesem Sinne am eigenen Leib erfahren... mit unseren Einkommen.


Und ja ... ich folge Eurem Vorschlag --- >>> closed , jeder hat halt seine Meinung  :)



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